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13.04.2018

Belinda Weinbauer bei Weltcup-Premiere starke Zehnte

Das erste Mal bei einem Weltcup-Finale und gleich in den Top Ten: Nach einer starken Qualifikationsphase haben Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant nun auch beim Finale überzeugt – mit einem fehlerlosen Auftritt und Platz zehn im Weltklassefeld.

Gut gemacht, Söhnlein! © Tomas Holcbecher
Gut gemacht, Söhnlein!
© Tomas Holcbecher
Ganz einfach war es nicht für Belinda Weinbauer, denn ihr 16 Jahre alter Hannoveraner Wallach zeigte sich von der Atmosphäre in der Pariser AccorHotels-Arena doch ein wenig beeindruckt. Damit war er übrigens nicht alleine. Die gut gefüllten Zuschauerreihen brachten reichlich Elektrizität in die Halle. Und die machte vielen Pferden zu schaffen. Belinda Weinbauer wusste allerdings gut mit dieser Spannung umzugehen und lenkte ihren Söhnlein mit großer Souveränität durch die Prüfung.

Diese Ruhe machte sich bezahlt. Abgesehen von den ersten beiden Haltparaden, bei denen der Braune hinten rechts nicht ganz geschlossen stand, gelang dem Paar ein fehlerfreier Grand Prix. Mit dem Galopp fand das Paar schließlich auch immer besser zur Losgelassenheit – und sammelte obendrein ordentlich Punkte. Das galt ganz besonders für die kraftvoll gesprungenen Wechsel und den dynamischen starken Galopp. Für diese Lektionen zückten die Richter konstant Noten zwischen 7,5 und 8. Als Söhnlein auf der Schlusslinie auch noch seine ausdrucksstarke elastische Passage auspackte und in einem super geschlossenes Halt zum stehen kam, war Belinda Weinbauer die Erleichterung über die gelungene Runde deutlich anzumerken.

Die Wertung der Richter bestätigte das gute Gefühl. 70,357 Prozent bedeuteten die Führung. Die hielt zwar nur bis zum nächsten Paar, dem Dänen Daniel Bachmann-Andersen mit Star-Vererber Blue Hors Zack, danach dauerte es aber eine ganze Weile, bis jemand mit einer besseren Wertung als das Österreicher-Duo aus dem Viereck kam. In die Pause ging das Paar als Dritte, am Ende wurde es dann Platz zehn. „Das ist ein super Ergebnis, damit kann man wirklich absolut zufrieden sein“, kommentierte Trainer und Lebensgefährte Peter Gmoser. „Söhnlein Brilliant ist seit fast zwei Monaten kein Turnier mehr gegangen, da muss man im ersten Bewerb einfach noch ein bisschen vorsichtig reiten.“ Für das große Kürfinale verspricht sich Gmoser noch einmal eine Leistungssteigerung. „In der Kür heißt es voll auf Angriff reiten. Immerhin haben wir ja nichts zu verlieren.“ Man reitet schließlich nicht jeden Tag ein Weltcupfinale.
Gelungene Premiere: Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant beendeten den Grand Prix des Weltcupfinales auf dem starken zehnten Platz. © Tomas Holcbecher
Gelungene Premiere: Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant beendeten den Grand Prix des Weltcupfinales auf dem starken zehnten Platz.
© Tomas Holcbecher

Graves schlägt zurück

An der Spitze gab es das erwartete Duell zwischen US-Reiterin Laura Graves mit Verdades und Isabell Werth auf Weihegold. Allerdings mit etwas anderem Ausgang, als von vielen erwartet. Graves, die sich im Vorjahr noch mit Platz zwei hinter der späteren Weltcupsiegerin Werth hatte begnügen müssen, hatte diesmal die besseren Karten. Die 31-Jährige entschied den Zweikampf mit 81,413 Prozent klar für sich. Allerdings profitierte die Amerikanerin von einer Reihe teurer Fehler, die Werth und Weihegold in der Galopptour unterliefen. Letztlich musste sich die deutsche Rekordreiterin mit 78,261 Prozent deutlich geschlagen geben. Platz drei ging mit Jessica von Bredow-Werndl und Unee BB (75,668 Prozent) ebenfalls an Deutschland.
Der Fehdehandschuh ist geworfen: Laura Graves gewinnt den Grand Prix vor Isabell Werth © Liz Gregg/FEI
Der Fehdehandschuh ist geworfen: Laura Graves gewinnt den Grand Prix vor Isabell Werth
© Liz Gregg/FEI
Für die Kür ist dieses Ergebnis allerdings nicht von Bedeutung, denn für das Abschlussklassement des Weltcup-Finals zählt allein der Freestyle. Man darf sich also auf ein neuerliche Auflage des Duells Graves gegen Werth freuen – und auf einen weiteren tollen Ritt von Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.

ps
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