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17.07.2014

Aachen: Kent Farrington gewinnt Hauptspringen am Mittwoch

Im ersten großen Springen des diesjährigen CHIO Aachen pulverisierte der US-Amerikaner Kent Farrrington im Sattel von Voyeur die Zeiten seiner Konkurrenten und raste mit über drei Sekunden Vorsprung zum 15.000-Euro-schweren Sieg.

Mit Superspeed zum Sieg im Preis der Turkish Airlines: Kent Farrington (USA) und Voyeur © Tomas Holcbecher
Mit Superspeed zum Sieg im Preis der Turkish Airlines: Kent Farrington (USA) und Voyeur
© Tomas Holcbecher
Unglaubliche 47,82 Sekunden zeigte die Anzeigetafel, als der US-Amerikaner den 410 Meter langen Stechparcours mit acht Hindernissen beendete, den zuvor 17 Reiter-Pferd-Paare mit einem fehlerfreiem ersten Durchgang erreicht hatten. Damit deklassierte der Vertreter von „Stars and Stripes“ die Konkurrenz. Denn schon die zweitplatzierte Portugiesin Luciana Diniz brauchte 3,24 Sekunden länger. Mit seinem Sieg im Hauptspringen des zweiten Wettkampftages, das zugleich als Qualifikationsprüfung für den Rolex Grand Prix am Sonntag zählte, trat Farrington das Erbe des britischen Mannschafts-Olympiasiegers Ben Maher an, der im vergangenen Jahr mit seiner Stute Cella im Preis von Europa triumphiert hatte. Der 31-Jährige schaffte es diesmal mit Wings Sublieme nach einem Abwurf im Normalumlauf nur auf Rang 34.

Deutlich besser lief es für Portugals Vorzeigereiterin Luciana Diniz, die mit Lady Lindenhof den schnellsten Ritt im ersten Umlauf gezeigt hatte, mit der Glanzleistung von Farrington im Stechen aber nicht mehr mithalten konnte. Rang drei ging an den Iren Shane Breen, der mit dem Westfalen Confident Of Victory zwischenzeitlich in Führung gelegen hatte – ebenso wie Meredith Michaels-Beerbaum, die mit dem neunjährigen Fibonacci als beste Deutsche auf Rang vier abschloss.

„Mein Pferd ist von seiner natürlichen Anlage her schon sehr schnell und ich habe viel Vertrauen in ihn, also habe ich ihn einfach laufen lassen“, kommentierte Farrington seinen Ritt. Der Amerikaner schwimmt derzeit auf einer echten Erfolgswelle. In nur drei Wochen konnte er ebenso internationale Springen gewinnen. Nun hat Farrington seine Augen auf den Rolex Grand Prix am Sonntag geworfen, für den er ebenfalls Voyeur satteln will. „Ich hoffe, dass ich mich dafür qualifiziere“, sagte der ambitionierte Reiter, der auch auf der US-Longlist als potenzieller Teilnehmer für die Weltreiterspiele in der Normandie steht.

Die weiteren Tagessiege gingen nach Irland und Brasilien. Im Preis im Preis der StädteRegion Aachen, einer Zwei-Phasen-Springprüfung, ging der Ire Darragh Kenny mit seinem elfjährigen Wallach Picolo als Gewinner vom Platz, dicht gefolgt von Brasilianer Álvaro Affonso de Miranda Neto, der bereits das erste Springen des Tages, den Preis des Handwerks, auf dem neunjährigen KWPN-Hengst AD Amigo für sich entschieden hatte.
Jessica von Bredow-Werndl (GER) und Unee BB sicherten sich mit nur 0,02 Prozent Vorsprung den Sieg im CDI4* Grand Prix vor Fabienne Lütkemeier und D"Agostino. © Tomas Holcbecher
Jessica von Bredow-Werndl (GER) und Unee BB sicherten sich mit nur 0,02 Prozent Vorsprung den Sieg im CDI4* Grand Prix vor Fabienne Lütkemeier und D"Agostino.
© Tomas Holcbecher

Siege für Norwegen und Deutschland in der Dressur

Der Mittwoche brachte auch die ersten Bewerbe für die Dressurreiter. Im Anschluss an den Prix St. Georges, der mit Isabel Bache und Riverdance ein norwegisches Duo vor den beiden Deutschen Isabell Werth mit Lezard und Matthias Alexander Rath mit Bretton Woods auf dem obersten Podest sah, wurde in der Soers das erste Mal im Rahmen des diesjährigen CHIO Grand Prix geritten. Der Auftaktbewerb der CDI4*-Tour entpuppte sich zum Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden deutschen Championats-Kaderreiterinnen Jessica von Bredow-Werndl und Fabienne Lütkemeier: Am Ende trennte sie nur die Winzigkeit von 0,02 Prozent. Bredow-Werndl dirigierte ihren 13-jährigen KWPN-Hengst Unee BB zu 73,220 Prozent. Lütkemeier kam mit dem 14-jährigen Hannoveraner D’Agostino FRH auf ein Endergebnis von 73,200 Prozent. Über Rang drei durfte sich Polens Beata Stremler auf ihrem Rheinländer Rubicon mit 72,400 Prozent freuen.

Wäre es nach den Zusehern gegangen, hätte allerdings ein ganz anderer gewonnen. In der Wertung der SAP-Judging-App, die von den Zuschauern rege genutzt wurde, siegte Hubertus Schmidt mit Florenciano. 79,149 Prozent hatten ihm die CHIO-Gäste gegeben – in der regulären Richter-Bewertung kam der Deutsche mit seinem zehnjährigen KWPN-Hengst mit 70,380 Prozent auf Platz zehn.
 
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