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21.09.2015

AWÖ Bundeschampions 2015 sind gekürt

Drei Tage lang wurden in Stadl-Paura die besten Warmblüter aus österreichischer Zucht an der Hand, unter dem Sattel und vor dem Wagen präsentiert. Die Pferde mit dem A-Brand überzeugten dabei auf ganzer Linie. In sämtlichen Bewerben durfte man sich heuer über hohes Niveau freuen.

8,67 gab"s für das beste Hengstfohlen des Jahrganges 2015: Qualiy W von Quantensprung © Hans Kraus
8,67 gab"s für das beste Hengstfohlen des Jahrganges 2015: Qualiy W von Quantensprung
© Hans Kraus
Bereits am Samstag wurden die Fohlenchampions gekürt. Bei den Junghengsten hatten es von 24 Bewerbern 18 in die zweite Runde geschafft. Das beste Zeugnis bekam hier der Quantensprung-Sohn Quality W ausgestellt. Der kleine Strahlemann aus der Zucht von Andreas Winter aus Altenmarkt/Tr. überzeugte das Richterkollegium auf ganzer Linie. Mit einer 9,0 für den Typ, sowie jeweils 8,5 für Exterieur und Bewegung wurde der Rapphengst mit einer Gesamtnote von 8,67 bewertet, die ihm die Siegerschärpe einbrachte. Auf den Plätzen zwei und drei lagen der Peron-M-Sohn Perino MBH (Z.: Petra und Stefan Wiesenberger, Natternbach) mit 8,5 und Dark Knight Rises von De Niro (Z.: Bettina & Jürgen Frantsits Ofenbach) mit 8,33. Insgesamt wurden acht Hengstfohlen als „gut“ mit Noten über 8,0 bewertet.

Eine Art Déjà-vu erlebten Zuseher und Richter beim Stutfohlenchampionat. Wie bereits 2013 ging der Titel auch heuer wieder an ein Millenium-Fohlen aus der Zucht von Alfred Leser. 9, 8,5 und 9 sammelte die typvolle Stute Giuletta für Typ, Körperbau und Bewegung und kam mit einer 8,83 dem „sehr gut“ schon sehr nahe. Zweimal die 9,0 gab es auch für Reservesiegerin Claudine L von Finest aus der Zucht von DI Alexander Liebscher (8,67) die Diamond-Hit-Tochter Mayfair aus der Zucht von Sandra Geyer wurde mit einer glatten 8,5 Dritte.
Aus der Erfolgsschmiede von Alfred Leser kommt auch die diesjährige Siegerin der Stutfohlen: Giuletta von Millenium setzte sich mit einer 8,83 gegen die Konkurrenz durch. © Hans Kraus
Aus der Erfolgsschmiede von Alfred Leser kommt auch die diesjährige Siegerin der Stutfohlen: Giuletta von Millenium setzte sich mit einer 8,83 gegen die Konkurrenz durch.
© Hans Kraus

Wieder ein Titel für Feine Lady

Ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen bot sich den Zusehern bei den dreijährigen Jungstuten. Hier hatten es von ursprünglich 14 jungen Damen fünf in den Endring geschafft, wo schließlich nur Nuancen über die Podestplätze entschieden. Der Sieg ging mit einer 8,3 an die langlinige Fuchsstute Wonderfull aus der Zucht von Dr. Bettina Fasching, Gleisdorf. Je eine 9,0 für Typ, Exterieur und Trab, sowie eine 8,5 für die Korrektheit und eine 8,0 brachten der Quaterhall-Tochter mit knappem Vorsprung den Titel. Rang zwei ging an Emilia-STH von Riccione (Z.: Mag. Claudia Wuggenig, Neuhaus) mit 8,2, an der dritten Stelle reihte sich Gambia von Silbermondos (Z.: Christian Großholzner, Bad Hall) mit 8,1 ein.
Nomen es omen: Wunderfull überzeugte bei den dreijährigen Jungstuten. © Hans Kraus
Nomen es omen: Wunderfull überzeugte bei den dreijährigen Jungstuten.
© Hans Kraus
Bei den Vierjährigen waren am Nachmittag 16 Stuten präsentiert worden, sieben konnten sich fürs Finale qualifizieren. Und erneut war es Feine Lady, die – wie schon im Vorjahr – die Schärpe der Bundessiegerin um den Hals gelegt bekam. Die überaus harmonische und typvolle Stute aus der Zucht von Franz Schuster bekam im Typ, Exterieur und im Trab eine 9,0 und siegte mit Wertnote 8,7. Dahinter rangierten die ebenfalls sehr gut bewertete Vendetta von Romanov Blue Hors (Z.: Jürgen & Bettina Frantsits, Ofenbach) mit 8,6 und La Storia BZ von Stalypso (Z.: Barbara Zichtl, Bischofstetten) mit 8,2.

