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30.05.2017

9 Übungen für einen besseren Galopp

Eine kraftvolle Bergaufgaloppade, ausdrucksstark und schnurgerade ist der Traum jedes Reiters, doch nicht jedes Pferd ist von Natur aus mit solch einem Galopp ausgestattet. Ein flacher, eiliger Dreitakt lässt sich jedoch verbessern – Dr. Britta Schöffmann weiß wie.

Der Galopp – und alle anderen Grundgangarten – verbessert sich oft schon durch eine korrekte Gymnastizierung. © www.slawik.com
Der Galopp – und alle anderen Grundgangarten – verbessert sich oft schon durch eine korrekte Gymnastizierung.
© www.slawik.com
Ein Pferd zu reiten, das eine große, runde und kraftvolle Bergaufgaloppade hat, lässt bei jedem Reiter das Herz höher schlagen. Allerdings gibt’s auch Pferde, die im Dressurviereck oder Gelände ganz normal galoppieren – manche sogar flach, eilig, holprig und unbequem.

Ein guter, qualitätsvoller Galopp soll taktsicher, das heißt im klaren Dreitakt, rund und bergauf mit viel Raumgriff gesprungen sein. Unter dem Reiter kommen dann noch Anforderungen wie eine weiche und gleichmäßige Anlehnung sowie eine möglichst sicher erarbeitete Geraderichtung hinzu.

Ein korrektes Gebäude mit einem nicht zu langen, aber auch nicht zu kurzen Rumpf, einem zum Körper passenden Hals („Balancierstange“) und entsprechend langen Beinen mit günstig gewinkelten Gelenken (vor allem der Hinterhand) erleichtern es dem Pferd, einen solchen Galopp körperlich erfüllen zu können. Kurzbeinige Pferde, Pferde mit steil gestellter Hinterhand oder sehr steiler Schulter können sich dagegen nur innerhalb ihrer anatomischen Grenzen bewegen – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber Achtung: Das heißt jedoch nicht, dass Pferde mit guten körperlichen Voraussetzungen immer gut und Pferde mit ungünstigem Gebäude immer schlecht galoppieren. Zum einen gibt es diesbezüglich nämlich – wie so oft – die Ausnahmen von der Regel, zum anderen hängt die Qualität des Galopps maßgeblich auch von der Qualität der reiterlichen Einwirkung ab. Ein schlecht sitzender, unausbalancierter und klemmender Reiter kann sein Pferd so nachhaltig in der Bewegung stören, dass es zunächst zu einem „unrunden“ Bewegungsablauf beim Pferd kommt, mit der Zeit dann zu Muskelverspannungen, Muskelabbau und in der Folge auch zum Verlust von Takt, Rhythmus und Geschmeidigkeit – nicht nur des Galopps, sondern sämtlicher Bewegungen. Bei einer von Natur aus ohnehin eher begrenzten Galoppade geht diese Entwicklung natürlich schneller voran als bei einer guten Galoppade – aber auch die wäre vor dieser Negativspirale nicht sicher.

Eines ist jedoch ganz sicher: So wie sich aus einem Trabbi kein Formel-1-Wagen machen lässt, kann aus einem von Natur aus schlechten Galopp kein ausgezeichneter Galopp werden. Aber: Innerhalb seiner natürlichen Grenzen lässt sich die Qualität des Galopps bei jedem Pferd verbessern - mitunter sogar deutlich!

Balance und Einwirkung

Die Basis für gutes Reiten – und damit auch für einen guten Galopp – ist, man kann es nicht oft genug erwähnen, der ausbalancierte Sitz des Reiters, verbunden mit einem entsprechenden Timing der Hilfengebung, sprich einer sicheren Einwirkung. Ein steifer, klemmender und unausbalancierter und an den Zügeln ziehender Reiter kann nicht erwarten, dass sich sein Pferd unter ihm wie der geflügelte Pegasus bewegt. Sitzübungen jeglicher Art – wie etwa Reiten mit und ohne Bügel, der Wechsel zwischen Dressursitz, leichtem Sitz und Springsitz oder auch mal ganz ohne Sattel reiten – helfen in jedem Fall und fördern das Gleichgewicht des Reiters. Wer nicht locker ausbalanciert in der Bewegung des Pferdes mitschwingen kann, fängt schnell an, sich mit den Beinen festzuklammern oder an den Zügel festzuhalten und behindert sein Pferd – auch im Galopp.

