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13.05.2014

Andreas Helgstrand erneut unter Betrugsverdacht

Nach dem „blaue-Zunge-Skandal“ rund um sein Toppferd Akeem Foldager gerät der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand erneut in die Schlagzeilen. Wie schon im Fall Donna Unique soll Helgstrand bei einem Pferdeverkauf unrechtmäßig in die eigene Tasche gewirtschaftet haben.

Der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand hat derzeit wenig zu lachen. Nach den Vorwürfen der Tierquälerei sieht er sich nun neuerlich mit Anschuldigungen wegen Betrugs konfrontiert. © Tomas Holcbecher
Der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand hat derzeit wenig zu lachen. Nach den Vorwürfen der Tierquälerei sieht er sich nun neuerlich mit Anschuldigungen wegen Betrugs konfrontiert.
© Tomas Holcbecher
Das zumindest behauptete der 64-jährige Pferdehändler Jens Erik Markussen gegenüber dem dänischen Online-Medium BT. 1,2 Millionen Kronen - umgerechnet 160.000 Euro – soll Helgstrand beim Verkauf des Pferdes Casio unterschlagen haben, der Markussen, Helgstrand und einer dritten Person ursprünglich zu gleichen Teilen gehörte. In einer schriftlichen Vereinbarung habe man festgesetzt, dass bei einem Verkauf des Pferdes alle drei Eigentümer ihre Zustimmung zum Kaufpreis geben müssen. Dies sei jedoch nicht geschehen. Laut Jens Erik Markussen, der 50 Jahre Erfahrung als Pferdehändler hat, wurde Casio von Helgstrand und dem dritten Partner verkauft, ohne dass er darüber im Vorfeld informiert worden wäre.

Weil ihm der Verkaufspreis in Höhe von 3,6 Millionen dänischen Kronen zu gering erschien, stellte Markussen darauf eigene Nachforschungen an. Dabei fand er heraus, dass Casios neuer Besitzer tatsächlich 4,8 Millionen DK für das Pferd gezahlt hatte.

Bereits vor einem Jahr war Helgstrand in einen Betrugsskandal verwickelt gewesen. Damals hatte er beim Verkauf der Junge-Dressurpferde-Weltmeisterin Donna Unique deren Züchterin Joan Andreasen um 450.000 Euro geprellt. Nachdem Andreasen mit einer Klage gedroht hatte, wurde ihr der fehlende Betrag ausgezahlt.

Auf die neuerlichen Anschuldigungen reagiert der dänische Silbermedaillengewinner der Weltreiterspiele 2006 ähnlich wie im Fall Donna Unique: „Wenn er (Anm.: Jens Erik Markussen) ein Problem hat, ist er herzlich eingeladen zu mir zu kommen.“ wird Helgstrand von BT zitiert. Auf die Frage, wie er sich die Betrugsvorwürfe seines ehemaligen Geschäftspartners erkläre, sagte er: „Ich kann ihnen nur sagen, dass wir uns alle drei einig waren, als das Pferd verkauft wurde. Ich habe zu diesem Thema keine weiteren Kommentare.“

Quelle
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