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03.11.2013

10,0 für rot-weiß-rote Pas de Deux-Weltmeister zum Weltcup-Auftakt

Bereits zum wiederholten Mal machte der Weltcupzirkus der voltigierer Halt bei den Munich Indoors, ein absolutes Novum war heuer hingegen der rstmals in der Geschichte des Voltigierweltcups ausgetragene Pas de Deux-Bewerb, den die heimischen Superstars Jasmin Lindner und Lukas Wacha in beeindruckender Manier für sich entschieden.

Harmonie in Perfektion: Das heimische Weltmeisterpaar Jasmin Lindner und Lukas Wacha, im Team mit Spitzenpferd Elliot und Klaus Haidacher an der Longe, wurden beim Weltcup-Auftakt in München mit einer 10,0 für die künstlerische Note geadelt © Tomas Holcbecher
Harmonie in Perfektion: Das heimische Weltmeisterpaar Jasmin Lindner und Lukas Wacha, im Team mit Spitzenpferd Elliot und Klaus Haidacher an der Longe, wurden beim Weltcup-Auftakt in München mit einer 10,0 für die künstlerische Note geadelt.
© Tomas Holcbecher
Eine glatte 10,0 gab es für das heimischen Dreamteam in Runde zwei vom deutschen Richter Dietmar Otto für die künstlerische Darbietung - besser geht's nicht! Auch in den technischen Noten, die durchwegs im 9er-Bereich angesiedelt waren, war das Tiroler Welt- und Europameisterpaar an diesem Wochenende eine Klasse für sich. Mit 8,909 nach dem ersten Durchgang und 8,997 in Runde zwei am Sonntag, bewiesen die beiden mit gesamt 8,953 eindrucksvoll ihre derzeitige Vormachtstellung. „Es waren zwei sehr schöne Runden, wir sind super glücklich“, freuten sich Jasmin Lindner und Lukas Wacha zurecht über die gezeigte Leistung in München.

Entsprechend positiv fiel auch das Resümee von Österreichs Equipe-Chefin Brigitte Biberger aus: „Die 10,0 für Lindner/Wacha haben hier für viel positive Aufmerksamkeit gesorgt. Unser Weltmeisterpaar hat eine derartige Perfektion in Artistik, Akrobatik und schauspielerischem Ausdruck, dass es wirklich jeden beeindruckt." Bleibt zu hoffen, dass sich die postive Resonanz in Zukunft vielleicht auch irgendwann einmal auf die Dotierungen auswirkt. Für ihren Weltcupsieg erhielt das österreichische Erfolgspaar schlappe 900 Euro Preisgeld.

Mit 8,394 bereits deutlich abgeschlagen, ging der zweite Platz an das deutsche Duo Gera Marie Grün und Justin Van Gevelyn. Für das Salzburger Gespann Evelyn Freund und Stefanie Millinger fiel die Weltcup-Premiere noch etwas durchwachsen aus. Speziell im zweiten Umlauf gab es leichte Unsicherheiten, sodass das Paar seine derzeitige Leistungsgrenze nicht ganz erreichte. Mit gesamt 7,825 Punkten hieß es am Ende Platz drei für die beiden Debütantinnen.
Wieder zurück: Nach einjähriger Verletzungspause gab Lisa Wild in München mit Rang vier ein kräftiges Lebenszeichen. © Tomas Holcbecher
Wieder zurück: Nach einjähriger Verletzungspause gab Lisa Wild in München mit Rang vier ein kräftiges Lebenszeichen.
© Tomas Holcbecher

Gelungenes Weltcup-Comeback für Lisa Wild

Nach ihrem schweren Sturz bei der Weltmeisterschaft 2012 in Le Mans, bei dem sie sich einen Bruch es Schienbeinkopfes zugezogen hatte, kam der Erfolgslauf von Österreichs Voltigiertalent Lisa Wild abrupt zum Stillstand. Dank rascher OP und konsequenter Physio- und Trainingstherapie kämpfte sich die vielumjubelte Salzburgerin, die als erste Voltigiererin überhaupt einen Salto auf dem Pferd gezeigt hat, Schritt für Schritt zurück ins Turniergeschehen. In München trat sie nun erstmals wieder gegen die Weltspitze an.

Im ersten Durchgang zeigte die 18 Jahre junge Sensationsturnerin allerdings noch Nerven, einige Unsicherheiten und ein fünfter Platz in der Zwischenwertung waren das Ergebnis. Die zweite Runde brachte dann eine deutliche Leistungssteigerung, 8,372 bedeuteten die drittbeste Leistung des Tages und ein vierter Platz in der Gesamtwertung.

"Es ist schön, dass Lisa Wild bei ihrem Weltcup-Debüt nach einem Jahr Verletzungspause so ein Comeback hingelegt hat. Anfangs war sie noch nervös, aber in Runde zwei gab es dann schon eine 9,1 für die Technik. Eine wichtige Rückmeldung für sie auf dem Weg zur Qualifikation für die Weltreiterspiele 2014", resümmierte Brigitte Biberger zufrieden.

Den Sieg bei den Damen holte die Deutsche Corinna Knauf mit gesamt 8,528 Punkten vor den beiden Schweizerinnen Simone Jaiser (8,411) und Pascale Wagner (8,411). Vorjahres Weltcup-Gesamtsiegerin Anna Cavallaro stürzte nach haushoher Frühung im ersten Durchgang (8,755) in Runde zwei ab. Mit desolaten 7,258 im zweiten Durchgang blieb der WM-Zweiten von Ebreichsdorf nur der enttäuschende fünfte Rang (8,007). In umgekehrter Weise lief es für Jasmin Gipperich. Die Tirolerin zeigte sich nach Startschwierigkeiten am Samstag in Runde zwei die fünftbeste Kür und verbesserte sich damit noch auf Rang sieben (7,458).

Bei den Herren ging der Sieg an Lukas Klouda (8,339). Nach Runde eins noch auf Rang zwei gelegen, schob sich der Tscheche dank einer überzeugenden Darbietung am Sonntag vor Lokalmatador Torben Jacobs (8,201). auch Rang drei ging mit  Thomas Brüsewitz (7,830) an Deutschland.

Bereits in zwei Wochen geht es für die Voltigierer mit der Weltcup-Etappe in Stuttgart (GER) weiter (13-17 November 2013), danach folgen Paris-Villepinte (FRA) von 29. bis 30 November, Salzburg von 5. bis 8. Dezember und Leipzig von 16. bis 19. Jänner 2014. Das Finale wird von 7. bis 8. Februar in Bordeaux (FRA) ausgetragen.
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