Noch schwieriger ist das richtige Timing der Hilfen, also das Zusammenspiel von Kreuz-, Hand- und Schenkelhilfen. Letztlich muss der Reiter bei jedem Galoppsprung so einwirken, als wolle er gerade neu angaloppieren und Sprung für Sprung kleine, unsichtbare Impulse geben. Das ist allerdings noch schwieriger zu erlernen als der korrekte Sitz. Hier hilft nur: reiten, reiten, reiten – und das möglichst unter Anleitung eines sehr guten Trainers, der es versteht, im richtigen Augenblick die richte Anweisung zu geben, so dass der Reiter ein Gefühl für den richtigen Moment entwickelt.
Innerhalb seiner natürlichen Grenzen lässt sich die Qualität des Galopps bei jedem Pferd verbessern. © www.slawik.com
Innerhalb seiner natürlichen Grenzen lässt sich die Qualität des Galopps bei jedem Pferd verbessern.
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Die Skala der Ausbildung

Mit einem ausbalancierten Sitz und der richtigen Hilfengebung erfüllt der Reiter schon mal den wichtigsten Punkt auf dem Weg zum verbesserten Galopp. In Folge kommt dann die Skala der Ausbildung mit ihren Inhalten Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung ins Spiel. Denn während der korrekten Gymnastizierungsarbeit gemäß der Skala der Ausbildung hat sich schon so mancher Galopp deutlich verbessert!

Vor allem die ersten drei Punkte der Skala bilden eine wichtige Grundlage für die Qualität der Gangarten. Ein verspanntes, aufgeregtes Pferd mag vielleicht noch ausdrucksvoll traben (auch wenn dies nichts mit natürlichem Ausdruck zu tun hat), ausdrucksvolles Galoppieren unter Spannung ist dagegen nicht möglich. Gerade im Schritt und im Galopp führt Spannung sehr schnell zu Taktfehlern, und der Galopp wird zu einem stakkatoartigen Auf- und Abhüpfen. Sämtliche Übungen und Lektionen zur Förderung, Verbesserung und Festigung der ersten drei Skala- Punkte sollten deshalb im Training immer wieder eingesetzt werden.

Ganz oben auf der Übungsliste sollte dabei das Reiten von Übergängen in allen erdenklichen Variationen stehen: Übergänge zwischen den Gangarten (Schritt – Trab, Trab – Galopp – Trab, Galopp – Schritt), innerhalb der Gangarten zwischen Arbeitstempo, Zulegen und Versammlung (je nach Ausbildungsgrad des Pferdes) wechselnd sowie Übergänge aus allen Gangarten zum Halten. Gerade die ganzen Paraden, hin und wieder kombiniert mit Rückwärtsrichten und daraus antraben/ angaloppieren, stellen gleichzeitig einen guten Übergang zum zweiten Teil der Skala-Inhalte dar, an deren Ende die Erreichung der Versammlung und die Optimierung der Durchlässigkeit stehen – beides Punkte, die automatisch auch das Galoppiervermögen eines Pferdes verbessern.
Galopp –Halt – Rückwärtsrichten – Angaloppieren kräftigt die Hinterhand. © www.slawik.com
Galopp –Halt – Rückwärtsrichten – Angaloppieren kräftigt die Hinterhand.
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Lektionen und Übungen

