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06.08.2012

Bronze, Silber, Doppel-Gold

- in dieser Reihenfolge verlief der Abschlusstag der Junioren-Europameisterschaften im slowakischen Pezinok. In allen Wettbewerben standen die heimischen Pferdeakrobaten auf dem Podest, holten insgesamt fünf Medaillen, waren beste Nation und übertrafen damit sowohl die Erwartungen als auch die Zielvorgaben von Bundesreferent Manfred Rebel.

Schon nach dem Pas-de-Deux-Auftakt am Mittag gab es für Rot-Weiß-Rot Grund zum Jubel: Vanessa Hutter und Katharina Wegscheider voltigierten auch im zweiten Umlauf auf Kalinka (Longe: Sabine Frauenschuh) auf Rang drei und eroberten damit Bronze (7,214). An der Spitze änderte sich nichts mehr: Das Führungsduo Rebecca Norval und Andrew McLachlan aus Großbritannien sicherte sich souverän den ersten Titel (8,003) einer Doppel-EM auf Juniorenebene. Mit über zwei Zehntel Punkten Abstand folgten die Deutschen Gera-Marie Grün und Justin van Gerven (7,799), die den zweiten Umlauf für sich entschieden.

Versilbert wurde der Finaltag im Anschluss vom Juniorteam des Club 43. Die Wiener steigerten sich im finalen Kürdurchgang noch einem auf 8,301 Punkte, blieben aber erneut deutlich hinter Deutschland. Die Mannschaft des RSV Neuss-Grimlinghausen war mit 8,915 Punkten einmal mehr eine Klasse für sich. „Deutschland hat verdient gewonnen. Eine tolle Mannschaft“, sagte Club—43-Trainerin Manuela Barosch. „Es war aber ein tollen Gefühl, zumindest in der Pflicht in Front gelegen zu haben“, ergänzte Longenführerin Karen Asmera. Auf Rang drei landete die Schweiz, die den Vorjahres-Bronzemedaillisten Italien hinter sich ließ.

Ramin Simon Rahimi gewinnt mit Kür seines Lebens

Im Herrenwettbewerb kam es durch Ramin Simon Rahimi auf Royal Salut (Longe: Manuela Barosch) zum „Sturz des Königs“. Der 16-Jährige Wiener bezwang den Deutschen Thomas Brüsewitz am Sonntag sowohl in Pflicht als auch Kür und schob sich in der Endabrechnung mit 7,995 Punkten auf Rang eins. Brüsewitz (7,897), der auf internationaler Juniorenebene seit 2009 ungeschlagen war, nahm die Niederlage sportlich und war der erste Gratulant beim neuen Champion. „Ich habe heute die Kür meines Lebens geturnt“, kommentierte Rahimi im Anschluss. Bronze ging an Andrew McLachlan aus Großbritannien.

Wechselbad der Gefühle im Damen Einzel

Bei den Damen kam es indes zu einer inner-österreichischen Tragödie. Daniela Fritz, nach dem ersten Durchgang haushoch in Führung, leistete sich bereits in der Pflicht im Stehen einen Wackler. In diesem Durchgang ging sie dennoch als Beste hervor. Nicht jedoch am Nachmittag. Im abschließenden Kürdurchgang – der anhand der bisherigen Resultate allerseits nur noch als Formalie galt – zeigte Vierbeiner Caramel plötzlich Nerven. Der zehnjährige Hannoveraner machte es der 17-Jährigen unmöglich, ihr mit Höchstschwierigen gespicktes Kürprogramm in gewohnter Manier abzurufen. Die wenigen Übungen, die sie mit stetigem Kontakt zu den Griffen zeigen konnte, brachten ihr eine desolate 6,894 ein. Das war selbst für Fritz zu viel, die damit tatsächlich noch die Goldmedaille aus der Hand geben musste.

Vom Pech der unbestrittenen Siegerin der Herzen profitierte zur Freude der Österreicher eine Landsfrau: Anais Kristofics-Binder. Die Championats-Debütantin schob sich auf Alonso – dirigiert von Fritz Schandl an der Longe – mit 15 Tausendstel Punkten Vorsprung vor Fritz. Auf Rang drei landete die Deutsche Sophie Hofmann. Daniela Slomka, nach Durchgang eins noch auf Platz fünf, ereilte ein ähnliches Schicksal wie Fritz. Auch ihr Vierbeiner Pinot Noir kam mit der prickelnden Atmosphäre im slowakischen Pferdesportzentrum Areál Zdravia Rozálka nicht zurecht, was einen Absturz auf Rang zehn und jede Menge Tränen zur Folge hatte.
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