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22.09.2017

Autovermieter fordert hohe Geldstrafen für Pferdemist auf öffentlichen Wegen

Wer den Mist seines Pferdes von Straßen und öffentlichen Wegen nicht entfernt, soll mit 1.000 Pfund Bußgeld bestraft werden. Mit dieser drastischen Forderung machte jüngst ein britisches Autovermietungsunternehmen von sich Reden, das im Pferdemist eine erhebliche Gefahr für Autofahrer und Fußgänger ortet.

Geht es nach einem britischen Autovermieter, sollte nicht entfernter Pferdemist mit 1.000 Pfund Bußgeld bestraft werden. © M. Dörr & M. Frommherz - Fotolia.com
Geht es nach einem britischen Autovermieter, sollte nicht entfernter Pferdemist mit 1.000 Pfund Bußgeld bestraft werden.
© M. Dörr & M. Frommherz - Fotolia.com
In einer Pressemitteilung erklärte der landesweit tätige Autovermieter ValueHire, dass „riesige Haufen Pferdemists auf öffentlichen Straßen für Autofahrer ein echtes Chaos bedeuten“.

Es sei nicht nachvollziehbar, warum Hundehalter verpflichtet seien, jedes Hundstrümmerl zu beseitigen, dieselbe Regelung jedoch nicht für Pferde und deren Äpfel gelte – vor allem, wo doch Pferdemist so viel umfangreicher sei, als jener von Hunden.

„Nicht nur Autofahrer sind gezwungen um die Pferdehaufen herum- oder sogar hindurchzufahren, auch anderen Straßenteilnehmern bleibt oft nichts anderes übrig als mitten durchzuradeln oder hineinzutreten, das ist wirklich gefährlich“, meinte Unternehmenssprecherin Susan Jones.

Bestätigt in dieser Haltung sieht man sich bei ValueHire durch die Ergebnisse einer selbst durchgeführten Umfrage. Demnach hätten 76 Prozent der Kunden des Unternehmens angeführt, sich über Pferdemist auf Straßen und öffentlichen Wegen zu ärgern. Drei Viertel der Befragten seien der Meinung „dass Pferdemist in die Verantwortlichkeit des Besitzers fiele und würden es begrüßen, wenn es Strafen für eine unterlassene Beseitigung des Unrats gäbe“.

Diese könnten dann für etwaige Zusatzkosten herangezogen werden, die den Gemeinden durch die Beseitigung der Rossäpfel entstünde. Das sei nur fair in Zeiten, wo sowieso überall gespart werden müsse, ließ der Autovermieter wissen.

Vom britischen Magazin Horse&Hound auf konkrete Angaben über die angeführten Zusatzkosten angesprochen, wollte sich ein Unternehmenssprecher dann aber lieber nicht festlegen. „Ich weiß nicht, ob es irgendwelche Belege dafür gibt. Aber alles kostet ja schließlich irgendetwas.“

Wenig Konkretes hatte der Autovermieter auch an Lösungsvorschlägen parat, wie Reiter denn nun den Mist ihrer Pferde während eines Ausritts von Straßen entfernen sollten. „Wir wollen hierzu keine Ratschläge erteilen, das soll sich jeder selbst überlegen.“ Eine Idee gab es dann aber doch noch: „Man könnte doch Taschen und andere Dinge am Pferd befestigen.“

Wenig Anklang fand die Forderung freilich bei britischen Pferdebesitzern. Bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung machten hunderte verärgerte Reiterinnen und Reiter ihrem Unmut über die horrende Bußgeldforderung auf sozialen Netzwerken Luft.

„Ich würde zu gerne wissen, wie ValueHire sich das vorstellt, dass jemand mitten auf der Straße vom Pferd absteigt um die Pferdeäpfel zu beseitigen ohne sich selbst, das Pferd oder andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr zu bringen“, konterte etwa Pferdebesitzerin Kylie Bawden, die mit dieser Einschätzung nicht alleine dasteht, wie unzählige Kommentare auf Facebook und Co zeigen.

Auch der Unternehmenssprecher bestätigte, dass man bei diesem Thema offenbar in ein Wespennest gestochen habe, gab aber an, dass daraus einige fruchtbare Diskussionen entstanden seien. Man darf gespannt sein, wo diese hinführen werden.

ps