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24.11.2014

35.000 Unterschriften zur Rettung des Militärgymnasiums Wiener Neustadt

Mit einem Protestmarsch hoch zu Ross machten die Schülerinnen und Schüler des Militärrealgymnastiums Wr. Neustadt am vergangenen Mittwoch auf die geplante Schließung ihrer Schule aufmerksam. Im Gepäck hatten sie 35.000 Unterschriften, die sich für einen Fortbestand der Schule einsetzen.

Schülerinnen und Schüler des Bundesoberstufenrealgymnasiums an der Theresianischen Militärakademie (MilAk) Wiener Neustadt machten sich am Mittwoch zu Pferd, per Fahrrad und laufend auf den Weg nach Wien um gegen die Schließung ihrer Schule © MilAk
Schülerinnen und Schüler des Bundesoberstufenrealgymnasiums an der Theresianischen Militärakademie (MilAk) Wiener Neustadt machten sich am Mittwoch zu Pferd, per Fahrrad und laufend auf den Weg nach Wien um gegen die Schließung ihrer Schule zu protestieren.
© MilAk
Im Rahmen der Online-Petition „Rettet das BORG an der Theresianischen Militärakademie“ hatten sich innerhalb von nur vier Wochen Laufzeit rund 35.000 Menschen gegen die Pläne von Minister Gerald Klug (SPÖ) und seiner Berater ausgesprochen, das Militärrealgymnastiums Wr. Neustadt im Zuge der Bundesheer-Reform zu schließen (Pferderevue Online hatte berichtet). Für die Schulleitung ist dieses Ergebnis „ungewöhnlich und vielsagend zugleich“.

Vergangenen Mittwoch wurden die Unterschriften-Listen nun per Pferd, Fahrrad und zu Fuß bis ins Wiener Parlament gebracht und an Parlamentsdirektor Dr. Harald Dossi, Abg. Otto Pendl (SPÖ), Abg. Bernd Schönegger (ÖVP), Abg. Mario Kunasek (FPÖ), sowie Christoph Vavrik (NEOS) übergeben. Seitens der Parlamentarier wurde zugesagt, sich für den Erhalt dieser in Österreich einzigartigen Bildungseinrichtung aktiv einzusetzen.

Sicherung des Schulbetriebs bis 2018 gefordert

Ursprünglich war eine Schließung des Militärrealgymnasium bereits für das Jahr 2016 vorgesehen, nach großem medialen Echo hatte ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger jedoch klargestellt, dass sämtliche derzeit in der MilAk untergebrachten Schüler ihre Matura noch in Wr. Neustadt ablegen können. Dies wurde von Landesschulratspräsident Hermann Helm mit Verweis auf das Schulunterrichtsgesetz bestätigt. Weil in Militärkreisen nach wie vor von einer Schließung in zwei Jahren die Rede ist, ist die Verunsicherung in Wiener Neustadt nach wie vor groß - insbesonmdere bei Schülern und Eltern.

Die 35.000 gesammelten Unterschriften wertet die Schulleitung als klares Signal, dass die Österreicher „in einem hohen Maß erbost über den Sachverhalt, dass man eine öffentliche Schule so unbedacht schließen will, ohne auf die Konsequenzen zu achten“ seinen. Schulleiter Werner Sulzgruber hielt fest, dass der Minister sicher nicht sein Gesicht verlieren werde, „wenn er einen kleinen Baustein in seinem Plan zurücknimmt“. Er werde vielmehr Fürsprecher gewinnen, wenn er im Sinne der klar zum Ausdruck gebrachten Meinung der Staatsbürger handle.

Generelles Aus für Reiterei in Wr. Neustadt

Seit Jahren ist das BORG an der Theresianischen Militärakademie vor allem bei jungen Mädchen beliebt, zumal hier als Wahlsport Reiten angeboten wird. Sollte es aufgrund der Schließung des Oberstufenrealgymnasiums künftig keine reitenden Schülerinnen und Schüler mehr an der MilAk geben, wird auch der Wahlsport Reiten für die in Offiziersausbildung befindlichen Fähnriche eingestellt werden.
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