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20.05.2012

Big Star war der Größte

Mit einem furiosen fehlerfreien Ritt setzte sich der Brite Nick Skelton im Stechen der dritten Etappe der Global Champions Tour (GCT) durch, die im Rahmen des Hamburger Derbywochenendes in Klein Flottbek ausgetragen wurde. Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Routiniers hatte dabei der erst neun Jahre junge KWPN-Hengst Big Star.

Nick Skelton gewinnt die dritte Etappe der Global Champions Tour 2012 in Hamburg © Sportfot/GCT
Nick Skelton gewinnt mit seinem erst neuen Jahre jungen Big Star die dritte Etappe der Global Champions Tour 2012 in Hamburg.
© Sportfot/GCT
Bereits am Donnerstag hatte sich der 54-jährige Brite im Championat von Hamburg durchgesetzt, das als Qualifikation für den Großen Preis galt. Da vertraute er noch auf seinen bewährten Haudegen Carlo. Am Samstag setzte er allerdings den erst neunjährigen Big Star ein und feierte mit dem noch jungen Pferd in einem spannenden Stechen gegen vier Konkurrenten einen klaren Sieg, der ihn um 94.000 Euro reicher machte. Für den großen Sport entdeckt wurde der Hengst von Skeltons Lebensgefährtin Laura Kraut als er fünf Jahre alt war: „Sie rief mich an und sagte, dass ich hinfliegen und ihn kaufen solle!“ So einfach kommt man manchmal zu guten Pferden!

Auch wenn es für den ausländischen Besucher gar nicht so einfach ist zum Turnierplatz in der noblen Hamburger Villengegend zu kommen (keine Hinweisschilder oder sonstige Orientierungshilfen zeigen den Weg ins Spring- und Dressurstadion), die besten Reiter der Welt fanden ihren Weg auch heuer wieder in die wunderschöne Naturarena mit den unverwechselbaren Hindernissen. Besonders seit Jan Tops mit seinen hochdotierten Veranstaltungen der GCT auch Hamburg in seinen Turnierplan aufgenommen hatte (285.000 Euro gibt es allein für den Großen Preis) gilt die norddeutsche Hansestadt als ein begehrtes Reiseziel für die Weltklasse. Neun der zehn Besten bzw. 27 der Top-40 aus der FEI-Rangliste nahmen die beiden Umläufe des Grand Prix in Angriff und man kann sich schon jetzt auf die 11. Etappe der Tour freuen, die heuer erstmals auch Österreich einbezieht. Dann werden diese Reiterinnen und Reiter auch am Wiener Rathausplatz zu sehen sein. Jan Tops im Originalton: „Wir wollen immer mehr expandieren und haben daher Wiesbaden, Wien und Shanghai als neue Austragungsorte ausgewählt!“

Für die deutsche Springreiterelite reichte es in Hamburg nicht zum ganz großen Erfolg (große Namen wie Ludger Beerbaum, Marco Kutscher oder Carsten-Otto Nagel scheiterten schon im ersten Umlauf), dennoch war die Stimmung im Publikum beim 5er-Stechen prächtig, da Katrin Eckermann (Carlson) und Janne-Friederike Mayer (Lambrasco) den arrivierten Namen gehörig auf den Zahn fühlten. Leider fiel jedoch bei beiden Ritten jeweils eine Stange, was am Ende für die Amazonen die Plätze drei und vier bedeutete. Die erst 21-jährige Katrin Eckermann gilt in Deutschland als Aufsteigerin des Jahres und feierte nach ihren Erfolgen bei den Young Riders (wo sie 2010 Vize-Europameisterin wurde und im Vorjahr die Bronzemedaille gewann) gleich beim ersten Hamburg- und GCT-Start auch in der allgemeinen Klasse einen tollen dritten Platz hinter Skelton sowie Vorjahressieger und Weltranglistenspitzenreiter Ralf-Göran Bengtsson (Casall La Silla).

Nächster Halt: Wiesbaden

Bereits am kommenden Wochenende macht die Global Champions Tour in süddeutschen Wiesbaden im Halt um dort die vierte Etappe in Angriff zu nehmen. Eurosport überträgt den zweiten Durchgang des Großen Preises am Samstag (27. Mai) ab 21.45.

Ergebnisse Global Champions Tour Grand Prix von Hamburg

1.  Nick Skelton (GBR) - Big Star - 47.97 - Euro 94.050
2.  Rolf-Goran Bengtsson (SWE) - Casall La Silla - 49.32 - Euro 57.000
3. Katrin Eckermann (GER) - Carlson - 48.87 - Euro 42.750
4. Janne Friederike Meyer (GER) - Cellagon Lambrasco - 49.13 - Euro 28.500
5. Maikel van der Vleuten (NED) - VDL Groep Verdi - 59.76 - Euro 17.100

Global Champions Tour Ranking nach der 3. Etappe in Hamburg

1. Edwina Tops-Alexander  - 96 points
2. Marcus Ehning - 82 points
3. Maikel van der Vleuten - 64 points
4. Denis Lynch - 61 points
5. Gerco Schroder - 61 points