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29.05.2015

180 Tage Hausarrest für Reining-Trainer Mark Arballo

Schuldig im Sinne der Anklage - so lautete das Urteil im Tierquälerei-Fall rund um den us-amerikanischen Reiner Mark Arballo, der 2013 den Tod eines seiner Trainingspferde zu verantworten hatte. Angesichts der Forderung der Staatsanwaltschaft kam der zweifacher NRHA World Champion allerdings reichlich milde davon.

Der kalifornische Reiner Mark Arballo wurde zu 180 Tagen Hausarrest und drei Jahren Bewährung verurteilt, nachdem die fünfjährige Stute Bella Gunnabe Gifted 2013 durch seine Trainingspraktiken zu Tode kam. © PROMA - fotolia.com
Der kalifornische Reiner Mark Arballo wurde zu 180 Tagen Hausarrest und drei Jahren Bewährung verurteilt, nachdem die fünfjährige Stute Bella Gunnabe Gifted 2013 durch seine Trainingspraktiken zu Tode kam. (Symbolfoto)
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Im September 2013 erlitt die damals fünfjährige Stute Bella Gunnabe Gifted im Training mit Mark Arballo einen tödlichen Unfall, der klar auf die angewandten Trainingsmethoden zurückzuführen war. Zeugenaussagen zufolge soll Arballo die Stute auf Kandare gezäumte am Sattel kurz ausgebunden und sie danach im Roundpen sich selbst überlassen haben. Kurz darauf sei die Stute in Panik geraten, habe sich überschlagen und sei mit dem Kopf hart auf dem Boden aufgeschlagen. Die 17-jährige Isabella Kim, die Bella Gunnabe Gifted eineinhalb Stunden später regungslos im Round Pen vorfand, gab an, dass die Stute aus den Nüstern und den Ohren geblutet habe und bewegungsunfähig gewesen sei. Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen musste die Colonels-Smoking-Gun-Tochter schließlich eingeschläfert werden.

Um die genauen Todesumstände des Pferdes im Hinblick auf tierquälerische Methoden zu untersuchen, ordnete das kalifornische Veterinäramt eine Autopsie der Stute an. Die Ergebnisse waren eindeutig, im September 2014 erhob die Staatsanwaltschaft des San Diego County District Anklage gegen Mark Arballo wegen Tierquälerei.

Am vergangenen Mittwoch erfolgte nun der Schuldspruch. Bei der Urteilsverkündung betonte Richter Garry Haehnle, er habe nicht das Gefühl Arballo bedauere den Vorfall aufrichtig. Es sei schlichtweg grausam gewesen, die Stute auf diese Weise ausgebunden für eine derart lange Zeitspanne alleine zu lassen. Mit 180 Tagen Hausarrest und drei Jahren Bewährung, in denen Arballo das Training von Pferde untersagt ist, fiel das Strafmaß dennoch milder aus, als von der Staatsanwaltschaft ursprünglich gefordert. Diese hätte den Trainer lieber für ein Jahr hinter Gittern gesehen. Mark Arballo scheint mit dem Ausgang des Prozesses jedenfalls zufrieden zu sein. Er verzichtete auf eine Berufung.

Quelle
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