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19.05.2013

Aortaabriss: King Artus stirbt beim Pfingsreitturnier in Wiesbaden

Das traditionelle CIC3* in Wiesbaden wurde am Samstag von einem traurigen Zwischenfall überschattet. King Artus, Olympiapferd des Deutschen Dirk Schrade, brach im Zielraum der Geländestrecke urplötzlich zusammen und verstarb noch an Ort und Stelle. Als Ursache für den völlig unerwarteten Tod wird ein Aortaabriss vermutet.

King Artus ist nicht mehr: Der 17-jährige Holsteiner brach nach der Geländeprüfung des CIC3* in Wiesbaden plötzlich zusammen und konnte nicht mehr gerettet werden. Als Todesursache wird ein Aortaabriss vermutet. © Kit Houghton/FEI
King Artus ist nicht mehr: Der 17-jährige Holsteiner brach nach der Geländeprüfung des CIC3* in Wiesbaden plötzlich zusammen und konnte nicht mehr gerettet werden. Als Todesursache wird ein Aortaabriss vermutet.
© Kit Houghton/FEI
Dirk Schrade und sein 17-jähriger Holsteiner Wallach zeigten sich an diesem Wochenende in toller Form. Das Championatsduo lag nach Dressur- und Springen in aussichtsreicher Position und sicherte sich mit einem fehlerfreien Geländeritt und gesamt 39,40 Punkten den zweiten Finalrang hinter Ingrid Klimke und Escada (36,40). Die feierliche Siegerehrung erlebte King Artus jedoch nicht mehr. Sein Reiter war im Zielraum bereits abgestiegen und alles schien in bester Ordnung, da brach der King Milford-Sohn plötzlich zusammen. Erst wurde noch ein Kreislaufkollaps vermutet, doch wenig später folgte die ernüchternde Nachricht: King Artus ist tot. Als Ursache wird zurzeit ein Aortaabriss  vermutet. Wie es dazu kommen konnte, erklärte der delegierte Tierarzt der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI), Dr. Gerit Matthesen in einer Aussendung: „Das kann bei jedem Pferd und in jeder Situation passieren, im Dressursport ebenso wie beim Springen, beim Ausreiten oder sogar auf der Weide. Was die genaue Ursache für einen Gefäßabriss ist, ist bis dato noch nicht bekannt.“

Teilnehmer, Veranstalter und Zuseher zeigten sich geschockt über den Vorfall, auch bei Ingrid Klimke wollte nach dem tragischen Zwischenfall trotz ihres Sieges keine Jubelstimmung aufkommen: „Der Tod von King Artus tut mir unendlich leid und mein tiefes Mitgefühl gilt Dirk, den Besitzern und dem gesamten Team“, zeigte sich die Reitmeisterin tief betroffen.

Mit King Artus verliert Dirk Schrade sein bestes Pferd, dem er viele große Erfolge und schöne Momente verdankt. 2009 feierte das Duo nach zwei dritten Plätzen beim CIC3* in Luhmühlen und beim CICO3* in Aachen mit dem Sieg beim CCI4* in Pau einen seinen größten Erfolge. 2011 verpasste das Team Schrade/King Artus bei der Europameisterschaft in Luhmühlen nur knapp eine Medaille und beendete die Einzelwertung auf Rang vier. Bei den Olympischen Spielen in London 2012 trug das Paar mit einer hervorragenden Leistung maßgeblich zum Teamgold der deutschen Mannschaft bei. „Wir alle sind entsetzt und fassungslos über den tragischen Verlust von King. Der Schmerz ein so außergewöhnliches Pferd zu verlieren lässt sich momentan noch nicht in Worte fassen“, so Schrade auf seiner Homepage.
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