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06.09.2014

Bistan landet unter Top-20

Zum Schluss ging es schon an die Substanz, denn Steffi Bistans Bogegaardens Apollonia musste in den insgesamt fünf (!) Runden der Weltmeisterschaft nicht weniger als 76 Sprünge absolvieren. Aber auch im letzten Parcours schlug sie sich mit ihrer Reiterin sensationell: Am Ende belegte sie mit 30,69 Punkten Rang 20 von 153 gestarteten Springreitern.

Beste österreichische Springreiterin bei Weltreiterspielen seit Hugo Simon mit E.T.: Steffi Bistan und Bogegaardens Apollonia. © Tomas Holcbecher
Beste österreichische Springreiterin bei Weltreiterspielen seit Hugo Simon mit E.T.: Steffi Bistan und Bogegaardens Apollonia.
© Tomas Holcbecher
In der ersten Runde des Entscheidungstages für das Final-Four-Final hatte die Wahl-Ebreichsdorferin, für die eigens Cian O'Connor als Betreuer eingeflogen wurde, zu viel Schwung über den Wassergraben mitgenommen, kam daher zu dicht zum nächsten Oxer und Apollonia warf die vordere Stange mit den Vorderbeinen. Dann gab es noch einen Abwurf am mittleren Sprung der Dreierkombination – unglücklich, denn bei den meisten anderen Reitern fiel die touchierte Stange wieder in die Auflage zurück!
Bitteres Ende für Leprevost nach Sturz am Wasser, Delaveau als Hoffnung der Gastgeber fürs Finale. © Ernst Kopica
Bitteres Ende für Leprevost nach Sturz am Wasser, Delaveau als Hoffnung der Gastgeber fürs Finale.
© Ernst Kopica
Aber für so manche hochkarätige Paarungen bot diese Runde noch mehr Probleme als für die Österreicherin: Lokalmatadorin Pénélope Leprevost musste nach einem Sturz am Wasser gar aus dem Sattel ihrer Flora de Mariposa, Simon Delestre (Bois Margot) und Gerco Schröder (London) verzeichneten vier Fehlerpunkte mehr als die 22jährige heimische Hoffnungsträgerin.
Das rot-weiß-rote Paar ging souverän über die höchsten Hindernisse. © Tomas Holcbecher
Das rot-weiß-rote Paar ging souverän über die höchsten Hindernisse.
© Tomas Holcbecher
In der letzten Runde musste Apollonia allerdings den Anstrengungen der letzten Tage etwas Tribut zollen. Trotz drei Abwürfen zeigte Bistan aber einen stilistisch einwandfreien Ritt, der Riesenbeifall des französischen Publikums für "la Cavalière d'Autriche" sollten der verdiente Lohn für die beiden sein. Im Endklassement rückte die österreichische Paarung nach Platz 111 im Zeitspringen noch auf Platz 20 vor. Interessant, dass neben Bistan nur noch zwei andere Amazonen in dieser Entscheidungsrunde am Start waren: nämlich niemand geringere als die Australierin Edwina Tops-Alexander und Beezie Madden. Die US-Amerikanerin schaffte es mit Cortes C auch in das Finale der besten vier Reiter, der souveräne schwedische Spitzenreiter Rolf-Göran Begtsson (Casall Ask) machte es mit einem Abwurf noch einmal spannend, schließlich gelang ihm die Qualifikation aber ebenso wie dem französischen Hoffnungsträger Patrice Delaveau (Orient Express) und dem Niederländer Jeroen Dubbeldam (Zenith). Leer ging die deutsche Springreitermannschaft aus, wobei die angereisten Schlachtenbummler für das Nichtantreten von Ludger Beerbaum und Christian Ahlmann (der mit einer Doppelnull auch das Finale erreicht hätte) wenig Verständnis zeigten.
Deutsche Fans äußerten ihren Unmut über das Fehlen ihrer beiden Reiter. © Ernst Kopica
Deutsche Fans äußerten ihren Unmut über das Fehlen ihrer beiden Reiter.
© Ernst Kopica
Sie zeigten zum Abschluss von phänomenalen österreichischen Leistungen bei diesen Weltreiterspielen noch einmal ihre Klasse: Steffi und Apollonia! © Tomas Holcbecher
Sie zeigten zum Abschluss von phänomenalen österreichischen Leistungen bei diesen Weltreiterspielen noch einmal ihre Klasse: Steffi und Apollonia!
© Tomas Holcbecher