Bei den Reitpferdechampionaten machten wie gewohnt die Buschpferde bereits am Samstag den Auftakt. Sieben Pferde nahmen die 1.300 m lange Geländestrecke des Pferdezentrums mit 15 Sprüngen und 13 Hindernissen in Angriff - und alle konnten sie positiv abschließen. Die beste Leistung zeigte jedoch der siebenjährige Grafenstolz Boy von Grafenstolz (Z.: Leonhard Perlinger, Wallern). Sehr ehrgeizig, mit gut übersetzter, räumender Galoppade überwand der dunkelbraune Wallach unter seiner Reiterin Birgit Brandstetter alle Aufgaben mit großer Selbstsicherheit und Leistungsbereitschaft. Dafür vergaben die Richter eine 9,0, die das Gesamtergebnis des Zwischenführenden nach der Springprüfung auf 34,10 erhöhte und ihm den klaren Sieg einbrachten. 30,58 Punkte und damit Platz zwei gab es für den sechsjährigen Obora’s Antares von Apoleon Timpex (Z.: Johann Frischeis, Litschau). Der dunkelbraune Wallach, der unter Claudia Käfer das beste Dressurergebnis erzielt hatte, kam im Gelände auf eine 8,4. Auf Rang drei waren Melanie Runtsch und die siebenjährige Stella H von Hofrat (Z.: Franz & Matthias Kromoser, Neuhofen/Y.) zu finden, die im Gelände mit 8,2 bewertet wurden und im Gesamtklassement auf 30,40 Punkte kam.
der frischgebackene Bundeschampion der Buschpferde, Gravenstolz Boy von Grafenstolz überzeugte vor allem im Parcours und im Gelände. © Stefan Seiberl
der frischgebackene Bundeschampion der Buschpferde, Gravenstolz Boy von Grafenstolz überzeugte vor allem im Parcours und im Gelände.
© Stefan Seiberl

Beretta und Lyngaard herausragende Sieger bei den Reitpferden

Am Sonntag eröffneten die Materialpferde den Championatsreigen. Bei den Dreijährigen ging der Sieg mit der sehr hohen Wertnote 8,81 an die Stute Beretta von Sir Donnerhall I (Z.: Johann Breinesel, Weistrach). Die bunte Füchsin mit breiter Blesse reizte mit ihren Grundgangarten die Notenskala fast aus. Unter ihrer Reiterin Nadja Pollhammer erreichte sie zweimal 9,5 für Trab und Galopp, der Schritt bekam immerhin noch ein glattes „Sehr gut“. Dass die Gesamtnote nicht auch die 9er-Schallmauer durchbrach, lag an den Noten für das Gebäude und den Gesamteindruck, die mit 8,0 und 7,5 etwas niedriger ausfielen. Vom Richtergremium gab’s jedenfalls höchstes Lob: „Feiner kann man ein Pferd nicht züchten“, resümierte Richter Johann Speth aus Deutschland.

Platz zwei ging an die sehr edle, braune Floridita von Johnson (Z.: Herbert Stanek, Neufeld/L.) und ihren Reiter György Fekete. Die Stute überzeugte mit drei guten Grundgangarten jeweils 8,0), einem Traum-Exterieur (9,0) und ausgezeichneter Rittigkeit und kam auf die Endbewertung 8,49. An die dritte Stelle setzte sich der imposante Fuchswallach Pergento MBH von Peron M (Z.: Petra & Stefan Wiesenberger, Natternbach), der seine absoluten Höhepunkte mit Reiter Daniel Spindler im Galopp (9,0) zeigte. Er kam auf die Gesamtnote 8,41.
Vielleicht nicht die Allerschönste, aber dafür die Bewegungsstärkste des diesjährigen Bundeschampionats: Siegerin der dreijährigen Materialpferde, Beretta von Sir Donnerhall © Pferdeportal/Seiberl
Vielleicht nicht die Allerschönste, aber dafür die Bewegungsstärkste des diesjährigen Bundeschampionats: Siegerin der dreijährigen Materialpferde, Beretta von Sir Donnerhall
© Pferdeportal/Seiberl
Bei den Vierjährigen setzten die Richter sogar noch eins drauf. Der sehr modern aufgemachte, braune Wallach Lyngaard von L’Espoir (Z.: Dr. Franz Hummer-Niedermayr, Schwanenstadt) bestach mit einem ausgezeichneten Schritt, der den Richtern eine 9,5 wert war. Geritten von Heinz-Jörg Wächter zeigte er sich weit gefördert und sehr durchlässig, was auch die beiden Fremdreiter Renate Voglsang und Stefan Peter begeisterte. Er ging mit der Endnote 8,90 und dem Titel des Bundeschampions vom Platz.

