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24.08.2014

Alle Österreicher startklar

Alle drei österreichischen Mannschaften haben den Vet-Check für die WEG 2014 positiv absolviert und gehen nach der grandiosen Eröffnungszeremonie vom Samstagabend voll Zuversicht in die kommenden Bewerbe.

Gute Stimmung herrschte bei der österreichischen Mannschaft beim Einmarsch der Nationen. © Tomas Holcbecher
Gute Stimmung herrschte bei der österreichischen Mannschaft beim Einmarsch der Nationen.
© Tomas Holcbecher
Frühes Aufstehen war am Sonntagmorgen gefragt, denn bereits um 7 Uhr 50 mussten die rot-weiß-roten Dressurreiter zu ihrer Verfassungsprüfung antreten. Und da gab es gleich zu Beginn einen kurzen Schreckmoment, als Victoria Max-Theurers Augustin die Strecke eher galoppierend als trabend zurücklegte, aber der "re-trot" gelang dann besser und es kam auch das erlösende "accepted" der Jury. Für die drei Mannschaftskollegen ging es dann problemloser und Teamchefin Diana Wünschek hat auch bereits die Startreihenfolge festgelegt: Am Montag beginnt Karin Kosak, dann folgt am Nachmittag Christian Schumach, am zweiten Tag wird Renate Voglsang am Vormittag ins Stade D'Ornano einreiten und "Vici" dann den Abschluss bilden.
Sein erstes großes Championat: Christian Schumach und Auheim"s Picardo. © Tomas Holcbecher
Sein erstes großes Championat: Christian Schumach und Auheim"s Picardo.
© Tomas Holcbecher
Alle Anfangsprobleme mit Quartier und Parkmöglichkeiten sind auch geklärt, jetzt kann es sportlich richtig los gehen. Bei der Dressur wird der Grand Prix ewig lang dauern, denn über 100 Nennungen und ein vom TV vorgegebenes Zeitschema lassen kaum Spielraum. Viel Zeit an die Atmosphäre zu gewöhnen haben die Dressurreiter daher nicht. Für Routinier Isabell Wert kein Problem: "Klar wird es eng, man reitet ein und gleich beginnen die 45 Sekunden zu laufen. Aber ich habe mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen!"
Nur 15 Minuten Trainingszeit im Stadion für Österreichs Dressurteam. © Ernst Kopica
Nur 15 Minuten Trainingszeit im Stadion für Österreichs Dressurteam.
© Ernst Kopica
Aufgeregt hat sich hingegen der eine oder andere Dressur-Insider, denn bei manchen "exotischen" Teilnehmern wurden wohl alle zwei Augen zugedrückt, ob das dem Wohl der Pferde dient?
Entspannte Stimmung bei den Para-Dressurreitern Jutta Rus-Machan, Bernd Brugger, Michael Knauder und Pepo Puch (v.l.n.r.). © Ernst Kopica
Entspannte Stimmung bei den Para-Dressurreitern Jutta Rus-Machan, Bernd Brugger, Michael Knauder und Pepo Puch (v.l.n.r.).
© Ernst Kopica
Sehr entspannt ging es bei den Para- und Western-Reitern zu, die auf der Trabrennbahn bzw. im Veranstaltungsdorf ihre Bewerbe austragen. Auch hier gab es für unser Team keine Probleme mit den Pferden und es herrschte gute Stimmung. Und das war ja auch nicht anders zu erwarten nach der grandiosen Eröffnungszeremonie, welche die Zuschauer im beinahe ausverkauften Stadion erlebten. Auch die österreichische Equipe war heuer nicht zu übersehen, denn mit 34 Aktiven (selbst die Pferdesportnation Großbritannien bringt lediglich 36 Teilnehmer an den Start) ist unser Team schon zahlenmäßig ein zu beachtender Faktor. Nachdem der Einmarsch der Nationen eher zäh und unspektakulär vor sich ging, sorgten die Franzosen als Gastgeber dann doch noch für Tanzlaune und die Laola-Welle ging durch die Arena.
Im großen Stadion wirkten die 74 Fahnenträger zum Schluss ein wenig verloren. © Tomas Holcbecher
Im großen Stadion wirkten die 74 Fahnenträger zum Schluss ein wenig verloren.
© Tomas Holcbecher
Aber was dann folgte war echt vom Feinsten: Wunderschöne Lichtprojektionen, 3-D-Animationen, ein auf den Stadionboden projiziertes Schachbrett mit echten Pferden als Figuren, der Teppich von Bayeux im Video, das Cadre Noir von Saumur, William the Conqueror in der Schlacht von Hastings, impressionistische Gemäldegalerien mit Pferden und natürlich durfte auch Lorenzo mit seiner Freiheitsdressur nicht fehlen. Sogar FEI-Präsidentin Prinzessin Haya war in ihrer Rede locker und witzig, als sie die Zuseher "im Land von Monet, den Gärten von Giverny, Camembert und Calvados" begrüßte.
Faszinierender Teppich von Bayeux! © Tomas Holcbecher
Faszinierender Teppich von Bayeux!
© Tomas Holcbecher

Es lebe das Vorurteil

Irgendwann kann man das Gemeckere nicht mehr hören. Natürlich haut es bei vielen Sachen in der Organisation hier in der Normandie nicht so hin, wie es soll. Die Shuttle-Busse sind heillos überfordert (interessant in diesem Zusammenhang, dass es im Französischen keine Übersetzung für Shuttle gibt und mich ein Volunteer auf die Frage danach mit großen Augen ansah und dann zum Chateau, also zum Schloss schicken wollte), die Parkplatzsituation ist höchst unbefriedigend, das Pressezelt ab 20 Uhr schweinekalt, die Wege weit und die notwendigen sportlichen Infos kommen erst spät und nur spärlich. Aber das ist bei fast allen Großveranstaltungen so! Und deshalb sind die Kommentare der Kollegen meist sehr entbehrlich.
Auch die Reining-Mannschaft hatten beim Vet-Check keine Probleme. © Daniel Winkler/OEPS
Auch die Reining-Mannschaft hatten beim Vet-Check keine Probleme.
© Daniel Winkler/OEPS
Viel erfreulicher war hingegen die gute Stimmung, welche das im Stadion tanzende französische Team verbreitete und die Hilfsbereitschaft des Hotelpersonals, welche auch das stereotype französische Frühstück verblassen ließ. Die Medien sind voll mit Berichten von und über diese WM, das Interesse der Einheimischen scheint gigantisch zu sein. Ich jedenfalls freue mich auf die kommenden zwei Wochen, auf spannende Wettkämpfe und tolle Leistungen!
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