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16.02.2014

CDI-W Neumünster: Helen Langehanenberg und Damon Hill durchbrechen die 90-Prozent-Schallmauer

Mit einer neuen persönlichen Bestmarke entschieden Helen Langehanenberg und Damon Hill die sechste Etappe des Reem Acra Dressur-Weltcups für sich. 90,375 Prozent gab es für einen Ritt bei dem dem Paar alles gelang und der ihnen den sicheren Sieg vor Anna Kasprzak (DEN) einbrachte. Eine Überraschung gab es auf Rang drei mit der Weltcup-Debütantin Jessica von Bredow-Werndl (GER).

Nur zwei Paaren - Edward Gal mit Totilas und Charlotte Dujardin mit Valegro - hatten bislang die 90-Prozent-Hürde gepackt. Seit Sonntagvormittag gehören nun auch Helen Langehanenberg und Damon Hill zum elitären Club der 90er-Reiter. © Karl-Heinz Frieler/FEI
Nur zwei Paaren - Edward Gal mit Totilas und Charlotte Dujardin mit Valegro - hatten bislang die 90-Prozent-Hürde gepackt. Seit Sonntagvormittag gehören nun auch Helen Langehanenberg und Damon Hill zum elitären Club der 90er-Reiter.
© Karl-Heinz Frieler/FEI
Dass sie den Sprung über die magische 90-Prozent-Hürde schaffen würden, war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Bereits beim CDI-W in Stuttgart hatten Helen Langehanenberg und ihr imposanter Damon Hill nur noch 0,225 Prozentpunkte gefehlt. Am Sonntagvormittag war es dann endlich so weit. In der vollbesetzten Holstenhalle zeigte Deutschlands Nummer-Eins-Paar anlässlich der sechsten Weltcupturniers der laufenden Saison einen absoluten Traumritt. Gleich zehn Mal weist das Kür-Protokoll die Höchstnote zehn auf, allein drei davon gab’s für die Harmonie zwischen Pferd und Reiter. Und die ist bei Helen Langehanenberg und Damon Hill wirklich offensichtlich. Der imposante Dunkelfuchs besticht durch kraftvolle Eleganz und Dynamik, trotzdem geht diesem Paar die Leichtigkeit nicht verloren, die man zum Glück heute in der Dressur wieder öfter erleben darf. Ganz großes Kino sind die ungemein federnden Passagen, die in ihrer Elastizität jene von Charlotte Dujardins Valegro noch übertreffen. Da darf man sich schon jetzt auf ein spannendes Weltcupfinale in Lyon freuen (17. bis 21. April), wenn die beiden Super-Pferde Damon Hill und Valegro zusammen mit ihren beiden sympathischen Reiterinnen um die Weltcupkrone tanzen.

Platz zwei holten Dänemarks amtierende Staatsmeister, Anna Kasprzak und Donnperignon, die es auf insgesamt 83,575 Prozent brachten und sich damit einen Fixplatz im Weltcupfinale sicherten. Die größte Überraschung des Turniers lieferte jedoch die Championatskader-Newcomerin Jessica von Bredow-Werndl (GER). Bei ihrem Weltcupdebüt gelang der einstigen Europameisterin der Junioren und Jungen Reiter ein famoser Ritt, der ihr neben beachtlichen 82,425 Prozent auch viele Sympathien bei den 3.500 Zusehern vor Ort einbrachte. Im Sattel ihres dreizehnjährigen Gribaldi-Nachkommens Unee zeigte die 28-Jährige eine Kür mit hohem Schwierigkeitsgrad bei dem trotz der hohen Anforderungen die Harmonie erhalten blieb. Mit Isabell Werth und Don Johnson auf Rang vier (80,250%) und Fabienne Lütkemeier mit D’Agostino auf Rang fünf (80,050) schafften insgesamt vier Deutsche Paare den Sprung unter die Top fünf, obwohl weitere Top-Duos wie Anabel Balkenhol mit Dablino, Kristina Sprehe mit Desperados oder Ulla Salzgeber mit Herzruf’s Erbe in Neumünster gar nicht am Start waren. Bei einem derart starken und umfangreichen Kader darf man gespannt sein, wen die deutsche Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu für die im Sommer anstehenden Weltreiterspiele in der Normandie nominieren wird. Eines ist jetzt jedenfalls schon sicher: Die Deutschen sind derzeit eine echte Macht und werden vor allem im Hinblick auf die Mannschaftswertung nur schwer zu biegen sein.

Alle Ergebnisse des CDI-W in Neumünster können Sie hier nachlesen.
 
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