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20.07.2014

Aachen: Sieg für Debütant Schuttert, Deutschland dominiert VS

Der Niederländer Frank Schuttert sorgte mit seinem Sensationssieg für die Springüberraschung des Tages. Weit weniger überraschend: die deutsche Sandra Auffarth siegte in der Vielseitigkeit.

Frank Schuttert und sein zehnjähriger BWP-Fuchshengst Epleaser Van’t Heike bei ihrer rasanten Runde. © Tomas Holcbecher
Frank Schuttert und sein zehnjähriger BWP-Fuchshengst Epleaser Van’t Heike bei ihrer rasanten Runde.
© Tomas Holcbecher
Es ist der CHIO der Debütanten: Ungewöhnlich häufig stehen in diesem Jahr Reiter auf dem obersten Podest, die das erste Mal in der Soers gastieren. Auch im Preis der AachenMünchener siegte ein Neuling: Frank Schuttert aus den Niederlanden war im Springen mit einem Umlauf zuzüglich Siegerrunde am Ende der Schnellste. Zwölf Pferd-Reiter-Paare hatten sich mit einem fehlerfreien Durchgang für den finalen zweiten Ritt qualifiziert. Schuttert lieferte mit seinem zehnjährigen BWP-Fuchshengst Epleaser Van’t Heike in 48,39 Sekunden die schnellste Zeit. Dabei ließ der erst 20-Jährige den Belgier Pieter Devos mit Dylano (48,89) und Oranje-Olympiareiter Maikel Van der Vleuten mit VDL Groep Verdi TN N.O.P. (49,07) hinter sich. Deutschlands Reiter Christian Ahlmann kam mit seinem Westfalen Cornado II auf Rang vier (49,57). Dieses Quartett hatte den Stangenwald von Parcoursbauer Frank Rothenberger auch im zweiten Durchgang ohne Fehler überwunden.
2014 durfte Frank Schuttert, der Bereiter aus dem Stall von Jos Lansink im belgischen Limburg, nun erstmals selber in die Soers. Epleaser Van’t Heike – ein Nachkomme von Spitzenpferd Valentina Van’t Heike, mit der Lansink unter anderem bei den Weltreiterspielen in Kentucky ritt – hat nach Aussage seines Reiters ein großes Vermögen. „Er ist manchmal etwas vorsichtig, damit hatte ich am Anfang Probleme. Andererseits ist er manchmal zwischen den Prüfungen zu stark und dadurch unkontrollierbar geworden. Aber heute hatte ich sehr gute Kontrolle.“ Dass derzeit sehr viele junge Reiter, vor allem auch aus Belgien, in die internationale Spitze vordringen, empfindet Schuttert als großen Vorteil für alle Athleten. „Wir stacheln uns gegenseitig an, der Konkurrenzkampf beflügelt.“ Selbst in Aachen reiten die Neulinge schon auf Sieg. „Das macht richtig Spaß. Wir haben keine Angst vor neuen Herausforderungen, nicht einmal vor Aachen“, sagte Schuttert.

Deutschland siegt in der Vielseitigkeit

Nach der Dressur und dem Springen am Freitag erfolgte am Samstag die Geländeprüfung des CICO 3*. Bereits nach den ersten beiden Disziplinen lag Deutschland mit Sandra Auffarth, Ingrid Klimke und Michael Jung auf den ersten drei Rängen ganz klar in Führung. Auch die Geländeprüfung änderte an dieser Reihenfolge nichts, sodass die im letzten Jahr Zweitplatzierte, Sandra Auffarth, nach der Führung in der Dressur und im Springen auf ihrem Opgun Louvo heuer als Gesamtsiegerin hervorging. Ingrid Klimke gab mit FRH Escada JS nach einem anfänglichen Rang zehn in der Dressur im Springparcours ordentlich Gas und holte sich nach einer fehlerfreien Runde den dritten Platz. Damit schien wieder alles möglich zu sein, weshalb es sich die Deutsche nicht nehmen ließ auch im Gelände Tempo vorzulegen. Mit 5,53 Minuten, also nur einer Sekunde nach Sandra Auffarth, kam sie mit ihrer zehnjährigen Stute ins Ziel. Michael Jung schließt sich den beiden mit einer Geländezeit von 5,57 Minuten auf La Biosthetique-Sam FBW in der Gesamtwertung an. Somit platzierte sich die deutsche Mannschaft (Sandra Auffarth, Michael Jung, Dirk Schrade, Peter Thomsen) in der Nationenwertung mit 129 Punkten weit vor Großbritannien (Isabelle Taylor, William Fox-Pitt, Piggy French, Zara Phillips) mit 152,40 Punkten und Frankreich (164,60 Pkt., Maxime Livio, Astier Nicolas, Thomas Carlile, Pascal Leroy).
Alle Ergebnisse gibt es hier.
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