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10.09.2014

8 Dinge, die Reiter am Herbst lieben – oder hassen

Der Herbst ist für viele Reiter die schönste aller Jahreszeiten, um ihrem Hobby in vollen Zügen zu frönen. Doch er hat nicht nur seine guten Seiten.

Weniger Insekten

Dass sich mit der Schwüle des Sommers vielerorts auch die lästigen Plagegeister endlich wieder verabschiedet haben, ist ein klarer Pluspunkt für den Herbst. Bremsen und Fliegen sind bereits deutlich in ihrer Zahl reduziert und lassen endlich unbeschwerte Ritte zu, ohne von einer Wolke aus Insektenspray umgeben oder in Fliegennetze eingehüllt zu sein. Wer uns allerdings weiterhin erhalten bleibt, sind sie Zecken. Die lästigen Blutsauger bleiben aktiv, solange die Temperaturen über 8° C liegen. Wer viel ausreitet und dabei gerne auch absteigt und durch Gras und Laub marschiert, sollte jetzt seinen Impfschutz überprüfen und auch sein Pferd regelmäßig kontrollieren, um Krankheiten wie Borreliose frühzeitig abzuwenden.
Mit den sinkenden Temperaturen kommt auch die Energie zurück in unsere Pferde. © www.perfectshot.at
Mit den sinkenden Temperaturen kommt auch die Energie zurück in unsere Pferde.
© www.perfectshot.at

Perfekte Temperaturen

Auch wenn wir im vergangenen Sommer, der zumindest vom meteorologischen Standpunkt aus noch bis zum 23. September dauert, kaum von großer Hitze geplagt (oder verwöhnt) wurden, sind die Temperaturen im Herbst dennoch ein ganzes Stück angenehmer. Sobald sich das Thermometer nur noch in Bereichen zwischen 10 und 20 Grad bewegt, kehrt auch bei vielen Pferden die Energie zurück, die sie über die Sommermonate haben vermissen lassen. An September- und Oktobertagen mit sonnigem Wetter kühlt es in klaren Nächten stark ab, dadurch wird die Luft herrlich klar - ideal um richtig durchzuatmen! Übrigens: Nach dem verregneten Sommer sieht die Wetterprognose für die kommenden drei Monate recht vielversprechend aus. Will man den Meteorologen der ZAMG Glauben schenken, erwarten uns ab Mitte September überdurchschnittliche Temperaturen und viel Sonnenschein!

Leuchtendes Farbenspiel

Bevor der Winter Einzug hält, präsentiert sich die Natur noch einmal von ihrer schönsten Seite. Nach und nach tauschen Laubbäume allerorts das einheitliche Grün gegen spektakuläre Gelb-, Orange- und Rottöne. Für den legendären „Indian Summer“ muss man also nicht zwingend nach Nordamerika reisen, denn dieses Naturschauspiel bietet sich hierzulande praktisch vor jeder Stalltür und lädt zu ausgedehnten Ausritten ein. Genießen Sie die Farbenpracht, so lange sie dauert, denn der goldene Herbst ist nur allzu schnell wieder vorbei und die Laubbäume hüllen dann in ihr wenig attraktives kahles Winterkleid.
Das leuchtende Farbenspiel der Natur zählt zu den besonders schönen Seiten des Herbstes. © Nyberg - fotolia.com
Das leuchtende Farbenspiel der Natur zählt zu den besonders schönen Seiten des Herbstes.
© Nyberg - fotolia.com

Ausgeglichene Staubbilanz

Staubende Vierecke sind im Herbst nur noch selten anzutreffen. Ein klarer Pluspunkt für diese Jahreszeit! Wer allerdings bevorzugt in der Halle reitet, muss dicke Luft auch weiterhin in Kauf nehmen, denn gerade in Monaten mit niedrigen Temperaturen steigt das Staubaufkommen unter Dach. Dafür wird die Keimbelastung in der Hallenluft wieder geringer als im Sommer. Hier halten sich die Vor- und Nachteile also die Waage.

