Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
10.08.2014

Auheim’s Del Magico Vizeweltmeister bei Jungpferde-WM

Was für ein sensationeller Erfolg für das Gestüt der Familie Pengg: Nach zwei tollen Performances, holten Auheim’s Del Magico und seine Reiterin Stephanie Dearing beim WM-Finale der Sechsjährigen Dressurpferde völlig überraschend die Silbermedaille!

Nach zwei starken Performances, holten Auheim’s Del Magico und seine Reiterin Stephanie Dearing beim WM-Finale der Sechsjährigen Dressurpferde völlig überraschend die Silbermedaille! © Petra Kerschbaum
Nach zwei starken Performances, holten Auheim’s Del Magico und seine Reiterin Stephanie Dearing beim WM-Finale der Sechsjährigen Dressurpferde völlig überraschend die Silbermedaille!
© Petra Kerschbaum
In der Qualifikation hatte man sich noch über einen hervorragenden sechsten Rang gefreut. Dass es am Ende sogar WM-Silber werden würde, darauf hätte vermutlich kaum einer gewettet. Doch Auheim’s Del Magico und Stephanie Dearing zauberten am Sonntag eine durch und durch harmonische Vorstellung in die Verdener WM-Arena, wo viele andere, auch höher eingeschätzte Paare, Probleme mit Losgelassenheit und Durchlässigkeit hatten.

Der gekörte Hannoveraner Prämienhengst, der 2012 mit dem Weltmeyer-Preis für das beste Nachwuchspferd ausgezeichnet worden war, punktete vor allem mit seiner bedingungslosen Rittigkeit, zeigte sich stets aufmerksam gegenüber den Hilfen seiner fein einwirkenden Reiterin und zufrieden in der Anlehnung. Eine 8,7 vergaben die Richter für den taktsicheren Trab, den schicke Schimmel id schöner Selbsthaltung und bereits mit guter Versammlungsbereitschaft ausführte. Lediglich in den Traversalen wurde Del Magico etwas zu eng. Das Duo zeigte einen guten Schritt im klaren Viertakt mit reichlich Übertritt, allerdings wirkte der Dimaggio-Sohn in dieser Gangart wie schon in der Qualifikationsprüfung etwas eilig. Hier erhielt er mit 7,9 auch seine niedrigste Note. Eine glatte 9,0 gab’s hingegen für den ausdrucksstarken Galopp, bei dem jeder Sprung klar im Bergauf angelegt war. Auch hier ließ der sechsjährige Hengst bereits gute Versammlungsbereitschaft erkennen. Mit einer 8,8 für die Durchlässigkeit und einer 8,9 für den Gesamteindruck wiederholte das Auheim-Duo mit gesamt 8,66 sein tolles Ergebnis aus der Qualifikation, das an diesem Tag den Silberrang hinter dem niederländischen Paar Dancer Forever mit Kirsten Brouwer (9,04) und hauchdünne 0,02 Punkte vor Dream Boy mit Gerdine Maree (NED) im Sattel bedeutete.

Besonders groß war die Freude über den Sensationserfolg bei Stephanie Dearing, die den Ritt trotz aufgeladener Stimmung in der Arena sichtlich genoss. Schon während der Prüfung stahl sich immer wieder ein Lächeln auf ihr Gesicht. Und als dann auch die finale Grußaufstellung perfekt gelang, gab’s für Del Magico schließlich eine dicke Umarmung. Seit ihrem ersten Verden-Besuch 2002 wollte die Auheim Bereiterin bei dieser WM selbst einmal im Sattel sitzen. Dass es hier sogar für eine Medaille reichen würde, damit habe sie selbst am wenigsten gerechnet, verriet Dearing.
Zwei, die für gute Laune sorgten: Auheim"s Del Magico und Stephanie Dearing © Petra Kerschbaum
Zwei, die für gute Laune sorgten: Auheim"s Del Magico und Stephanie Dearing
© Petra Kerschbaum

Quarz durch den Wind

Eine vielversprechende Qualifikationsprüfung hatten auch Bartlgut’s Quarz und Ulrike Prunthaller abgelegt. Doch nach dem sehr guten achten Rang am Freitag hatte das Paar im Finale einen rabenschwarzen Tag erwischt. Der imposante Quaterback-Sohn, der im Probelauf noch mit einer hervorragenden 8,5 für Durchlässigkeit benotet worden war, schmiss heute völlig die Nerven. Erst gab’s anstelle der geforderten Grußaufstellung eine grobe Widersetzlichkeit und als der Brandenburger dann wenig später heftig scheute war klar, dass eine Wiederholung des Erfolgs vom Freitag diesmal nicht drin sein würde. Die große Anspannung vom Beginn zog sich schließlich durch die gesamte Prüfung, Bartlgut-Bereiterin Ulrike Prunthaller war praktisch nie in der Lage die Grundqualität des ganggewaltigen Braunen auch nur ansatzweise zu zeigen. Entsprechend rasselten die Noten des Paares in den Keller. 6,8 für den Trab, 5,8 für den Schritt, 7,2 für den Galopp, 5,0 für die Durchlässigkeit und 6,0 für den Gesamteindruck ergaben im Schnitt eine desaströse 6,16 und damit den letzten Platz für das Paar, für das hier doch deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Sezuan siegt bei den Fünfjährigen

Wie erwartet ging der Sieg im Finale der Fünfjährigen, das bereits am Samstag ausgetragen worden war, an den hochdekorierten Dänischen Warmbluthengst Sezuan unter Dorothee Schneider (GER). Mit 9,76 gewann der Blue Hors Zack-Don Schufro-Sohn aus der Zucht von Linette Jaeger und dem Besitz des Gestütes Peterhof den WM-Titel 2014. Erst seit März reitet die Mannschafts-Olympia-Zweite den Schwarzbraunen, der für seinen Galopp die Traumnote 10 kassierte und für den Schritt und den Trab jeweils 9,6 bekam. Der Gesamteindruck war den Richtern eine 9,9 wert. Insgesamt schloss das Duo die WM mit der Gesamtnote 9,76 ab. Zweite wurde die Westfalen-Stute Samoura M unter Ann-Christin Wienkamp (GER) mit 9,34 vor dem drittplatzierten KWPN-Hengst Eye Catcher unter Hollands Erfolgsreiterin Kirsten Brouwer (9,30).

Österreichs einziges Pferd am Start, der dunkelbraune Oldenburger Auheim’s Riano, hatte mit der doch deutlich beeindruckenderen Kulisse gegenüber dem Qualifikationsbewerb seine liebe Not und Stephanie Dearing musste ihr gesamtes reiterliches Können ausspielen, um den Rock Forever I/Weltmeyer-Sohn auf sich zu konzentrieren. Das schlug sich vor allem in der Durchlässigkeitsnote nieder, die mit 5,8 deutlich unter jener vom Donnerstag zurückblieb. Mit gesamt 7,76 war an diesem Tag nicht mehr als Platz 13 für das Duo drin, das durchaus Chancen auf einen Top-Ten-Platz gehabt hätte.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier