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17.04.2015

30.000 Dollar für ein altes Hufeisen

Neue Hufeisen sind schon für wenige Euro zu haben. Dass der Preis für alte und noch dazu gebrauchte Eisen mitunter bedeutend höher ausfallen kann, zeigte sich jüngst bei einer Auktion in Sidney, Australien.

Ein Hinterhufeisen, das mit Rennpferd-Legende Phar Lap 1930 zum Sieg im Melbourne Cup galoppiert war, kostete seinen neuen Besitzer stolze 30.000 US-Dollar. © Lawsons
Ein Hinterhufeisen, das mit Rennpferd-Legende Phar Lap 1930 zum Sieg im Melbourne Cup galoppiert war, kostete seinen neuen Besitzer stolze 30.000 US-Dollar.
© Lawsons
Für ein hinteres Hufeisen der Rennpferd-Legende Phar Lap hat ein Bieter ganz besonders tief in die Tasche gegriffen. Rund 29.200 US-Dollar kostete das 85 Jahre alte Stück, mit dem das neuseeländische Rennwunder im Jahr 1930 zum Sieg im prestigeträchtigen Melbourne Cup galoppiert war. Als Beiwerk gab’s noch ein Foto des Hengstes und eine handschriftliche Herkunftsgarantie, ausgestellt von Phar Laps Pfleger Tommy Woodcock, mit dazu.

Das Hufeisen war an diesem Tag jedoch nicht das einzige Exponat der Sport-Auktion des Auktionshauses Lawsons, das in Verbindung mit dem roten Blitz aus Neuseeland versteigert wurde. Für einen Hufnagel - den der Champ ebenfalls bei seinem Melbourne-Cup-Triumph getragen hatte - fiel der Hammer bei 3.750 USD. Die zugehörige Trense erwies sich hingegen als Ladenhüter. Für sie konnte kein Zuschlag erzielt werden.

Phar Lap (thailändisch = Blitz) galt bereits zu Lebzeiten als Legende. Die 160 Guineen, die sein späterer Besitzer, der US-Amerikaner David J. Davis 1927 für den fuchsfarbenen Jährling zahlte, lief Phar Lap im Laufe seiner Karriere hundertfach ein. Insgesamt 37 Siege gingen auf das Konto des Hengstes, 14 davon alleine zwischen 1930 und 1931, alle in Serie.  Sein Erfolg bescherte ihm nicht nur die Bewunderung tausender Rennsportfans sondern auch den Hass der Buchmacher. Einen Anschlag auf sein Leben im Jahr 1930 überlebte der Champion zwar, trotzdem war dem australischen Nationalheld kein friedliches Ende auf der Weide vergönnt. Nach seinem letzten Rennen, dem Agua Caliente Handicap, das Phar Lap trotz 58,8 kg Zusatzgesicht mit Streckenrekord gewann, wurde der Hengst am Morgen des 5. April 1932 mit erhöhter Temperatur und offensichtlich schmerzgeplagt vorgefunden. Wenige Stunden später verstarb er. Erst 2010 wurde anhand einer Haarwurzelanalyse festgestellt, dass Phar Lap einer Arsenvergiftung erlegen war.
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