Der Galopp - immer vor dem Hintergrund eines insgesamt systematisch aufgebauten Trainings - lässt sich natürlich auch durch spezielle Lektionen und Übungen ganz gezielt verbessern. Dabei darf man den Galopp jedoch nicht losgelöst von allem anderen betrachten, sondern muss immer das Gesamtpaket im Auge behalten. Trainiert wird nämlich immer das ganze Pferd hinsichtlich Beweglichkeit und Kraft, und zwar in allen drei Gangarten. Trotzdem gibt es einige Übungen und Lektionen, die sich zur Verbesserung der Galoppade besonders anbieten.
Beim Zulegen muss sich das Pferd aus einem kraftvollen Impuls seiner Hinterhand heraus immer wieder an die Reiterhand herandehnen und den Schwung wieder herstellen. © www.slawik.com
Beim Zulegen muss sich das Pferd aus einem kraftvollen Impuls seiner Hinterhand heraus immer wieder an die Reiterhand herandehnen und den Schwung wieder herstellen.
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1. ZULEGEN - AUFNEHMEN
Beim Vorwärtsgaloppieren muss sich das Pferd aus einem kraftvollen Impuls seiner Hinterhand heraus immer wieder an die Reiterhand herandehnen und den Schwung wieder herstellen, im Moment des Einfangens muss es dagegen vermehrt Last über seine Hinterhand aufnehmen und die Hanken beugen. Im regelmäßigen Wechsel führt diese Arbeit vor allem zum Kraftaufbau und zu einem Mehr an Ausdruck.

2. GALOPP - HALT - RÜCKWÄRTSRICHTEN - ANGALOPPIEREN
Diese Abfolge von Übergängen ist der Übung zuvor sehr ähnlich, allerdings hinsichtlich Kraftanstrengung noch intensiver. Sollte der Reiter mal das Gefühl haben, der Schwung geht verloren, reicht zwischendurch eine Galoppverstärkung, um das „Go“ des Pferdes wieder aufzufrischen.

3. GALOPP-VOLTEN/-ACHTEN
Beim Reiten von kleineren Wendungen (bis zu 8 m Durchmesser) muss ein Pferd mit seinem jeweiligen inneren Hinterbein einen kürzeren Kreisbogen beschreiben. Um dies taktrein absolvieren zu können, winkelt es sein inneres Hinterbein ein wenig stärker an als das äußere und bleibt so im Gleichgewicht. Diese vermehrte Lastaufnahme trägt wieder zur Stärkung der Hinterhand bei, deshalb sollten Volten auch immer auf beiden Händen erarbeitet werden. Kombiniert mit einfachen Galoppwechseln (übrigens auch eine sehr gute Übung zum Verbessern der Galoppade) und der nächsten Volte auf der anderen Hand, also in Form einer Acht angelegt, wird dieser Effekt noch verstärkt.
4. ZIRKEL VERKLEINERN UND VERGRÖSSERN
Auch dies ist wieder eine Übung zur Intensivierung der Hankenbeugung und zur Stärkung der Hinterhand. Wichtig ist hier aber bereits ein gewisses Maß an Versammlungsbereitschaft, sonst schleudert das Pferd beim Verkleinern mehr als dass es trägt. Auch sollte sich der Reiter hier immer ein Kurzkehrt vor Augen führen: Beim Verkleinern im Galopp wendet die Vorhand tendenziell um die Hinterhand (in Perfektion wäre dies eine Galopppirouette). Versucht der Reiter dagegen, mit der Vorhand beginnend zum Kreismittelpunkt zu lenken, kann das Pferd das Gleichgewicht nicht halten (eine Vorhandwendung im Galopp ist nicht möglich!) und fällt mit der Hinterhand aus.

5. GALOPPVERSTÄRKUNG MIT ÜBERSTREICHEN
Viele Reiter reiten selbst im Mittelgalopp oder im starken Galopp eher zögerlich vorwärts und mit „angezogener Handbremse“. Mit zu fest anstehenden Zügeln hindern sie ihr Pferd daran, seinen Galoppsprung voll auszuspielen. Tipp: Einfach mal an der langen Seite eines Dressurvierecks oder auf einem großen Springplatz das Tempo bis zum starken Galopp erhöhen und dabei drei, vier Galoppsprünge beide Zügel überstreichen. Dies fördert meist die Galoppierbereitschaft des Pferdes und das Gefühl des Reiters fürs Galoppieren. Bei Pferden, die zum Buckeln neigen, diese Übung erst nach und nach steigern.

