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13.09.2013

Abenteuerreiter: Endlich am Ziel

20 Jahre nach dem Start in Feuerland haben unsere Abenteuerreiter Günter Wamser und Sonja Endlweber, die die Pferderevue seit 2010 in regelmäßigen Abständen begleitet, nun endlich das Ziel ihrer legendären Reise erreicht: Alaska

Die Abenteuerreiter haben es geschafft. Vor wenigen Tagen ging die lange Reise von Argentinien nach Alaska nach 20 Jahren und 30.000 km zu Ende. Im Bild: Günter Wamser mit seinen Pferden Dino und Azabache © Sonja Endlweber
Die Abenteuerreiter haben es geschafft. Vor wenigen Tagen ging die lange Reise von Argentinien nach Alaska nach 20 Jahren und 30.000 km zu Ende. Im Bild: Günter Wamser mit seinen Pferden Dino und Azabache
© Sonja Endlweber
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum! Unter diesem Motto startete der gelernte Flugzeugmechaniker Günter Wamser vor 20 Jahren in Feuerland seinen langen Ritt nach Alaska. 30.000 km hat der Baden-Württemberger auf seiner außergewöhnlichen Reise im Sattel zurückgelegt und dabei 14 Länder durchquert: von den kargen Steppen Patagoniens, über die Bergwelt der Anden, die Tropen Mittelamerikas, die mächtigen Berge der Rocky Mountains, die Weiten Kanadas bis hinauf in den hohen Norden Alaskas. Nun erreichte Günter Wamser, der seit sieben Jahren von seiner Lebensgefährtin, der Österreicherin Sonja Endlweber, begleitet wird, das Ziel seiner langen Reise: Am Fuße des Mt. Denali, des höchsten Berges Nordamerikas, geht der legendäre Ritt zu Ende.

Die Pferde – Criollos der Pampa Argentiniens & Mustangs der Prärie

Von Argentinien bis Mexiko war Günter Wamser mit seinen Criollo Pferden Rebelde und Gaucho unterwegs. An der USA Grenze wurde seinen Pferden die Einreise nicht gestattet und Wamser musste sie schweren Herzens in Mexiko zurücklassen. Rebelde und Gaucho genießen heute ihren Ruhestand bei einem befreundeten Tierarzt im Süden Mexikos.

Seit den USA sind Wamser und Endlweber mit vier Mustangs, den legendären Wildpferden Amerikas, unterwegs. Wie die Criollos gehören auch Mustangs zu den Nachkommen jener Pferde, die schon mit den spanischen Eroberern ins Land kamen, entliefen und verwilderten. 

„Es sind ausdauernde, intelligente und genügsame Pferde“, sagt Wamser, „Unsere Mustangs sind in der Wildnis aufgewachsen, und daher die idealen Partner für einen Ritt durch die Wildnis.“ Wamsers Pferde wurden im Rahmen eines Sozialprojektes von Strafgefangenen in Canon City, Colorado, zugeritten. 

Die Reise wird zur Expedition

In Kanada & Alaska erfuhren Wamser und Endlweber was wirkliche Wildnis ist: Gebiete so groß wie die Schweiz, aber ohne Straßen, Dörfer und Menschen. „Unsere Reise wird immer mehr zur Expedition“, erzählt Wamser.  Je weiter nördlich desto unwegsamer wurde das Gelände: Die beiden Abenteuerreiter mussten mit ihren Pferden durch eiskalte Flüsse schwimmen und sich durch dichtes Gestrüpp, Treibsand, Morast und Sumpf kämpfen.

„Wir mussten lernen uns in der Heimat von Grizzlybären und Wölfen zurechtzufinden. Oft ritten wir monatelang durch unberührte Wildnis, ohne einem Menschen zu begegnen. Doch genau in dieser Einsamkeit und Abgeschiedenheit liegen der Reiz und die Herausforderung unserer Reise.“

Vier bis fünf Jahre hatte Wamser für seinen Ritt von Feuerland nach Alaska geplant, 20 Jahre war er schließlich unterwegs. „Ich fand schnell heraus, dass gerade die Langsamkeit das Schöne am Reisen mit Pferden ist. Und so wurde, was zunächst als nur als eine abenteuerliche Reise gedacht war, über all die Jahre meine Art zu leben“, sagt Wamser.

Reisefreudig war Wamser schon immer. Bereits 1986 ließ er eine gesicherte Existenz hinter sich und begann eine vierjährige Motorrad-Odyssee durch Nord- und Mittelamerika. In Guatemala sattelte er auf den Pferderücken um. Zur Vorbereitung für seinen langen Ritt wanderte er mit seinem Hund über 3000 km durch das winterliche Deutschland. Im Januar 1994, in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, begann der Abenteurer schließlich seine Expedition von Feuerland nach Alaska.

Günter Wamser ist der erste Deutsche, der mit Pferden von Argentinien nach Alaska geritten ist. Eine Leistung auf die der Abenteurer stolz ist? „Stolz bin ich nur auf meine Pferde“, sagt Wamser, „die mich über all die Jahre, durch alle Höhen und Tiefen begleitet haben, und mich nie im Stich ließen.“ Die Pferde sind Günter Wamsers Weggefährten und Freunde. Und so ist wohl auch der wichtigste Erfolgsfaktor seiner Reise, sein respektvoller und liebevoller Umgang mit seinen Tieren. Das Wohlbefinden seiner Tiere hat für Günter Wamser immer oberste Priorität. Wohl aus diesem Grund waren Dino, Rusty, Lightfoot und Azabache auch nach den vielen tausend Kilometer dieser Reise am Ziel weder müde noch ausgelaugt, sondern galoppierten freudig und kraftvoll über die große Weide am Fuß des Mt. Denali, die Wamser und Endlweber sich als Belohnung für ihre Pferde ausgedacht hatten.
Abenteuerreiter © Stürtz Verlag
© Stürtz Verlag

Buchtipp

Abenteuer-Reiter - Mit Pferden von Feuerland bis Alaska
von Günter Wamser
erhältlich ab Herbst 2013 im Stürtz Verlag

In diesem Buch dokumentiert der Abenteuerreiter Günter Wamser seine ungewöhnliche Reise von Feuerland nach Alaska mit all ihren Facetten und Eindrücken. Auf 320 Seiten wurden 550 Bilder und 23 Kurzgeschichten zusammengestellt, die ein stimmungsvolles Portrait dieses legendären Trails präsentieren. In persönlichen Texten erzählt er humorvolle und berührende Geschichten von unterwegs und gibt Antwort auf die Frage, wie man überhaupt auf die Idee kommt, solch eine Reise zu unternehmen.

Mehr von den Abenteuerreitern im Pferderevue Online-Archive

Seit 2010 begleitet die Pferderevue die beiden Abenteuerreiter auf ihrer fantastischen Reise. Was Günter Wamser und Sonja endlweber in dieser Zeit erlebt haben, können Pferderevue-Abonnenten und Mitglieder bei einem unserer Partnerverbände jederzeit kostenlos in unserem umfassenden Online-Archiv nachlesen.
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