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04.05.2012

Aufatmen für Reiter im Wienerwald

Am Montag hatte es in einer Pressemitteilung des Vereins "Reitregion Wienerwald" noch geheißen, dass Reiten im Wienerwaldgebiet nach scheitern der Vertragsverhandlungen mit den ÖBf künftig rein rechtlich als verboten gelte. Nun meldet sich die Österreichischen Bundesforste AG in dieser Sache zu Wort. Ein generelles Reitverbot im Wienerwald läge nicht in ihrem Sinne.

Bis zu einer neuen Vertragsregelung werden die ÖBf die unentgeltliche Nutzung der Reitwege dulden und den Reitern damit weiterhin den Zugang zur Natur und die Ausübung ihres Hobbies ermöglichen. © Lekcets-Fotolia.com
Bis zu einer neuen Vertragsregelung werden die ÖBf die unentgeltliche Nutzung der Reitwege dulden und den Reitern damit weiterhin den Zugang zur Natur und die Ausübung ihres Hobbies ermöglichen.
© Lekcets-Fotolia.com
Reiter in der Wienerwaldregion müssen künftig doch nicht aufs Ausreiten verzichten. Diese gute Nachricht erreichte die Redaktion der Pferderevue gestern Abend. In einer Stellungnahme legt die Österreichische Bundesforste AG ihren Standpunkt dar und informierte, wie es in Zukunft weitergehen soll. Nachfolgend lesen Sie die Erklärung der ÖBf im Originalwortlaut:

"Der Forstbetrieb Wienerwald ist seit vielen Jahren Partner der Reitregion Wienerwald. Die Bedeutung des Reitsportes ist den Österreichischen Bundesforsten bewusst, daher stellen wir ein Wegenetz im Wienerwald im Ausmaß von nahezu 200 km den Reitern zur Verfügung. Dabei haben wir uns immer als Partner der Reiter verstanden, was sich zum Beispiel in konstruktiver Zusammenarbeit bei der Adaptierung des Wegenetzes oder Kulanz bei der Entrichtung des jährlichen Entgelts bewiesen hat. Natürlich konnten wir nicht allen Wünschen und Anliegen der Reitregion Wienerwald entsprechen, was vor allem in der Berücksichtigung vieler anderer Interessen zu begründen ist. Als Grundeigentümer, vor allem im Nahebereich einer Großstadt, gibt es eine Reihe von Interessensgruppen, deren Bedürfnissen Rechnung zu tragen ist. Neben den eigenen Bedürfnissen im Rahmen der Forstwirtschaft stehen wir Anliegen etwa des Naturschutzes, der Jagd, der Landwirtschaft, der Gemeinden, der Mountainbiker oder der Spaziergeher gegenüber. Im Sinne der Nachhaltigkeit berücksichtigen wir ökologische, wirtschaftliche wie gesellschaftliche Interessen gleichermaßen!

Die Haltung des Reitverbandes können wir nicht nachvollziehen. Wir haben die Verlängerung einer langjährigen Vereinbarung zu den gleichen Bedingungen wie bisher angeboten. Die zuletzt geführten Gespräche mit den Vertretern der Reitregion Wienerwald schienen auf einem guten Weg zu sein. Umso verwunderter waren wir über die überraschende Aufkündigung der Zusammenarbeit seitens der Reitregion Wienerwald.

Einige angesprochene Anliegen wie z.B. Übernahme des Modells „Heiligenkreuz“ haben wir in allen Gesprächen klar zurückgewiesen, was auch von den Vertretern der Reitregion so akzeptiert wurde. Auch die Aussage, keinen Beitrag zu einer regelmäßigen Kontrolle der „Schwarzreiter“ leisten zu wollen, können wir nicht im Geringsten nachvollziehen. Zudem haben wir auch zugesagt, Beiträge zur Wegerhaltung, Beschilderungen, Markierungen und Erstellung von Kartenmaterial zu leisten.

Wir werden nun an einer Alternativlösung arbeiten, d.h. eine Zusammenarbeit mit anderen Reitpartnern in Erwägung ziehen, und uns weiterhin für ein funktionierendes Reitwegenetz im Wienerwald einsetzen. Keineswegs darf die Situation auf dem Rücken der Reiter ausgetragen werden! Ein generelles Verbot ist nicht in unserem Sinne. Bis zu einer neuen Vertragsregelung – in der Übergangszeit – werden wir die unentgeltliche Nutzung der Reitwege dulden und den Reitern weiterhin den Zugang zur Natur und die Ausübung ihres Hobbies ermöglichen."