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29.04.2011

Aufreger Alternativmedizin

Komplementäre Heilmethoden werden kaum je unaufgeregt erörtert, Darstellungen bleiben selten unwidersprochen.

Autorin Elke Hellmich hatte recht: Komplementäre Heilmethoden werden kaum je unaufgeregt erörtert. Und Darstellungen – aus welcher Sicht auch immer – bleiben selten unwidersprochen, auch wenn man sich noch so sehr bemüht, ein ausgewogenes Bild zuzeichnen (siehe dazu die Gegendarstellung auf Seite 37 unserer Maiausgabe). Denn Tatsache ist und bleibt: Mit streng naturwissenschaftlichen Ansätzen und Methoden lässt sich die Wirkweise z. B. der Homöopathie nicht erklären. Und es ist nur redlich, darzustellen, dass hoch potenzierte Mittel kein Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten. Das Erklärungsmodell der Homöopathie, dass die Wirkung „durch die gespeicherte energetische Information“ zustande komme, ist eben nur ein Modell, ein Erklärungsversuch, der allerdings auch viele Fragen offen lässt: Warum werden nicht auch die unerwünschten Wirkungen eines Mittels potenziert? Und wie verhält es sich mit Verunreinigungen – werden diese auch „potenziert“? Unleugbar gibt es den Placeboeffekt, und auch die Selbstheilung – ganz ohne Zutun eines Arztes/einer Ärztin oder eines Therapeutikums – ist ein bekanntes und gar nicht so seltenes Phänomen. Auch da gäbe es noch viel zu erforschen. Problematisch wird es allerdings immer dann, wenn aus einer Scheuklappensicht Dogmen gepredigt und Alternativen von vorneherein verteufelt werden – was gerade unter KomplementärmedizinerInnen leider oft zum guten Ton gehört. Zweifel müssen immer erlaubt sein, ob nun gegenüber der Schulmedizin – oder aber auch gegenüber den sogenannten alternativen Methoden.
Themenwechsel: Auf Seite 14 unserer Maiausgabe stellen wir Ihnen ein Buch vor, an dem maßgeblich auch ein Pferderevue-Autor Anteil hat: Dr. Thomas Druml, international tätiger Wissenschafter und Buchautor, verantwortet einige der spannendsten Kapitel von „Lipizzaner im Lichte der Wissenschaft“. Durch hochkarätige AutorInnen wie eben Dr. Druml, aber auch Dr. Sabine Brandt, die an der VUW forscht und publiziert, können wir Ihnen laufend neueste Erkenntnisse aus etlichen pferderelevanten Forschungsgebieten exklusiv und vor anderen Pferdemedien offerieren – worauf wir, zugegeben, schon ein bisschen stolz sind. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Autorinnen und Autoren, Fotografinnen und Fotografen – wir wissen zu schätzen, wie viel Idealismus und Engagement Monat für Monat auf diesen Seiten zu Bild und Text wird.

Herzlichst,

Eva Morawetz
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