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24.07.2015

Adelinde Cornelissens Parzival vor Pensionierung

Lange Jahre standen Adelinde Cornelissen und ihr großgewachsener Fuchswallach Parzival an der Spitze der niederländischen Dressur. Nachdem das Duo heuer erstmals seit 2009 keinen Platz im Championatsteam der Oranjes erhielt, denkt Adelinde Cornelissen nun laut über die Pensionierung ihres 18-jährigen Parzival nach.

Zum ersten Mal seit sieben Jahren sind Adelinde Cornelissen und Parzival nicht mehr im Championatsteam der Niederländer. 2016 ist die Pensionierung des dann 19-Jährigen Fuchses geplant. © Tomas Holcbecher
Zum ersten Mal seit sieben Jahren sind Adelinde Cornelissen und Parzival nicht mehr im Championatsteam der Niederländer. 2016 ist die Pensionierung des dann 19-Jährigen Fuchses geplant.
© Tomas Holcbecher
Der vorläufig letzte gemeinsame Turnierauftritt Ende Juni war alles andere als nach Wunsch verlaufen. Nach sechs monatiger Turnierpause beendete das frühere 80-Prozent-Paar den Grand Prix des CDI3* in Rotterdam mit 74,420 Prozent, der niedrigsten Wertung seit Juli 2008. Cornelissen zog den langbeinigen Jazz-Sohn danach von einem Start in der Kür zurück.

Kurze Zeit später gab Bondscoach Wim Ernes seine Teamaufstellung für die Europameisterschaft 2015 in Aachen bekannt – ohne Adelinde Cornelissen und Parzival. In einem Interview mit dem niederländischen Pferdesportmagazin De Hoefslag sprach Ernes erstmals über seine Beweggründe, das Erfolgsduo nicht zu berücksichtigen. „Vergangenen Winter haben Adelinde und ich uns darauf geeinigt, es geradeaus anzusprechen, wenn einer von uns beiden das Gefühl hätte, dass die Zeit reif für den Team-Abschied sei. Nach dem Test in Rotterdam war für mich der Moment gekommen. Es war ein sehr emotionales Gespräch mit Adelinde, aber ich habe auf lange Sicht einfach keinen Platz mehr für sie und Parzival im Team gesehen“, sagte Ernes. „In Rotterdam haben sie 74 Prozent erritten, das ist natürlich nicht schlecht, aber sie lagen mal bei 80 Prozent. Wie lange soll man darauf warten dass es vielleicht noch weniger wird? Die Wertungen brechen ein und eine Legende stirbt. Das hat sich das Paar nicht verdient. Sie hatten solch eine große Bedeutung für die niederländische Dressur. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir es Adelinde und Parzival verdanken, dass wir für die Olympischen Spiele in Rio qualifiziert sind.“

Cornelissen bedauert die Entscheidung des Teamchefs. Parzival sei immer noch frisch und mit vollem Elan bei der Sache. Er habe immer noch das Zeug für Top-Leistungen, gab die 36-Jährige gegenüber de Hoefslag an.

Angesprochen auf eine mögliche Pensionierung ihres Erfolgspartners zeigte sich die vierfache Europameisterin unentschlossen. „Solange er noch Spaß an der Sache hat und fit ist, besteht immer die Möglichkeit, dass wir auf einem Turnier starten“, gab Cornelissen an. Sie wolle jedoch nicht bloß der Show wegen reiten. „Ich habe bislang noch keine fixen Pläne, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich ihn im Winter noch starten werden. Manchmal denke ich auch über seine Pensionierung nach. Die steht für 2016 an, aber zurzeit weiß ich noch nicht wann und an welchem Ort das sein wird.“

Quelle
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