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23.09.2013

AWÖ Bundeschampions 2013 sind gekürt

Zwölf Titel in sieben Kategorien wurden von 20. bis 22. September bei den AWÖ Bundeschampionaten im Pferdezentrum Stadl-Paura vergeben, neue Champions gibt es allerdings 13, denn in der Materialpferdeprüfung der vierjährigen Pferde gab es gleich zwei Sieger.

Ein Wochenende früher als gewohnt ging diesmal das AWÖ Bundeschampionat über die Bühne und auch heuer erfreute sich das heimische Zuchthighlight wieder reger Beteiligung - vor allem in den Dressurbewerben war der Andrang erfreulich hoch. Insgesamt wurden zwölf Titel vergeben, in den Zuchtbewerben wurden die Fohlen-, die Materialpferde (drei- und vierjährige) und die Bundesjungstutenchampionate ausgetragen, in den Sportbewerben ging es um Titel in der Dressur (Vier- bis Fünfjährige und Fünf- bis Sechsjährige), im Springen (Fünfjährige und Sechsjährige), im Gelände und im Fahren.

Kopf-an-Kopf-Rennen in der Vielseitigkeit

Den Auftakt in den Titelentscheidungen machten die Vielseitigkeitspferde, die in diesem Jahr besonders viel Spannung boten. Insgesamt neun Pferde stellten sich der 1.670 m langen anspruchsvollen Geländestrecke in Stadl-Paura, auf der es 15 Hindernisse in vorgegebener Zeit zu überwinden galt – sieben beendeten diese mit einem positiven Ergebnis. Den Titel holte Askno (z: Franz Maier, SBG), ein siebenjähriger Wallach von No Dancer xx, der für seine bestechende Leistung im Gelände die Wertnote 9,0 erhielt und mit gesamt 31,72 Punkten auf Platz eins schloss. Vizechampionesse wurde die Stute Walide aus der Zucht von Hans Schrenk. Mit Dominik Riener im Sattel brachte es die Belluno-Tochter im Gelände auf 8,8 und gesamt auf 31,48 Punkte. Auf Rang drei platzierte sich Colloredo von Come On II vom Zuchthof Neumann-Ullrich in Altlengbach. Mit einer Geländewertung 8,2 kam der Rapphengst im Gesamtklassement auf 31,44 Punkte und komplettierte damit das dicht beieinander liegende Siegertrio.

Siege für Larissa und Cassandra L bei den Jungstuten

Am Samstagabend wurde es dann für Österreichs hoffnungsvolle Mutterstuten in der Bundesjungstutenschau ernst. Dass sich die heimische Warmblutpferdezucht in Sachen gute Mutterstuten nicht mehr hinter den großen Zuchtgebieten verstecken muss, zeigte sich schon bei den qualitätsvollen Fohlen der vergangenen Jahre.
Eine Stute von höchster Qualität: Die Scolari-Tochter Cassandra L überzeugte mit einer Wertnote von 8,6 in der Klasse der vierjährigen Stuten. © Stefan Seiberl
Eine Stute von höchster Qualität: Die Scolari-Tochter Cassandra L überzeugte mit einer Wertnote von 8,6 in der Klasse der vierjährigen Stuten.
© Stefan Seiberl
Strahlende Siegerin der Dreijährigen wurde die von Johann Schindler aus Walpersbach gezogene Larissa von Florencio I die in allen Bewertungskriterien überzeugte und mit Endnote 8,2 als Bundessiegerin vom Platz ging. Rang zwei holte Exquisit EM von Puschkin (Z.: Ernst Mayr, St. Marienkirchen) mit 8,1, an der dritten Stelle reihte sich Gerwana von Fürst Grandios (Z.: Christian Großholzner, Bad Hall) mit 8,0 ein.

Bei den Vierjährigen waren am Nachmittag 18 Stuten präsentiert worden, sieben davon schafften es schlussendlich ins Finale. Hier gewann die Scolari-Tochter Cassandra L aus der Zucht von Alexander Liebscher aus Mank mit der überragenden Wertnote 8,6. Auf eine Gesamtwertung von 8,2 brachte es Rose Garden von Orpheus (Z: Jürgen Wunsch), die damit Platz zwei belegte, dicht gefolgt von Baskaya „F“, einer Stute von Davignon II aus der Zucht von Gerhard Flacher, die mit 8,1 bewertet wurde.

