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21.03.2017

30 Monate Sperre für Dopingcocktail

Einen ganzen Cocktail an verbotenen Substanzen hat man im Mai 2016 im Blut des jordanischen Distanzpferdes Obama Al Aswad gefunden. Sein Reiter Nayef Al Fayez wird nun zur Rechenschaft gezogen.

© www.slawik.com
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Al Fayez war mit seinem Pferd beim Ein-Sterne-Turnier in Amman (JOR) über die Distanz von 80 Kilometer als Zweiter ins Ziel gekommen. Diese Platzierung wird ihm nach dem Urteil des FEI Tribunals nun aberkannt. Im Blut des elfjährigen Wallachs hatte man neben den vier als kontrollierte Medikation registrierten Substanzen Dexamethason (ein künstliches Glucocorticoid, das entzündungshemmend und dämpfend auf das Immunsystem wirkt), Meloxicam (ein nichtsteroidales Antirheumatikum das vor allem bei chronischen Gelenkserkrankungen zum Einsatz kommt), das Schmerzmittel Phenylbutazon und dessen Metabolit Oxyphenbutazon auch noch die verbotene Substanz Boldenon gefunden, ein anaboles Steroid zur Leistungssteigerung. Es handelt sich damit also um echtes Doping.

Statt der üblichen zwei Jahre Sperre, die üblicherweise bei Doping-Erstvergehen verhängt wird, hat das FEI Tribunal im Falle von Al Fayes das Strafmaß auf 30 Monate erhöht. Dies sei angesichts der Vielzahl an gefundenen Substanzen gerechtfertigt, hieß es in einer Pressemitteilung des Weltreiterverbandes am Montag. Die Zeit der vorläufigen Suspendierung, wirksam ab dem 20. Juni 2016, wurde gegen die Dauer der Sperre angerechnet, sodass Al Fayes noch bis zum 19. Dezember 2018 eine Teilnahme an Turnieren verboten ist. Darüber hinaus hat das Tribunal eine Geldstrafe von 5.000 Schweizer Franken verhängt, zusätzlich zu 3.000 Schweizer Franken Prozesskosten.  

Nayef Al Fayez hat nun 21 Tage, um diese Entscheidung vor dem Schiedsgericht für Sport (CAS) anzufechten.

Einen Freispruch gab es hingegen im Fall des Schweizer Para-Dressurreiters Matthias Klausener. Im June 2016 war Klauseners Pferd anlässlich des CPEDI3* im italienischen Somma Lombardo (ITA) poitiv auf die verbotene Substanz Demecolcine getestet worden. Das giftige Alkaloid, das in Blüten und Blättern der Herbstzeitlose enthalten ist, gilt nicht als Arzeimittel, findet jedoch in der Humanmedizin bei der Tumortherapie Anwendung.

Klausener konnte vor dem Tribunal glaubhaft machen, dass eine Futterverunreinigung zur positiven Probe seines Pferdes Dendros geführt hatte und er sich als verantwortliche Person nichts zuschulden hatte kommen lassen. Entsprechend wurde die vorläufige Sperre rückwirkend mit 6. Oktober 2016 aufgehoben. Auch die beim Turnier erzielte Platzierung wird Klausener nicht aberkannt.

ps