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23.05.2018

Australiens Wildpferde dürfen am Leben bleiben

Weil sie als Bedrohung für die Vegetation ihres Lebensraumes gesehen werden, sollten über 5.000 australische Wildpferde getötet werden. Jetzt ist die Regierung von ihrem umstrittenen Plan abgerückt.

Die Brumbies der Snowy Mountains sollen umgesiedelt und nicht, wie ursprünglich geplant, getötet werden. © www.slawik.com
Die Brumbies der Snowy Mountains sollen umgesiedelt und nicht, wie ursprünglich geplant, getötet werden.
© www.slawik.com
Aktuell leben etwa 6000 Wildpferde in den Snowy Mountains, rund 500 Kilometer südwestlich der australischen Metropole Sydney entfernt. Sie sind wildlebende Nachfahren jener Pferde, die Mitte des 19. Jahrunderts mit den weißen Siedlern auf den Kontinent gebracht wurden. Inzwischen werden die tierischen Immigranten als nationales Kulturgut und beliebte Touristenattraktion gesehen.

Doch die Wildlinge haben nicht nur Freunde. Umweltschützer und Bauern kritisieren seit Jahren, dass die Pferde der Natur schaden. Durch ihre harten Hufe würden sie den empfindlichen Boden beschädigen. Erosion und die Versteppung ganzer Landstriche seien die Folge. Auch einheimische Arten würden durch die große Zahl an Pferden zunehmend verdrängt.

Im August 2016 kündigten die Behörden der Region deshalb an, den Bestand der Tiere innerhalb von 20 Jahren auf 600 und damit um 90 Prozent reduzieren zu wollen – vornehmlich durch Abschießen.

Dieser umstrittene Plan, der international für heftige Kritik gesorgt hatte, wurde nun gekippt. Wie australische Medien am Sonntag mitteilten, sollen die Brumbies künftig geschützt und das Problem durch Umsiedelungen gelöst werden. Das zugehörige Gesetz will man bereits kommende Woche beschließen. Brumbies seien ein wichtiger Teil der Tradition in der Region, sagte der stellvertretende Regierungschef John Barilaro dem Sender ABC.

ps
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