Beide Fohlentitel 2013 an Alfred Leser

Die Fohlenchampionate wurden zum Triumph des Alfred Leser. Der Unterpetersdorfer stellte sowohl bei den Hengst- als auch den Stutfohlen den Sieger 2013.
Abräumer bei den Fohlen: Alfred Leser holte mit Maurizio und Giulietta sowohl bei den Hengst- als auch den Stutfohlen den Titel. © Stefan Seiberl
Abräumer bei den Fohlen: Alfred Leser holte mit Maurizio und Giulietta sowohl bei den Hengst- als auch den Stutfohlen den Titel.
© Stefan Seiberl
Von den Bewegungskriterien mehr als überdurchschnittlich und bestens herausgebracht überzeugten der schwarzbraune Maurizio von Millennium und die braune Giulietta von Destano mit 8,67 gleichermaßen und setzten sich damit gegen ihre übrigen sechs bzw. acht Konkurrenten durch.

Bei den Hengstfohlen lagen auf den Plätzen zwei und drei Quentin RGF von Quaterback (Z.: Julia Hruby, Ma. Lanzendorf) und Bumerang von Boston (Z.: Johann Scheuringer, Rainbach) mit den Wertnoten 8,50 und 8,33. Bei den Stutfohlen waren es Bella Ballerina von Blue Hors Zack (Z.: Andreas Winter) mit 8,50 und Destina von Desperados (Z.: Benedikt Rainer, Maishofen) mit 8,33, die für besonderes Aufsehen sorgten.

Drei Champions bei den Materialpferden

Der Sonntag wurde mit den Finalentscheidungen bei den Materialpferden eröffnet. Jeweils die vier von den Richtern am besten bewerteten Pferde gingen in den Fremdreitertest, der heuer von Harald Siegl und Stefan Peter abgenommen wurde. Bei den Dreijährigen ging der Sieg mit Wertnote 8,61 an den Hengst David von Davignon II (Z.: Mag. Christian Aschauer, Gföhl) der unter Heinz-Jörg Wächter mit drei überdurchschnittlichen Grundgangarten und außerordentlicher Rittigkeit überzeugte. Als Vizechampion ging Willibalds’s Rotgold von Rhaposario (Z.: Isabella Willibald, Oisnitz) unter seinem Reiter Martin Hauptmann hervor. Der Wallach punktete in allen Kriterien gleichmäßig und kam auf die Endbewertung 8,36. Dahinter platzierte sich die imposante Rappstute Wyona GMS von Sir Donnerhall I (Z.: Ludwig Scheuringer, Rainbach) mit der Gesamtnote 8,24 auf Rang drei.

Gleich zwei Sieger gab es bei den Vierjährigen. Sowohl Smeraldo STH von Swarovski (Z.: Mag. Claudia Wuggenig, Neuhaus) als auch Sir Sambucco GSH von Sir Donnerhall I (Z.: ÖR Peter Gradnitzer, Paternion) brachten es auf eine Wertnote von 8,63. Beide Hengste erreichten unter ihren Reiterinnen Stephanie Dearing und Jasmin Jaklic gute Grundnoten, die durch die Fremdreiter mit Bewertungen von über 9 nochmals aufgebessert wurden. Rang drei ging an den Bundeschampion des Vorjahres, Diavolo LWT von Damon Hill (Z.: Johann Schindler, Walpersbach), und seine Reiterin Luise Wessely-Trupp mit 8,57.

Neuerliche Erfolge für Rosarius und Del Piero

Die Dressurpferde-Finalentscheidung der Klasse A sah mit Rosarius einen bestens bekannten Sieger. Der dunkelbraune Hengst aus der Zucht von Hermann Karnitschnig aus Sillebrücke kann in seinen jungen Jahren bereits auf eine beachtliche Erfolgsbilanz zurückblicken. 2011 wurde er zum Bundeschampion der dreijährigen Reitpferde gekürt, 2012 folgten der Vizechampiontitel bei den Vierjährigen und ein dritter Platz beim Bundeschampionat für vier- und fünfjährige Dressurpferde. Anfang des Jahres holte der Rhaposario-Chromatico-Sohn  auch noch den Sieg bei der AWÖ-Körung. Unter seiner Reiterin Stephanie Dearing überzeugte der fünfjährige Hengst mit überaus elastischen Bewegungen und sicherte sich mit einer Wertung von 8,2 den Sieg.