Mit ausgezeichneter Rittigkeit, wie auch einer groß angelegten, raumgreifenden Bergaufgaloppade konnte auch der sehr schicke braune Hengst Flamini von Fürst Grandios (Z.: Christian Großholzner, Bad Hall) punkten. Mit Reiter Stefan Lehfellner erhielt er in beiden Kriterien die 9,0 und eroberte mit Endnote 8,79 den zweiten Platz. Rang drei ging an die wunderschön linierte braune Stute Broadmoar’s Morgenstern und Heimo Kendlbacher mit 8,53, die einen hervorragenden Schritt zeigten und auch sonst in allen Kriterien zu überzeugen wussten.

Keine Chance auf die Verteidigung ihres Titels hatte Feine Lady. Die dreifache Bundeschampionesse konnte unter ihrer Reiterin Stephanie Dearing nicht an die Leistung des Vorjahres anschließen und musste sich diesmal mit einer 8,2 und Rang fünf begnügen. 
Lynggaard von L’Espoir schoss mit seinen Wertnoten im Leistungsvergleich der vierjährigen Materialpferde den Vogel ab. © Hans Kraus
Lynggaard von L’Espoir schoss mit seinen Wertnoten im Leistungsvergleich der vierjährigen Materialpferde den Vogel ab: 8,5 für den Trab, 9,0 für den Galopp, 9,5 für den Schritt, 8,5 für das Gebäude und 9,0 für den Gesamteindruck
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Siege für Rittigkeit und feines Reiten bei den Dressurpferden

Im Championat der vier- und fünfjährigen Dressurpferde hatte die Drittplatzierte der vierjährigen Materialpferde, Broadmoar’s Morgenstern, ihren ganz großen Auftritt. Stark in allen drei Grundgangarten überzeugte sie vor allem mit hoher Durchlässigkeit und tollen Reaktionen auf die reiterlichen Hilfen. „Feines Reiten zahlt sich eben aus“, so dokumentierte Johann Speth den Ritt der neuen Bundeschampionesse, der mit 8,40 bewertet wurde.

Platz zwei ging an den imposanten, sich mit ungeheurer Aufwärtstendenz bewegenden braunen Hengst Jasper M von Johnson (Z.: Mag. Franz Maier, Wildenau). An diesem Tag präsentierte sich der Strahlemann unter seiner Reiterin Ulrike Prunthaller nicht ganz so durchlässig wie am ersten Tag und wurde mit 8,20 bewertet. Rang drei holte Moosbachhofs Fingal mit seiner Züchterin Petra Wiesenberger im Sattel. Die beiden hatten sich über das kleine Finale qualifiziert und nutzten das große, um das ganze Potenzial des Dunkelfuchshengstes von Fit for Fun zu präsentieren. Dafür bekamen sie die Wertnote 8,08.
Dritte bei den vierjährigen Materialpferden und Siegerin der vier- bis fünfjährigen Dressurpferde: Broadmoar"s Morgenstern unter ihrem Reiter Heimo Kendlbacher © Hans Kraus
Holte nach ihrem dritten Platz bei den vierjährigen Materialpferden auch noch den Sieg bei den vier- bis fünfjährigen Dressurpferden: Broadmoar"s Morgenstern unter ihrem Reiter Heimo Kendlbacher
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Auch in der Klasse L ging der Sieg nicht an die Favoriten – den Bundeschampion des Vorjahres Fürst Silvano M und Anja Luise Wessely-Trupp. Die finale Prüfung hatte für den großen, bewegungsstarken Fuchswallach aus der Zucht von Mag. Franz Maier seine Tücken und so erreichte er schließlich mit Wertnote 8,02 nur den dritten Rang. Vizechampion wurde der lackschwarze Wallach Beverly Boy von Brentano (Z.: Robert Gangl, Kirchbach), der unter seinem Reiter Martin Hauptmann einen groß übersetzten, dynamischen Trab zeigte und eine sehr gute Prüfung lief. Seine Endnote betrug 8,14.

Sieger in diesem Bewerb wurde einmal mehr das rittigste der vorgestellten Pferde – der braune Hengst Sir Raphael 3 von Sandro Hit, der von Renate Voglsang vorgestellt wurde. Aus der Zucht von Josef Rottner aus Tumeltsham stammend zeigte er drei überdurchschnittliche Grundgangarten, die in der Prüfung von der Top-Dressurreiterin bestens präsentiert wurden und zur Endnote 8,32 führten.

