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03.03.2015

4. Österreichische Pferdefachtagung: Von A wie Ausbildung bis Z wie Zukunft der Pferdewirtschaft

Zum bereits vierten Mal fand am 28. Februar die österreichische Pferdefachtagung in Aigen im Ennstal statt. Neben aktuellen Themen aus der Pferdewirtschaft, sprachen die Experten über Hufkrankheiten und Ausbildungen im Pferdebereich.

Neben aktuellen Themen rund um Pferdewirtschaft, Pferdehaltung und medizinische Belange standen bei der 4. Österreichsichen Pferdefachtagung in Aigen auch Ausbildungsmodelle im Pferdesektor auf dem Programm. © petert2 - fotolia.com
Neben aktuellen Themen rund um Pferdewirtschaft, Pferdehaltung und medizinische Belange standen bei der 4. Österreichsichen Pferdefachtagung in Aigen auch Ausbildungsmodelle im Pferdesektor auf dem Programm.
© petert2 - fotolia.com
Die Pferdefachtagung in der Puttererseehalle in Aigen ist mittlerweile für viele pferdebegeisterte ÖsterreicherInnen zur Tradition geworden. Zum vierten Mal fand diese vom Forschungszentrum für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein organisierte Informationsveranstaltung statt und zog knapp 450 Besucher an. Organisator Univ.-Doz. Dr. Karl Buchgraber schaffte es erneut namhafte Experten auf die Bühne zu bringen.

Gleich zu Beginn der diesjährigen Veranstaltung standen die aktuellen Herausforderungen der Pferdewirtschaft auf dem Programm. Dr. Leopold Erasimus, Geschäftsführer der ZAP, sprach über die Probleme rund um die Trennung landwirtschaftlicher von gewerblicher Pferdehaltung und die Gefahr, die von der immer strengeren Auslegung der Gewerbeordnung ausgeht. Landesjägermeister-Stellvertreter Josef Monz brachte die häufig nicht ganz einfach Situation zwischen Reitern und Jägern aufs Tablet. Diese sei nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Gesprächen zu bewältigen, so der Tenor.

Die Präsidentin des Vereins e.motion, Gundula Hauser, widmete sich der Frage was es braucht um glücklich zu sein und wie man im Umgang mit Pferden ein glücklicherer Mensch wird. Ihr Fazit: Alleine die Berührung eines Pferdes macht glücklich und Handys sollten im Stall verboten werden. Vom Glück der Menschen zum Glück der Pferde: Sigrid Koch, Inspekteurin des deutschen Vereins LAG stellte am Beispiel der Integrationsmodelle das Konzept und die Vorteile eines Laufstalles vor. Ihren fachlich interessanten Vortrag rundete Koch mit vielen Fotos und Erfahrungen aus der Praxis ab.

Ein weiterer Themenblock widmete sich der Hufproblematik. Wer langatmige medizinische Vorträge befürchtete, konnte schon bei der ersten Rednerin aufatmen. Universitätsprofessorin Dr. Florien Jenner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien gab mit Hilfe vieler Fotos und Videoaufnahmen einen Überblick über die häufigsten Huferkrankungen. Hufschmied Erwin Hartner knüpfte an dieses Thema an und stellte entsprechende Spezialbeschläge sowie Lösungen mit Hufschuhen vor. Die Krankheit Hufrehe zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Themenblock. Dr. Sonja Berger von der Vet.-Med.-Uni Wien erläuterte Symptome und Behandlungsmethoden der beiden Stoffwechselkrankheiten „Equine Metabolisches Syndrom“ (EMS) und „Equine Cushing Syndrom“ (ECS). Laut Berger leidet der mit Abstand größte Teil der Hufrehe-Patienten eigentlich an einer dieser Erkrankungen, die in weiterer Folge zu Hufrehe führen. Zu guter Letzt widmete sich Dr. Birgit Lengwenat noch dem Thema Fütterung im Zusammenhang mit Hufrehe. Ihr Fazit: so wenig Kraftfutter wie möglich füttern und Wiesen nicht zu tief mähen.

Im letzten Block der ganztägigen Veranstaltung wurden diverse Ausbildungsmodelle im Pferdesektor vorgestellt. Von den Ausbildungen der Landwirtschaftskammer, über jene des OEPS, bis hin zum Bachelorstudium Pferdewissenschaften wurde dem Publikum jegliche Aus- und Fortbildungsart kurz und bündig beschrieben.

Am Ende des Tages fragte Dr. Buchgraber das Publikum nach Themenwünschen für die Pferdefachtagung im Jahr 2016. Eines kann man wohl schon jetzt sagen: für interessanten Gesprächsstoff im Jahr 2016 ist gesorgt!
 
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