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27.02.2011

Artgerechte Pferdeställe gesucht

Auch heuer suchen wir wieder nach Österreichs artgerechtesten Pferdeställen.

Die Beurteilungskriterien

Beurteilt wird die Haltungsform an sich, ob es sich um einen Offenstall/Bewegungsstall bzw. eine Pferdehaltung, die auch Einzelboxen anbietet, handelt.
Artgerechte Pferdehaltung © Jan Schuler - Fotolia.com
Freie Bewegungsmöglichkeit, viel frische Luft und Sonnenlicht zählen unter anderen zu den Grundbedürfnissen eines Pferdes.
© Jan Schuler - Fotolia.com
Generell als artgerecht kann jeder Stall gelten, der es den Pferden ermöglicht, ihre grundlegenden Bedürfnisse sicher und ohne Stress zu leben: Wichtige Punkte sind dabei der Sozialkontakt mit anderen Pferden, kontinuierliche (Rau)futteraufnahme, über den Tag verteilt, freie Bewegungsmöglichkeit, viel frische Luft und Sonnenlicht, genügend Platzangebot, die Möglichkeit, Schutz vor der Witterung zu suchen, ausreichend dimensionierte und eingestreute Ruhebereiche, eine harmonische Herdenzusammenstellung, eine gute Hygiene sowie die Beachtung aller Vorkehrungen, um Verletzungen zu vermeiden (genügend Ein- und Ausgänge in ausreichender Dimension, sichere Zäune, keine spitzen Winkel, keine vorragenden Gebäudeteile und scharfe Kanten etc.). Wenn Pferde auch in Einzelboxen gehalten werden, ist es unabdingbar, dass sie ausreichend Koppel- und Weidegang gemeinsam mit Artgenossen haben. Zumindest ein Teil des Stalles muss als Offen- bzw. Laufstall gestaltet sein.

Mindestvoraussetzungen

Als absolute Mindestvoraussetzung, um eine positive Beurteilung zu erlangen, müssen die Mindestanforderungen zur Pferdehaltung, die im Anhang 1 (BGBl. II Nr. 485/2004) des Tierschutzgesetzes formuliert sind, erfüllt sein. So ist dort zum Beispiel die erforderliche Mindestboxengröße – abhängig vom Stockmaß der Tiere – geregelt. Leider hatten manche Ställe, die sich im vergangenen Jahr um eine Auszeichnung beworben haben und die auch durchwegs sehr gute Haltungsbedingungen anbieten, zu kleine Boxen. In so einem Fall kann, auch wenn sonst alles den Anforderungen an einen artgerechten Stall entspricht, keine positive Bewertung abgegeben werden. In einem anderen Fall war im Ruheraum zu wenig eingestreut – mit der Begründung, dass ein Pferd an einer Stauballergie leide. In der Praxis hat sich in solchen Fällen staubarme Einstreu bewährt, ein gänzlicher oder weitgehender Verzicht auf Einstreu ist nicht artgerecht und daher auch von Gesetzes wegen nicht zulässig. Dies nur als Anregung für notwendige Verbesserungen.

Dass vieles möglich ist, was zunächst nicht machbar schien, zeigen zahlreiche positive Beispiele aus ganz Österreich: Mit großem Engagement und viel Liebe zu den Pferden haben bereits etliche PferdehalterInnen auf eine artgerechte Haltung umgestellt – zum Wohl ihrer Pferde, und zu ihrer eigenen täglichen Freude.

Ihre Bewerbung

Bewerbungen um eine Auszeichnung als artgerechter Pferdestall sind jederzeit bis zum 30. Juni des laufenden Jahres möglich. Bitte senden Sie eine Kurzbeschreibung Ihres Pferdebetriebs oder eines Betriebs, den Sie vorbildlich finden, gerne mit Fotos, unter dem Kennwort „artgerechte Haltung“ an redaktion@pferderevue.at. Bereits ausgezeichnete Ställe sind vorerst von einer Teilnahme ausgeschlossen.
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