6. AUSSENGALOPP
Der Außengalopp kann ebenfalls dazu beitragen, die Galoppade eines Pferdes zu verbessern, da diese Lektion die Geraderichtung fördern kann. Je gerader ein Pferd auf einer Linie spurgenau unter seinen Schwerpunkt tritt bzw. springt, desto besser kann es sein Becken kippen und seine Lendenwirbel aufwölben – eine der Voraussetzungen für eine schöne Galoppade.
Der Außengalopp fördert die Geraderichtung, was für einen guten Galopp wichtig ist. © www.slawik.com
Der Außengalopp fördert die Geraderichtung, was für einen guten Galopp wichtig ist.
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7. GALOPPTRAVERSALEN
Sämtliche Seitengänge, richtig erarbeitet und ausgeführt, können die Qualität einer Bewegung verbessern, da sie zu mehr Beweglichkeit des Beckens und der Extremitäten des Pferdes führen. Bei den Seitengängen werden ganz andere Muskeln angesprochen – und damit auch trainiert – als beim geradeaus Reiten. Das Reiten von Galopptraversalen kann deshalb auch den Galopp an sich ein wenig ausdrucksvoller machen. Aber Vorsicht: Nichts übertreiben! Bei den Traversalen wirken seitliche Scherkräfte, die, vor allem bei jungen Pferden, nicht unterschätzt werden sollten. Eine entsprechende körperliche Vorbereitung auf Traversalen ist sehr wichtig.

8. "GALOPP AUF DER STELLE"
Natürlich kann man nicht wirklich auf der Stelle galoppieren, zumindest nicht im Dreitakt. Aber bei einem bereits recht sicher versammelten Pferd ist es möglich, dieses noch mehr zurückzunehmen und zwei, drei Sprünge so zu versammeln, dass es nur mehr zu einem minimalen Raumgewinn kommt. Das Pferd scheint also auf der Stelle zu galoppieren. Das gelingt aber nur, wenn das Pferd in der Lage ist, seine Hanken deutlich zu beugen, so als ob es Kniebeugen machen wolle. Die Übung fördert den Kraftaufbau, erfordert aber bereits auch schon viel Kraft und ist deshalb nur etwas für fortgeschritten ausgebildete Pferde. Immer mal wieder in die Galopparbeit eingebaut, lässt sich hierüber die Qualität der Sprünge noch einmal verbessern. Die Fähigkeit (von Reiter und Pferd), mit dem versammelten Galopp auf diese Weise zu spielen, ist auch Voraussetzung für das Reiten von Arbeitspirouetten und später von Galopppirouetten.

9. ARBEITSPIROUETTEN
Darunter versteht man eine Vorform der eigentlichen Galopppirouette, wobei in der Arbeitspirouette die Hinterbeine einen größeren Kreisbogen beschreiben als in einer „richtigen“ Pirouette. Anfangs reitet man Arbeitspirouetten am einfachsten aus dem Verkleinern eines Zirkels heraus, später lassen sie sich auch von einer geraden Linie aus beginnen. Die Arbeitspirouette dient dazu, die Hilfengebung für die spätere Pirouette zu erlernen und zu verfeinern und dem Pferd den Bewegungsablauf nahezubringen, ohne es bis zum höchsten Schwierigkeitsgrad, eben der Wendung auf kleinstem Kreisbogen, zu fordern. Dem Pferd fällt es so leichter, sein Gleichgewicht zu halten und sich nach und nach an das Verkleinern bis zur Pirouette heranzutasten, statt sich einfach herumzuschmeißen. Da diese Übung eine sehr versammlungsfördernde Wirkung hat, eignet sie sich auch zur Verbesserung der Galoppqualität. Voraussetzung ist jedoch bereits ein recht hoher Versammlungsgrad.
Auch die Arbeit mit Cavaletti kann die Qualität des Galopps positiv beeinflussen. © www.slawik.com
Auch die Arbeit mit Cavaletti kann die Qualität des Galopps positiv beeinflussen.
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Abseits der Dressur

Der Weg zum besseren Galopp führt aber nicht ausschließlich über die Dressur (wenn auch zu großen Teilen). Auch der Einsatz von Bodenstangen und Cavaletti kann Wunder wirken, denn mit ihrer Hilfe kann der Reiter bei seinem Pferd Muskelpartien aktivieren, die im herkömmlichen Training wenig beansprucht werden.

Nach Vorübungen wie das Galoppieren über einzelne Bodenstangen, mehrere Bodenstangen und/oder halbhoch aufgestellte Cavaletti auf gerader Linie hilft besonders das Galoppieren über Bodenstangen/Cavaletti auf gebogener Linie, die Sprungkraft des Pferdes im Galopp zu verbessern.

