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25.06.2012

36 österreichische Haflinger für Izmir

19 Stuten und 17 Wallache aus Österreich werden ab Juli in der türkischen Millionenstadt Izmir ihren Dienst als Fiakerpferde antreten.

Haflinger als türkische Fiakerpferde – das gibt es ab Juli in Izmir zu sehen, wenn die Blondschöpfe aus Österreich an der Promenade der drittgrößten Stadt der Türkei Touristen in klassisch viktorianischen Kutschen auf eine Stadtrundfahrt mi © www.izmir.bel.tr
Haflinger als türkische Fiakerpferde – das gibt es ab Juli in Izmir zu sehen, wenn die Blondschöpfe aus Österreich an der Promenade der drittgrößten Stadt der Türkei Touristen in klassisch viktorianischen Kutschen auf eine Stadtrundfahrt mitnehmen.
© www.izmir.bel.tr
Die Blondschöpfe aus Österreich sind Teil eines Pilotprojektes der Stadtregierung Izmir, die mit dem Einsatz der Fiaker einerseits eine alte Tradition wieder aufleben lassen möchte. Andererseits sollen die Kutschen als umweltfreundliches Verkehrsmittel dienen.

Die Auswahl der Tiere wurde über die ARGE Haflinger Österreich gesteuert, eine Auswahl an 50 Pferden aus den Mitgliedsverbänden und dem Haflingerpferdezuchtverband Tirol wurde unter Koordinierung des Landespferdezuchtverbandes Salzburg mit Geschäftsführer DI Hans Wieser vorgestellt. Bei den Musterungen, die am Fohlenhof in Ebbs und im Pferdezentrum Stadl-Paura stattfanden, wurden die Pferde im Alter von drei bis sechs Jahren vor der Kutsche präsentiert und durch die türkische Ankaufskommission auf Herz und Nieren geprüft. Besonders auf die Umgänglichkeit  wurde großer Wert gelegt.

Insgesamt wurden 36 Tiere ausgewählt, mit elf Stück wurden die meisten Pferde aus dem Bundesland Oberösterreich angekauft, gefolgt von der Steiermark mit sieben, Salzburg mit sechs, Tirol mit fünf, Kärnten mit vier und Niederösterreich mit insgesamt drei Pferden. Für die ausgewählten 19 Stuten und 17 Wallache ging es danach erstmal ab in die Quarantäne, wo eine Reihe von Blutuntersuchungen auf Krankheiten wie Rotz, Beschälseuche, Infektiöse Anämie, Salmonellose und Piroplasmose sowie für die Stuten Tupferabstriche auf CEM (ansteckende Gebärmutterentzündung) durchgeführt wurden. Mit negativen Untersuchungsergebnissen ausgestattet, traten die zukünftigen Fiakerpferde unter amtstierärztlicher Aufsicht ihre 40-stündige Reise in die Türkei mit Zwischenstopp in Bulgarien an.

Mittlerweile sind die Pferde wohlbehalten an ihrem Bestimmungsort angekommen und erfreuen sich bester Gesundheit. „Die Abwicklung eines Pferdetransportes stellt mich immer wieder vor neue Herausforderungen und bleibt jedes Mal spannend“, resümiert Johann Haberl, Geschäftsführer der Firma Austrovieh, die den Zuschlag für die Lieferung erhalten hatte.

Künftig wird die Promenade von Izmir nun auch einen Hauch österreichischen Flairs versprühen, wenn die Touristen eine Stadtrundfahrt mit Haflingerpferden genießen. Für die heimischen Haflingerzüchter ist der Export von 36 Pferde in das „EU-Ausland“ angesichts der derzeit eingespannten Marktsituation wieder ein kleiner Erfolg, der für die geleistete Arbeit in der Österreichischen Pferdezucht spricht.

Quelle
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