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28.02.2018

Achtung Kolikgefahr: Viele Pferde trinken bei Kälte zu wenig

Pferde benötigen zu jeder Zeit ausreichend frisches Wasser. Das ist im Winter nicht anders. Doch gerade bei tiefen Temperaturen trinken viele Pferde zu wenig. Mit unangenehmen Folgen für Tier und Halter.

Pferde trinken (eis)kaltes Wasser lieber als warmes, davon allerdings deutlich weniger, weshalb Koliken bei tiefen Temperaturen besonder häufig auftreten. © www.slawik.com
Pferde trinken (eis)kaltes Wasser lieber als warmes, davon allerdings deutlich weniger, weshalb Koliken bei tiefen Temperaturen besonder häufig auftreten.
© www.slawik.com
Wasser ist für Pferde das wichtigste Lebensmittel. Fehlt es dem Körper, wird automatisch die Energieversorgung heruntergeschraubt und die Leistung lässt nach. Mehr noch: auch der Stoffwechsel gerät ins Stocken, was sich nicht nur auf den Wärmehaushalt auswirkt, sondern vor allem auch auf die Verdauung. Trinken Pferde zu wenig, steigt die Kolikgefahr drastisch.

Gerade dieses Problem zeigt sich bei klirrender Kälte besonders häufig. Oft sind eingefrorene Tränker Schuld an einer unzureichenden Versorgung. Doch selbst wenn das Wasser ordnungsgemäß läuft, neigen Pferde dazu weniger zu trinken, sobald es frostig wird. Ein Grund für dieses Verhalten scheint die Temperatur des Wassers zu sein. Zwar bevorzugen Pferde (eis-)kaltes Wasser, wenn man sie wählen lässt, allerdings wird davon deutlich weniger aufgenommen. Warum, konnte bisher noch nicht geklärt werden. In einer US-amerikanischen Studie tranken Pferde durchschnittlich um 40 Prozent mehr, wenn ihnen warmes Wasser angeboten wurde.

Gleich weiterlesen: So halten Sie Tränken im Winter eisfrei

Ausreichendes Tränken ist zu jeder Jahreszeit ein Muss in der Pferdehaltung. Was es zu beachten gilt, damit die Trinkwasserversorgung Ihrer Pferde nicht ins Stocken gerät, erfahren Sie hier.
Bei Dauerfrost lohnt es sich deshalb, Pferden mehrmals am Tag einen Kübel mit temperiertem Wasser anzubieten - am besten unmittelbar nach der Fütterung, da Pferde zu diesem Zeitpunkt besonders gerne trinken.

Bei trinkfaulen Pferden hilft es, einen Leckstein anzubieten. Wird der nicht angenommen, kann dem Krippenfutter zusätzlich Salz beigemengt werden (ein ausgewachsenes Warmblut benötigt zumindest 12 mg Salz täglich). Die ausreichende Versorgung mit Natrium stimuliert das Durstgefühl und sorgt so für eine ausgewogenere Wasseraufnahme.  

Ein extra schlabberig angerührtes Mash kann darüber hinaus für zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme sorgen. Die regelmäßige Mashfütterung bietet sich besonders bei Pferden mit Kolikneigung an, weil die enthaltenen Schleimstoffe die Darmbewegung fördern und die Konsistenz des Darminhaltes verbessern. So kann Anschoppungskoliken effizient entgegengewirkt werden.

ps
 

Gleich weiterlesen: Mash - vielseitig, lecker und leicht verdaulich

Mash, der schlabberige, warme Futterbrei, ist für viele Pferde eine willkommene Abwechslung im Speiseplan. Warum die warme Mahlzeit nicht nur lecker sondern auch sehr gesund ist, was es bei der Fütterung zu beachten gilt und wie man sie selbst herstellen kann, lesen Sie hier.
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