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28.11.2013

Belastungswelle im Reitsport

Die drohende Umsatzsteueranhebung und die damit verbundene Belastungswelle hat in den vergangenen Wochen für verzweifelte Aufregung unter Österreichs Pferdebesitzern und großes mediales Echo gesorgt. Doch wie steht es wirklich um die Zukunft des heimischen Reitsports?

ZAP, Die Ländlichen Reiter und Fahrer – Österreich und der OEPS kämpfen vehement dagegen, dass Reiten zu einem Luxus wird. © lekcets - Fotolia.com
Pferdesportbegeisterte, Kinder und Hobby-ReiterInnen bilden die Basis der heimischen Pferdesportfamilie. Das soll auch weiterhin so bleiben. ZAP, Die Ländlichen Reiter und Fahrer – Österreich und der OEPS kämpfen vehement dagegen, dass Reiten zu einem Luxus wird.
© lekcets - Fotolia.com
die Botschaft ist ja nicht mehr neu (wir hatten bereits in der Augustausgabe der Pferderevue ausführlich über die kommenden steuerlichen Neuregelungen berichtet), aber offenbar wird vielen erst jetzt die Brisanz dessen bewusst, was da am Horizont der Pferdewelt heraufzieht. Mittlerweile ist das Thema angekommen, ORF, Die Presse und andere Medien haben darüber berichtet, eine Petition wurde lanciert, ZAP, Die Ländlichen Reiter und Fahrer - Österreich und der OEPS (siehe dazu auch den Kommentar der Präsidentin Elisabeth Max- Theurer in der Dezemberausgabe der PFerderevue auf Seite 74) unternehmen große Anstrengungen, um mit den verantwortlichen PolitikerInnen und FunktionärInnen Kompromisslösungen zu verhandeln, die die befürchteten Folgen für die Pferdewirtschaft mildern sollen.

Noch einmal kurz zur Erinnerung, worum es geht: Umsätze aus der Pensionspferdehaltung im Rahmen landwirtschaftlicher Betriebe unterliegen ab 1. Jänner 2014 nicht mehr der Umsatzsteuerpauschalierung. Grundsätzlich wäre ab diesem Zeitpunkt also eine Umsatzsteuer in der Höhe von 20 % zu verrechnen und abzuliefern. Welche Mehrkosten allerdings auf den einzelnen Betrieb und damit auf die PferdehalterInnen tatsächlich zukommen, lässt sich pauschal nicht sagen. Eine generelle Erhöhung der Einstellkosten jedenfalls um 20 %, wie vielfach kolportiert, ist nicht zu erwarten. Und wie angemerkt: noch ist man bemüht, eine erlassmäßig gewährte Vorsteuerpauschale in der Höhe von 16 % zu erwirken.

Alle Informationen im Detail und vielleicht auch schon das Ergebnis der Verhandlungen liefern wir in der Jännerausgabe. Dort werden wir uns auch mit dem zweiten Damoklesschwert beschäftigen, das über den landwirtschaftlichen Einstellbetrieben dräut: Das „Einstellen von Reittieren“ ist nur dann ein Nebengewerbe der Land- und Forstwirtschaft, wenn es der land- und forstwirtschaftlichen Urproduktion untergeordnet ist. In vielen Betrieben ist die Pensionspferdehaltung aber mittlerweile zur Haupttätigkeit geworden, was bedeutet, dass laut Gewerbeordnung eine Betriebsanlagengenehmigung, eine Flächenwidmungsplanänderung und andere Vorbedingungen mehr unerlässlich sind. Auch diesbezüglich gibt es Bemühungen um sinnvolle und transparente Regelungen.

In der Zwischenzeit legen wir Ihnen die oben erwähnte Petition ans Herz, die laufende Berichterstattung auf unserer Homepage – und natürlich die kommende Ausgabe der Pferderevue.
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