Vom Freispringcrack zum Springpferdechampion

Bei den Springpferden setzten sich am Ende zwei Schimmel durch, die jeweils von Peter Englbrecht vorgestellt wurden. Der Championatsreiter und Ausbilder verstand es sehr gut, den Fähigkeiten und Veranlagungen der jungen Pferde gerecht zu werden. Bei den Fünfjährigen war es der dreifache Freispringchampion Cissé v. Clinton II, der über drei Tage die beste Leistung zeigte. Der Schimmelhengst aus der Zucht von Christian Großholzner kam im Laufe des Championats immer besser in Fahrt und schloss am Ende mit 23,40 Punkten hauchdünn auf Platz eins.

Ewald Kottner hatte die Vizechampionesse Lidvina C von Cash and Carry unter dem Sattel. Die kleine Schimmelstute aus der Zucht von Petra und Stefan Wiesenberger zeigte bei jeder Aufgabe die richtige Einstellung und hohe Leistungsbereitschaft und kam so auf 23,30 Punkte. Dahinter konnten sich Eva Resnitschek und der sehr moderne braune Wallach Captain Morgan 3 von Captain Fire (Z.: Ernst Berger, Stadl-Paura) mit 23,00 einreihen. Eine raumgreifende, elastische Bergaufgaloppade und viel Schnellkraft am Sprung ermöglichen dem Paar den dritten Platz.
Wurde von Tag zu Tag besser und sicherte sich schließlich den Titel bei den fünfjährigen Springpferden: Cissé aus der Zucht von Christian Großholzner unter seinem Reiter Peter Englbrecht © Hans Kraus
Wurde von Tag zu Tag besser und sicherte sich schließlich den Titel bei den fünfjährigen Springpferden: Cissé aus der Zucht von Christian Großholzner unter seinem Reiter Peter Englbrecht
© Hans Kraus
Auch die Siegerin der Sechsjährigen ist keine Unbekannte – schon im Vorjahr hatte sie mit einem glatten Durchmarsch in der Klasse der Fünfjährigen überzeugt und den Titel für sich beansprucht. In diesem Jahr machte Karlotta 3 unter Peter Englbrecht einmal mehr klar, dass sie für höhere Aufgaben im Parcours bestimmt ist. Die Schimmelstute von Cardento (Z.: Helmut Hörtenhuber, Eberstalzell) blieb in allen drei Grundprüfungen fehlerfrei und lag in jeder Bewertung über 8,0. Im alles entscheidenden Stechen blieb sie wieder als einziges Pferd fehlerfrei und holte so ihren zweiten Titel in Folge.

Zweite wurde die sehr hübsche braune Abrek-Tochter Lara 50 (Z.: Mag. Christian Aschauer, Gföhl) die sich unter dem Sattel von Heinz-Jörg Wächter ganz auf dem richtigen Ausbildungsweg zeigte. Platz drei holte der von seinem Züchter Alfred Fischer aus Stössing vorgestellte braune Wallach Epsom2 von Epsom Gesmeray, der vor allem durch eine gute Galoppade und bestes Interieur auffiel.
Starke 8,70 erhielt die Siegerin des Fahrpferdechampionats, die erst vierjährige Vertus-Tochter Bailey 3 an den Leinen ihres Züchters Thomas Blumschein. © Hans Kraus
Starke 8,70 erhielt die Siegerin des Fahrpferdechampionats, die erst vierjährige Vertus-Tochter Bailey 3 an den Leinen ihres Züchters Thomas Blumschein.
© Hans Kraus

Fahrpferde im Aufwind

Wie schon in den Vorjahren glänzte das Fahrpferdechampionat nicht gerade mit Quantität, allerdings gab's in Sachen Qualität diesmal nichts zu bemängeln. Von den sechs angetretenen Pferden lagen drei bereits in der ersten Vorrunde auf Wertnoten über 8,0. Bestes Pferd mit 8,70 wurde schlussendlich die erst vierjährige braune Stute Bailey 3 von Certus, die von ihrem Züchter Thomas Blumschein aus Stadl-Paura vorgestellt wurde. Sie überzeugte mit raumgreifenden, gut übersetzten Gängen und besten Fahreigenschaften, die auch den Fremdfahrer begeisterten.
Sehr schön präsentierte sich auch der Vizechampion, der siebenjährige Schimmelwallach Bambucca von Breitling W (Z.: Herbert Pichler, Geboltskirchen), der sich sehr ausdrucksstark im Einspänner von Rudolf Pirhofer zeigte. Er kam auf Wertnote 8,60 und wird demnächst die österreichische Warmblutzucht bei der ersten WM der Jungen Fahrpferde in Ungarn vertreten.

Ergebnisse Zuchtbewerbe
Ergebnisse Reitbewerbe
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