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11.03.2015

Betriebe sollen Kärntner Reitwegenetz künftig vermehrt mitfinanzieren

Weil das Land künftig bei der Finanzierung des Reitwegenetzes Einsparungen vornehmen will, fürchten derzeit viele Kärntner FreizeitreiterInnen eine Teuerung ihres ohnehin schon kostenintensiven Hobbys durch eine zusätzliche Wegegebühr.

Bislang wurde die Finanzierung der Reitwegeerhaltung in Kärntnen zu knapp 90 Prozent durch öffentliche Mittel finanziert. In Zukunft sollen vermehrt die vom Reittourismus profitierenden Betriebe zur Kasse gebeten werden. © Reit-Eldorado Kärnten - Gerdl
Bislang wurde die Finanzierung der Reitwegeerhaltung in Kärntnen zu knapp 90 Prozent durch öffentliche Mittel finanziert. In Zukunft sollen vermehrt die vom Reittourismus profitierenden Betriebe zur Kasse gebeten werden.
© Reit-Eldorado Kärnten - Gerdl
Seit dem Milliardendebakel rund um die Hypo regiert in Österreichs südlichstem Bundesland der Sparkurs. Den könnten jetzt auch die Reiterinnen und Reiter zu spüren bekommen, denn die Zahlungen aus dem Gemeindereferat für den Verein Reit-Eldorado Kärnten blieben bislang aus. In der Vergangenheit wurde das 1.500 km lange Reitwegenetz des Landes jährlich mit durchschnittlich 225.000 Euro bezuschusst – angesichts der angespannten Finanzsituation Kärntens eine nicht weiter tragbare Summe, wie man aus dem Büro von Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Gaby Schaunig (SPÖ) hört.

Während von den Kammern für Tourismus sowie Land- und Forstwirtschaft auch heuer wieder 100.000 Euro für das Reitwegenetz fix zugesagt wurden, ist der Gemeindebeitrag bis dato noch ausständig. Eine 90%ige Förderung durch öffentliche Gelder sei in Zeiten wie diesen nicht tragbar, die Abhängigkeit von öffentlichen Fördergebern eine für beide Seiten wenig zufriedenstellende Situation. Aus diesem Grund werde für die Zukunft ein größerer Finanzierungsanteil durch Dritte angestrebt, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Büro Schnauigs. „In welcher Form eine Beteiligung von Privaten erfolgen soll, wurde von uns nicht vorgegeben“, verriet Pressesprecherin Andrea Kohlweis auf Nachfrage der Pferderevue. Man habe vordergründig nicht an einen Wegekostenbeitrag der einzelnen Reiterinnen und Reiter gedacht, sondern jene Unternehmen im Auge, die nach Angaben der Projektverantwortlichen massiv vom Reitwegenetz profitieren. „Derzeit zahlen diese Unternehmer in Summe rund 20.000 Euro.“

Aktuell wird das Projekt einer gründlichen Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen. Erst nach Vorliegen des Ergebnisses könne man die Gespräche wieder aufnehmen. Wann das so weit sein wird, darüber konnte keine Auskunft erteilt werden.

Reitwegenetz in Gefahr

Für Reit-Eldorado Geschäftsführerin Mag. Theres Leber ist die ausbleibende Unterstützung des Gemeindereferates eine Katastrophe. Die gesicherte Unterstützung des Landes werde nicht für die Erhaltung der Reitwege, sondern in erster Linie für andere Projekte verwendet. Bereits im Vorjahr seien lediglich 54.000 Euro für das Wegenetz beigesteuert worden, benötigt würde aber eine Summe von rund 70.000 Euro. Angesichts dieses Minimalbudgets hätte man das Reitwegenetz gerade eben erhalten können - die Qualität der Wege habe unter dieser Sparmaßnahme jedoch bereits gelitten. Bleibt das Geld aus dem Büro Schaunigs weiterhin aus, seien Erhaltung, Markierung und Pachtverträge der Reitwege in Gefahr, befürchtet Leber.
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