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16.12.2013

Berufsverbot für Dopingsünder ab 2015?

Wenn es nach den Vorstellungen der Welt Anti Doping Agentur (WADA) geht, haben Dopingsünder künftig nichts mehr zu lachen. Neben einer Ausdehnung der Sperre von zwei auf vier Jahre ist auch ein generelles Berufsverbot für Doping-Verurteilte im Gespräch.

Harte Zeiten für Dopingsünder: Wenn es nach der WADA geht, sollen verurteilte Pferdesportler ab 2015 keinerlei berufliche Kontakte mehr zu im Profisport tätigen Personen haben dürfen. © Claudia Otte - Fotolia.com
Harte Zeiten für Dopingsünder: Wenn es nach der WADA geht, sollen verurteilte Pferdesportler ab 2015 keinerlei berufliche Kontakte mehr zu im Profisport tätigen Personen haben dürfen.
© Claudia Otte - Fotolia.com

Bisher konnten sich des Dopings überführte PferdesportlerInnen mit dem Training von Schülern und dem Verkauf von Pferden über die Dauer einer Sperre hinwegtrösten. Das soll künftig nicht mehr möglich sein, zumindest nicht, wenn es nach den Vorstellungen der Welt Anti Doping Agentur geht. Der neu freigebene Artikel 2.10 der ab 2015 gültigen WADA-Richtlinien untersagt jeder im Profi-Sport tätigen Person den beruflichen Kontakt mit einem verurteilten Dopingsünder. Selbst wenn es sich dabei um eine unentgeltliche Leistung handelt. Diese Neuregelung wäre für viele AthletInnen existenzbedrohend - entsprechend groß ist die Abschreckwirkung.

Ob die FEI, die ihr eigenes Anti-Doping-Regulativ sei 2009 sehr stark an die WADA-Richtlinien anlehnt, diesen neuen Passus übernehmen wird, ist derzeit noch nicht gewiss. Von Seiten des Weltreiterverbandes hieß es, man werde die Angelegenheit vorab mit den Nationalen Verbänden besprechen, bevor man 2014 in Rahmen der Generalversammlung über dieses Thema abstimmen werde.

Experten werten den WADA-Vorstoß als großen Schritt im weltweiten Kampf gegen Doping. Die neuen Maßnahmen würden die Anti-Doping Botschaft stärken und gleichzeitig für mehr Gerechtigkeit innerhalb des Systems sorgen.

Ob die Sperre in ihrer geplanten Form allerdings weltweit durchführbar sein wird, gilt als umstritten. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, zweifeln neben deutschen Sportrechtlern auch die Nationale Anti Doping Agentur (Nada) und das Bundesinnenministerium (BMI) an der Vereinbarkeit der neuen Sanktion mit dem deutschen Gesetz. "Wir verstehen und unterstützen das Bestreben der Wada, schwerere Strafen auszusprechen", hatte Gerhard Böhm, Leiter der Sportabteilung des BMI, in Johannesburg erklärt: "Wir befürchten aber, dass Gerichte die Strafe als unverhältnismäßig ansehen."

Quelle

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