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27.06.2011

Britische Festspiele in Tirol

Beim CDI4* am Schindlhof präsentierten sich die Briten in eindrucksvoller Form und meldeten Anspruch auf die Team-Goldmedaille bei den Dressur-Europameisterschaften in Rotterdam an.

Von 24. bis 26. Juni wartete das 16. Manfred Swarovski Gedächtnisturnier mit einem in Österreich einmaligen Starterfeld auf. 18 Nationen hatten genannt, darunter Starreiter wie Carl Hester (GBR) oder Emme Hindle (GBR). Das CDI in Fritzens gilt unumstritten als DAS Dressurhighlight in Österreich, entsprechend groß war der Besucherandrang. Einziger Wehrmutstropfen aus österreichischer Sicht: gerade auf Vici Max-Theurer musste man heuer verzichten. Ihr Grand-Prix Pferd Eichendorff hatte sich in München eine Druckstelle am Sattelgurt zugezogen die noch nicht vollständig verheilt ist.

Grand Prix - Doppelsieg mit Union Jack

Beim Grand Prix am Freitag führte Top-Favorit Carl Hester mit seinem, von Experten hoch im Kurs gehaltenen, Newcomer Utophia. Doch dann kam die letzte Reiterin, Teamkollegin Charlotte Dujardin auf Valegro und verwies Hester mit einem Vorsprung von 2,66 Prozent auf Rang Zwei.

Den dritten Rang belegte Wolfram Wittig auf Bertoli W. Der Erfolgstrainer von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Isabell Werth, dessen Ehefrau auch den Auftaktbewerb in Fritzens gewinnen konnte, musste mit 3,64 Prozentpunkten ebenfalls einen respektablen Rückstand hinnehmen. Knapp 1,6 Prozent dahinter platzierte sich als bester Österreicher Peter Gmoser mit Cointreau, Andrea John und Esperanto kamen mit 67,66 Prozent auf Rang sieben.

Grand Prix Special – Hester schlägt zurück

Mit unglaublichen 80,958 Prozent meldeten sich Carl Hester und Uthophia eindruckvoll zurück. Während dem Paar im Grand Prix noch einige Fehler unterliefen, präsentierten sie sich im Special auf ganzer Linie souverän und siegten mit großem Vorsprung vor Teamkollegin Charlotte Dujardin, auf Valegro (76.292 %). Übrigens ist auch Valegro ein Pferd von Carl Hester, das er von Dujardin, seiner Bereiterin reiten lässt. Mit Emile Faurie auf dem 12-jährigen Wallach Elmegardens Marquis, gingen alle Stockerlplätze an das britische Team.

„Das Turnier am Schindlhof ist weit über die österreichischen Grenzen hinaus bekannt und erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Jahr ließ ich es mir, trotz der zweitägigen Anreise für meine Pferde, nicht nehmen hier zu reiten. Der Schindelhof ist bekannt für die freundliche Atmosphäre, die gute Organisation und das ausgezeichnete Service und eine einzigartige Kulisse. Ein weiterer Beweggrund für meine Teilnahme war aber auch die top besetzte Jury. Uthopia ist ein relativ junges Pferd und es war eine taktische Überlegung, ihn hier bei optimalen Bedingungen einem so hochrangigen Richterkollegium vor der Europameisterschaft im August vorzustellen. Uthopia hat dabei super mitgespielt“, freute sich Hester nach seinem Triumph.

Für ihn und Uthopia geht es von Tirol erst einmal zurück nach Hause, wo er im Juli noch beim internationalen Turnier in Hickstead starten will. Danach stehen bereits die Europameisterschaften in den Niederlanden an, bei denen die beiden nach ihrer Vorstellung in Fritzens zum engsten Favoritenkreis zählen.

Auf Platz sieben und damit bester Österreicher wurde einmal mehr der Burgenländer Peter Gmoser auf Cointreau. Mit 68.833 Prozent lag er knapp vor der auf Rang neun platzierten Salzburgerin Andrea John auf Esperanto.
CDI Fritzens Carl Hester und Uthopia © Maximilian Schreiner
Carl Hesters zehnjähriger Hengst Uthopia gilt unter Experten derzeit als eine Klasse für sich.
© Maximilian Schreiner

Grand Prix Kür

Den letzten Bewerb, die Grand Prix Kür am Sonntag, gewann der gebürtige Deutsche Günter Seidel für die USA. Mit seinem zehnjährigen Wallach U II überzeugte er Publikum und Richter und verbuchte 78,275 Punkte auf sein Konto. Auf Rang zwei platzierte sich die Britin Emma Hindle auf dem 18-jährigen Hannoveraner-Hengst Lancet . Mit 77,175 Punkte blieb sie vor der Siegerin des Qualifikations-Grand Prix, der Italienerin Valentina Truppa. Die 25 Jährige schaffte auf Eremo del Castegno 76,350 Punkte.

Erfolgreichster Reiter des Turniers und damit Sieger des Manfred Swarovski Wanderpreises wurde der Sieger des Grand Prix Specials, Carl Hester mit Uthopia.

Hausherrin Evelyn Haim-Swarovski, resümiert zufrieden: „Es waren wieder herrliche Turniertage am Schindlhof aber für die Zukunft müssen wir uns was überlegen. Es kommen immer mehr Zuseher und die Teilnehmeranzahl war dieses Jahr auch am obersten Limit. Die Leute finden ja kaum noch einen Parkplatz.“

Hausherr Klaus Haim zum sportlichen Teil: „Das Niveau wird jedes Jahr höher. Der Special von Uthopia und Carl Hester war eine grandiose Leistung. Hat es einen 80 % Ritt in Österreich überhaupt schon gegeben? Für mich gehören die Briten zu den absolut engsten Favoritenkreis für die Mannschaftsgoldmedaille bei den Europameisterschaften im August.“

Ergebnis Grand Prix

1. Valegro – Charlotte Dujardin – GBR – 77.979 %
2. Uthopia – Carl Hester – GBR – 75.319 %
3. Bertoli W – Wolfram Wittig – GER - 71.681 %
4. Cointreau – Peter Gmoser – AUT – 70.043 %
5. Elmegardens Marquis – Emile Faurie – GBR - 69.660 %
6. Coryolano – Anna Merveldt – IRL 68.830 %
9. Esperanto – Andrea John – AUT – 67.660 %

Ergebnis Grand Prix Special

1. Uthopia - Carl Hester - GBR - 80.958 %
2. Valegro - Charlotte Dujardin - GBR - 76.292 %
3. Elmegardens Marquis - Emile Faurie - GBR - 73.479 %
4. Van the Man - Dorothee Schneider - GER - 72.604 %
5. Bertoli W - Wolfram Wittig - GER - 71.021 %
6. Coryolano - Anna Merveldt - IRL - 70.479 %
7. Cointreau - Peter Gmoser - AUT - 68.833 %
9. Esperanto - Andrea John - AUT 67.500 %

Ergebnis Grand Prix Kür

1. U II – Günter Seidel – USA – 78.275 Punkte
2. Lancet – Emma Hindle – GBR – 77.175 Punkte
3. Eremo del Castegno – Valentina Truppa – ITA – 76.350 Punkte
4. Jade de Mv – Claudio Castilla Ruiz – ESP – 75.625 Punkte
5. Faberge – Beatriz Ferrer-Salat – ESP – 75.050 Punkte
6. Whizzkid – Dorothee Schneider – GER – 73.275 Punkte
14. Auheim's Picardo – Christian Schumach – AUT – 64.725 Punkte
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