Sehr gut geeignet und auch organisatorisch gut machbar ist folgender Aufbau: Drei bis vier Cavaletti werden fächerförmig so auf dem inneren Rand eines Zirkels aufgebaut (niedrigste Höhe), dass der Reiter problemlos außen herum galoppieren kann, ohne die Cavaletti überwinden zu müssen. Der Abstand der Cavaletti liegt im Fächerinnenrand bei etwa 2 m, am Außenrand bei etwa 3 m (für Ponys entsprechend kleinere Abstände). Während der Galopparbeit auf dem Zirkel kann der Reiter nun mal über die Cavaletti reiten oder mal außen vorbei, damit es fürs Pferd nicht zu anstrengend wird. Der Vorteil der Fächerung: Reitet der Reiter weiter innen, muss das Pferd seinen Galoppsprung höher und kürzer anlegen, reitet er weiter außen, muss es ihn entsprechend länger machen. Dieser Wechsel verbessert den Takt, den Rhythmus sowie die Flugphase des Galoppsprungs.
Neben dem Training auf dem Reitplatz verbessern auch ein Galopp durch Wasser oder mal flotter über eine Wiese (wo es erlaubt ist!) den Galopp. © www.slawik.com
Neben dem Training auf dem Reitplatz verbessern auch ein Galopp durch Wasser oder mal flotter über eine Wiese (wo es erlaubt ist!) den Galopp.
© www.slawik.com

Ab ins Gelände

Last but not least bieten sich auch im Gelände Möglichkeiten, positiv auf das Galoppiervermögen seines Pferdes einzuwirken. Einmal sein Pferd „richtig gehen zu lassen“, im vollen Galopp bis zur wirklichen Streckung seines Körpers zu bringen, macht nicht nur beiden Seiten Spaß, es führt auch zu mehr Beweglichkeit der Gelenke, zu einem optimalen Zusammenspiel der Muskulatur und außerdem zu der so wichtigen Durchlüftung der Pferdelunge. Die Mischung zwischen Kraft- und Ausdauerarbeit setzt außerdem einen ganz eigenen Trainingsreiz, der durch unterschiedliche Geländebedingungen noch verstärkt wird.

Am besten eignet sich eine Geländestrecke, bei der sich Bergauf- und Bergab-Etappen abwechseln. Dadurch muss sich das Pferd mehr auf seine Beine konzentrieren – das Gleichgewicht des Pferdes wird verbessert, es bekommt dadurch ein besseres Körpergefühl und wird trittsicherer. Zudem ermöglicht der Wechsel zwischen bergauf und bergab auch einen Wechsel in der Beanspruchung der Muskulatur. Zu lange nur bergauf wäre ebenso zu anstrengend wie zu lange nur bergab und würde das Pferd lediglich muskulär ermüden, statt es sinnvoll zu trainieren. Wer den Mut und das Können hat und außerdem die Möglichkeiten dazu im Gelände, kann (mit Bedacht und entsprechender Vorsicht) auch natürliche Geländehindernisse nutzen. Auch Bäche oder Teiche kann man für das Galopptraining nutzen (natürlich nur da, wo es erlaubt ist): Der Wasserwiderstand veranlasst das Pferd zum kraftvolleren Galoppieren und fördert damit auch wieder den Muskelaufbau.

Mit etwas Geduld und Ausdauer sowie Rücksicht auf die körperlichen Voraussetzungen des Pferdes wird sich mit Hilfe dieser Übungen der Galopp Ihres Pferde mit Sicherheit verbessern – und schlussendlich wird vermutlich nicht nur die Galoppade des Pferdes besser, sondern das gesamte Pferd.

Dr. Britta Schöffmann

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Dieser Artikel von Dr. Britta Schöffmann wurde erstmals in Ausgabe 8/2015 der Pferderevue veröffentlicht. Pferderevue AbonnentInnen können diese Artikel zusammen mit über 40.000 weiteren in unserem Online-Archiv kostenlos nachlesen. Einfach unter Service/Online-Archiv einloggen und in allen Heften aus über 25 Jahren Pferderevue zum Nulltarif blättern!
Juni 2017 Cover © Eva Kaswurm
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