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28.04.2013

Beezie Madden holt zweiten Weltcupsieg für die USA

Es war bis zum Schluss ein Kopf an Kopf-Rennen, das sich Beezie Madden (USA) und Steve Guerdat (SUI) in der finalen Runde der Weltcupentscheidung der Springreiter lieferten, doch am Ende war es die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von 2008, die mit einer sicheren Runde zum zweiten Mal in Folge den Rolex-Weltcup-Finalsieg in die USA holte.

Spannend bis zuletzt: Nach einem Krimi über drei Runden setzte sich die US-Amerikanerin Beezie Madden gegen Olympiasieger Steve Guerdat (SUI) durch und holte den Sieg im Weltcupfinale der Springreiter. © Kit Houghton / FEI
Spannend bis zuletzt: Nach einem Krimi über drei Runden setzte sich die US-Amerikanerin Beezie Madden gegen Olympiasieger Steve Guerdat (SUI) durch und holte den Sieg im Weltcupfinale der Springreiter.
© Kit Houghton / FEI
Während Beezie Madden mit einem Sieg in der ersten Runde am Donnerstag perfekt in dieses Weltcupfinale gestartet war, lief es für Olympiasieger Steve Guerdat ganz und gar nicht nach Plan. Doch der Schweizer gab sich nach einem mageren Start und Rang 17 nicht geschlagen, bereits einen Tag später bewies er mit Platz eins im zweiten Teilbewerb, dass er den Kampf um den Weltcup-Finalsieg noch lange nicht aufgegeben hatte. Die finale dritte Runde am Sonntag versprach demnach Höchstspannung: Mit Luciana Diniz (POR), Beezie Madden (USA), Kevin Staut (FRA), Rolf Göran Bengtsson (SWE), Marc Houzager (NED), und Steve Guerdat lagen ausschließlich absolute Weltklasse-ReiterInnen in aussichtsreicher Position auf den Titel.

Der erste Umlauf des alles entscheidenden Finales am Sonntag forderte den Pferde und ihren ReiterInnen alles ab. Keines der 23 angetretenen Paares kam ohne Fehler durch den technisch extrem anspruchsvollen Parcours. Auch Runde zwei erwies sich als ungemein knifflig, und nur zwei Pferd-Reiter-Paare kamen mit null Fehlern ins Ziel: Beezie Madden und Steve Guerdat.

Entscheidung im Stechen

Weil beide mit insgesamt neun Fehlerpunkten im Weltcup-Ranking gleichauf an erster Stelle lagen, musste ein Stechen die Entscheidung bringen. Steve Guerdat, bereits im Vorjahr undankbarer Zweiter hinter Rich Fellers, ging mit seinem Olympiapferd Nino de Buissonnets auch heuer wieder als Erstes in den Parcours. Dort setzte der Schweizer alles auf eine Karte, steuerte seinen zwölf Jahre alten Kannan-Sohn riskant über die Stangen. Zu viel Risiko, das sich am Ende nicht bezahlt machen sollte, denn trotz fabelhafter Zeit (30,33 Sek.) fiel gleich zwei Mal die Stange.

Beezie Madden konnte danach im Sattel des 14-jährigen KWNP-Wallachs Simon mit einem Sicherheitsritt alles klar machen – und tat das auch. Null Fehler in 41,66 Sekunden brachten der 41-jährigen ihren ersten Sieg bei einem Weltcup-Finale – nach Rich Fellers im Vorjahr der zweite für die USA. Madden ist damit erst die fünfte Frau, die diese prestigeträchtige Serie für sich entscheiden konnte.

„Ich wollte fehlerfrei bleiben und dabei so schnell als möglich sein“, erklärte Guerdat im Anschluss an seinen Ritt. „Ich habe ein sehr schnelles Pferd und wollte einfach gewinnen. Im vergangenen Jahr musste ich als erster ins Stechen gehen und war am Ende Zweiter, weil ich einfach nicht schnell genug war. Ich wollte nicht, dass mir das noch einmal passiert. Vielleicht war es heute zu viel Risiko, vielleicht hätte ich es vorsichtiger angehen sollen, dann hätte ich Beezie etwas mehr unter Druck setzen können. Aber ich denke, ich musste es einfach versuchen.“
Nach toller Aufholjagd am Ende wieder nur Zweiter im Finale: Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets © Kit Houghton / FEI
Nach toller Aufholjagd am Ende wieder nur Zweiter im Finale: Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets
© Kit Houghton / FEI
Für Beezie Madden waren Guerdats Abwürfe eine große Erleichterung. „Ich habe Steves Stechrunde übers Fernsehen mitverfolgt. Nach seinen beiden Abwürfen wollte ich nur noch wissen, was die erlaubte Zeit war. Ich war so erleichtert, ich dachte es würde ungemein schwer werden ihn zu schlagen – das hat mir einiges an Druck genommen.“

Auf Rang drei platzierte sich der Franzose Kevin Staut mit Silvana (10 Fehlerpunkte), gefolgt vom Spanier Sergio Alvarz Moya, der auf Carlos das viertbeste Ergebnis erzielte (12). Die weiteren Plätze belegten McLain Ward (USA) mit Super Trooper de Ness und Rolf-Göran Bengtsson (SWE) mit Quintero und Casall (beide 13), Marc Houtzager (NED) mit Tamino und Uppity (16) und Hendrik von Eckermann (SWE) mit Gotha (20). Luciana Diniz (POR), die vor dem dritten Teilbewerb am Sonntag das Feld angeführt hatte, verspielte ihre Siegchancen mit insgesamt 20 Fehlerpunkten in den beiden Umläufen des abschließenden Springens und belegte Platz neun in der Gesamtwertung.

Alle Ergebnisse
dieses spannenden Finales können Sie hier nachlesen.

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