Weniger Koppelgang

Die Tage werden schon jetzt wieder merklich kürzer, damit reduziert sich für viele Pferde auch die Koppelzeit deutlich. Und auch von der geliebten Weide heißt es für die meisten bald Abschied nehmen. Das bedeutet zwar auf der einen Seite, dass damit die Grasbäuche endlich wieder kleiner werden, andererseits bringt die nun wieder reduzierte Bewegung auch reichlich Nachteile für den Pferdeorganismus mit sich, weshalb sich Pferdebesitzer Müßiggang über die kommenden Monate möglichst verkneifen sollten - selbst wenn der innere Schweinehund noch so gerne lieber gemütlich daheim am kuscheligen Sofa faulenzen möchte.

Atypische Weidemyopathie

Diese gefürchtete Pferdekrankheit steht ganz klar auf der Negativseite des Herbstes und hat schon bald wieder Hochsaison. Die atypische Weidemyopathie tritt gehäuft nach einem plötzlichen Kälteeinbruch auf, die Tiere zeigen plötzliche Steifheit und Muskelzittern, einen schwankenden Gang und Schweißausbrüche. Die Schleimhäute sind gering- bis hochgradig gerötet, Puls- und Atemfrequenz erhöht. Durch den über den Urin ausgeschiedenen Muskelfarbstoff ist der Harn dunkelrot bis braun verfärbt. Leider sind die Heilungschancen selbst bei früher und schnell eingeleiteter Behandlung nur sehr gering. Auslöser der gefürchteten Krankheit sind nach neuesten Erkenntnissen Toxine mancher Ahorn-Arten. Speziell die Samen des auch bei uns heimischen Bergahorns gelten als potentiell gefährlich. Wer solche Bäume auf der Weide hat, sollte seine Pferde in den Monaten Oktober bis November vorsorglich nicht dort grasen lassen.
Weiden mit viel Laub sollten vor allem in den Monaten Oktober und November besser gemieden werden - ganz besonders dann, wenn sich darunter auch Blätter des Bergahorns befinden. © Jessmine - fotolia.com
Weiden mit viel Laub sollten vor allem in den Monaten Oktober und November besser gemieden werden - ganz besonders dann, wenn sich darunter auch Blätter des Bergahorns befinden.
© Jessmine - fotolia.com

Fellwechsel

Der Wechsel des Haarkleides von der Sommer- auf die Winterausführung ist weniger spektakulär als die umgekehrte Wandlung – zumindest was den Pflegeaufwand für uns Reiter anbelangt. Für manche – vor allem ältere – Pferde, ist der Fellwechsel allerdings nicht selten mit einer besonderen Anstrengung verbunden, denn um ihr leichtes Sommerkleid in einen dicken Pelz zu verwandeln, müssen die Pferde einiges an Energie aufwenden. Dazu sollten die Nährstoffreserven jetzt besonders gut gefüllt sein.
Ob Sie Ihr Pferd im Herbst eindecken und/oder scheren, sollten Sie von ihrem Vierbeiner und dessen Nutzung abhängig machen. © ssspablo - fotolia.com
Ob Sie Ihr Pferd im Herbst eindecken und/oder scheren, sollten Sie von ihrem Vierbeiner und dessen Nutzung abhängig machen.
© ssspablo - fotolia.com

Schur und Decke

Mit dem heranwachsenden Pelz werden für viele Pferdebesitzer auch die Themen Scheren und Eindecken wieder aktuell – meist lästige Seiten des Herbstes, denn das kurze und luftige Sommerfell des Pferdes ist um einiges praktischer in der Handhabung. Andererseits kann eine gut gemachte Schur auch richtig schick sein und der Kreativität des Scherenden sind kaum Grenzen gesetzt – solange das Wohl des Pferdes dabei nicht aus den Augen verloren wird. Das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners sollte auch ausschlaggebend dafür sein, ob Sie Ihr Pferd scheren und/oder eindecken – deshalb überlegen Sie gut, bevor Sie sich für einen dieser Schritte entscheiden.
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