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13.01.2014

Caprimond gestorben

Der Trakehner Stempelhengst verstarb im Alter von 29 auf seinem langjährigen zu Hause, dem niedersächsischen Gestüt Klosterhof in Medingen. Er gilt neben Kostolany als einer der erfolgreichsten Trakehner Vererber der Nachkriegszeit.

Nach einer langen erfolgreichen Karriere in der Zucht und im Sport ließen Caprimonds Kräfte in den letzten Tagen zusehends nach, heißt es auf der Gestütshomepage. „Das gesamte Klosterhof-Team und die Familie Wahler sind sehr traurig über den Verlust. Wir möchten an dieser Stelle besonders unserer Dankbarkeit für Caprimond Ausdruck verleihen - Dankbarkeit für fast drei Jahrzehnte, die wir diesen Ausnahmehengst stets gesund und glücklich erleben durften.“

Caprimonds Karriere begann im Jahr 1987 als er hinter dem späteren Starvererber Kostolany als Reservesieger das Körparkett von Neumünster verließ. Ein Titel, der ihm kurze Zeit später auch beim Bundeschampionat des dreijährigen Deutschen Reitpferdes verliehen wurde. 1995 wurde der Karon-Sohn als jüngster Hengst der Trakehner Geschichte zum Elitehengst erkoren, 1998 ehrte man ihn mit dem Titel „Trakehner Hengst des Jahres“. Insgesamt 14 gekörte Söhne hat Caprimond in seiner Karriere gezeugt, die die Trakehnerzucht nachhaltig prägten. 2005 führten knapp ein Drittel der auf dem Trakehner Hengstmarkt ausgestellten Hengste, Stuten, Reitpferde Caprimond im Pedigree.  

Im Dressursport bewies Caprimond seine hervorragenden Reiteigenschaften und feierte zahlreiche Siege und Platzierungen in Prüfungen bis hin zu Grand Prix. Für Familie Wahler, die den Hengst dreijährig erwarb, waren es jedoch vor allem sein außergewöhnlicher Charakter und seine Menschbezogenheit, die Caprimond für sie zu etwas ganz Besonderem machte.

„Caprimond unterstützte uns nicht nur als Lehrmeister im Sport bis zum Grand Prix-Niveau, sondern zeigte uns vor allem Tag für Tag, was für ein tiefes Vertrauen man zu einem Pferd aufbauen kann. Mit nur 14 Jahren konnte Theresa ihre ersten S-Dressuren mit ihm gewinnen. Einfach unbeschreiblich, wie er als Deckhengst auf ein 14-jähriges Mädchen „aufpasste“ und ihr die ersten großen Dressurlektionen beibrachte. 2006 ritt der gerade 12-jährige Christoph mit Caprimond ein Schaubild vor 40.000 Zuschauern anlässlich der Weltreiterspiele in der Aachener Soers. Eine einmalige Erfahrung, die in dieser Konstellation nur mit Caprimond möglich war, der auch im großen Stadion in Aachen stets umsichtig und ruhig auf Christoph achtete! Diese besonderen Erlebnisse haben den absolut engen Pferdebezug in unserer Familie auch in der nächsten Generation geprägt. Die wohl bedeutsamste Rolle hat Caprimond in den letzten Jahren eingenommen. Nach ihrem Unfall unterstützte er Ingrid Wahler zunächst während der Rekonvaleszenz als „Therapiepferd“ und anschließend als stets verlässlicher Partner in der täglichen Arbeit und bei ausgiebigen Spazierritten. Caprimond und sein einmaliger Charakter werden für uns unvergesslich bleiben!“, schreibt Theresa Wahler über den Ausnahmehengst
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