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03.02.2014

Causa Werth: Schlagabtausch geht weiter

Erst forderte FN-Teamsponsor Fendt via Pressemitteilung die Einstellung des Verfahrens gegen Isabell Werth wegen unerlaubter Medikation, dann folgte die Stellungnahme der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Und nun meldet sich auch noch der Anwalt der Reiterin zu Wort und übt scharfe am Verband und insbesondere an Generalsekretär Soenke Lauterbach.

/Werths Anwalt hält es für unerklärlich dass sich FN-Gerneralsekretär Lauterbach offenbar als Gegner seiner verbandsangehörigen Sportler sieht. © Tomas Holcbecher
Werths Anwalt hält es für unerklärlich dass sich FN-Gerneralsekretär Lauterbach offenbar als Gegner seiner verbandsangehörigen Sportler sieht. Angeblich lässt die Reiterin derzeit rechtliche Schritte gegen die FN und insbesondere gegen Sönke Lauterbach prüfen.
© Tomas Holcbecher
Isabell Werths Rechtsbeistand Andreas Kleefisch wirft Lauterbauch vor, durch falsche Tatsachendarstellung Druck von der Verbandsgerichtsbarkeit nehmen zu wollen.

In einer Pressemitteilung hatte Sponsor Fendt in der Vorwoche angeführt, dass Gutachter bereits nachgewiesen hätten, dass die verbotene Substanz Cimetidin durch das Tränkesystem in Isabell Werths Pferd El Santo gelangt sei. Stimmt nicht, verlautbarte daraufhin FN. Die Gutachter hätten lediglich die technischen Möglichkeiten beschrieben, jedoch keine Aussage zur Wahrscheinlichkeit getroffen.

Diese Behauptung des FN-Generalsekretärs sei falsch, behauptet wiederum Rechtsantwalt Kleefisch.

„Der Gutachter von der Technischen Universität Braunschweig, den die FN selbst beauftragte, um das entlastende Privatgutachten eines im Auftrag des Lieferanten des Tränkesystems tätigen vereidigten Sachverständigen zu entkräften, beschäftigt sich sehr wohl mit dem Grad an Wahrscheinlichkeit mehrerer möglicher Alternativen, wie der Stoff in die Tränke des betroffenen Pferdes gelangt sein kann“, so Kleefisch, und weiter: „Zwei Alternativen hält er für weniger wahrscheinlich, eine der Alternativen jedoch für unvermeidbar“.

So habe der Gutachter auf Seite 5 seines Gutachtens vom 24.07.2013 wörtlich erklärt:

„Von den drei geschilderten Mechanismen werden die Nrn. 1 (Rücklauf undichtes Rückschlagventil) und 3 (Unterdruckstöße) als weniger wahrscheinlich eingeschätzt. (…) Der Mechanismus Nr. 2 (Einsaugen durch Entnahme an Zapfstellen) ist dagegen praktisch unvermeidbar, wenn bei druckloser Ringleitung an 2 Stellen Zapfventile betätigt werden.“

„Es sei unerklärlich“, so Kleefisch, „dass der FN-Gerneralsekretär sich offenbar als Gegner seiner verbandsangehörigen Sportler sieht.“ Der Anwalt vermutet, dass Soenke Lauterbach so versuche Druck auf die Richter des Großen Schiedsgerichts aufzubauen, um das offenkundige Fehlurteil der Disziplinarkommission zu retten.

Isabell Wert hat sich in dieser Sache bislang noch nicht öffentlich zu Wort gemeldet, sie ließe derzeit jedoch rechtliche Schritte gegen die FN und insbesondere gegen Sönke Lauterbach prüfen, heißt es in der Stellungnahme ihres Anwalts
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