Zwei zweite Plätze gab es in dieser Prüfung für den Materialpferdechampion des Vorjahres, den fünfjährigen Dunkelfuchshengst Del Piero 4 von Diamond Hit (Z.: Dr. Franz Humer-Niedermayr) und seinem Reiter Heinz-Jörg Wächter sowie für den fünfjährigen schwarzbraunen Hengst Quitello von Quite Easy (Z.: Wolfgang Stürzlinger, Desselbrunn), der von Joachim Gritsch vorgestellt wurde, mit Wertnote 8,1.

In der Klasse L war Del Piero dann allerdings nicht zu schlagen. Die offensichtliche Versammlungsbereitschaft und Sicherheit in den Lektionen gaben hier bei überdurchschnittlichen Grundgangarten den Ausschlag. 8,3 war die Endnote für den Sieg. Vizechampion wurde der fünfjährige Fuchshengst Rhaposanto KH von Rhaposario (Z.: Mag. Gerhard Pöllinger, Mühlen), der sich unter Stephanie Dearing sehr rittig und durchlässig präsentierte. Rang drei ging an den groß aufgemachten Wallach Moarhof’s Lord Clifden von Lord Loxley (Z.: Johann Breinesel, Weistrach) der unter seiner Reiterin Julia Röhrig seinen groß übersetzten Trab und Galopp bestens zeigen konnte.
Im Vorjahr noch auf Platz drei der vier-bis fünfjährigen Dressurpferde holte Rosarius von Rhaposario/Chromatico heuer den Titel in dieser Kategorie. © Stefan Seiberl
Im Vorjahr noch auf Platz drei der vier-bis fünfjährigen Dressurpferde holte Rosarius von Rhaposario/Chromatico heuer den Titel in dieser Kategorie.
© Stefan Seiberl

Inolette und Freiherr überzeugen bei den Springpferden

Bei den Springpferden setzten sich am  Ende in beiden Championaten jene Pferde durch, die über die ganzen drei Tage gute Leistungen erbracht hatten. Bei den Fünfjährigen war es die Fuchsstute Inolette von Calmiro (Z.: Franz Grosz, Halbturn) unter ihrer Reiterin Stefanie Hirnböck, die mit zwei Siegen und einem dritten Platz den Titel der Bundeschampionesse mit 24,80 Punkten erkämpfte. Vizechampionesse wurde die schwarzbraune Grande Dame 5 von Solist (Z.: Wolfgang Huemer, Gunskirchen) und Bettina Lechner mit 24,10 Punkten. Rang drei holten sich Libelle AH von Alexander der Große (Z.: Helmut Altmann, Andau) und Esther Gmall mit 23,50 Punkten.

Bei den Sechsjährigen gingen drei in das finale Stechen der Klasse LM. Fehlerfrei konnte diese Aufgabe kein Paar lösen, doch die schnellste Viererrunde zeigte Freiherr 10 von Frechdachs (Z.: Gerhard Schmuck, Frauental) mit seinem Reiter Christian Nussmüller und fixierte damit den Titelgewinn. Dicht auf den Fersen waren dem Paar allerdings Michael Pobitzer und der Wallach Calisco SDH von Cesano II (Z.: Beate Mathis, Hohenems) und Josef Konlechner mit der dunkelbraunen Stute D Indoctra von C-Indoctro (Z.: Peter Weszits jun. Maisbirbaum).

Fahrtitel an Fähnrich Felipe

Nach zwei Jahren Pause wurde heuer erstmals wieder ein Fahrpferdechampion gekürt. Den Titel holte Fähnrich Felipe von Frechdachs aus der Zucht von Walter Ertl aus Hohenkogel. An den Leinen von Josef Scheiblhofer präsentierte er sich mit allen Qualitäten, die ein Fahrpferd zu bieten haben muss.

Weitere Ergebnisse finden Sie auf der Homepage der ZAP und unter www.turnier-meldestelle.com
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