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08.06.2017

Cinderella-Story: Vernachlässigter Jährling mausert sich zum Mini-Valegro

Als die Mitarbeiter der britischen Pferdeschutzorganisation World Horse Welfare den halb verhungerten Jährling 2011 in einem dunklen, verdreckten Schiffscontainer fanden, hätte wohl keiner gerechnet, dass er nur sechs Jahre später als gefeiertes Dressurpony eine Schleife nach der anderen abräumen würde.

Spike, bei seiner Rettung 2011. © World Horse Welfare
Spike, bei seiner Rettung 2011.
© World Horse Welfare
Beim Anblick von Spike, der 2011 in der Auffangstation von World Horse Welfare ankam, bot sich ein Bild des Jammers. Der Jährling war stark unterernährt hatte ein ungepflegtes Fell und überlangen Hufe, dazu war er massiv verwurmt und voller Läuse. Zusammen mit anderen Pferden war Spike in einem dunklen, beengten Schiffscontainer gehalten worden. Wie lange sie dort zugebracht hatten, wusste keiner zu sagen.

Doch mit seiner Rettung änderte sich Spikes Leben von Grund auf. Nach Monaten der liebevollen Pflege fand er 2013 bei Patricia Pomp in Suffolk ein neues zu Hause. Die Transformation, die der Wallach seither vollzogen hat, ist ebenso erstaunlich wie beeindruckend.

Besonders deutlich wird sie auf einem Foto, das jüngst anlässlich eines Turniers aufgenommen wurde. Es zeigt Spike als stattlichen Ponywallach, bestens genährt, gepflegt und gut bemuskelt, unter seiner Reiterin Lilly Raven. Und Spike macht inzwischen nicht nur optisch etwas her, denn der Wallach hat sich zu einem echten Dressurtalent gemausert. Seinen ersten Start auf Rasen in der Preliminary Class beendeten Spike und Lilly mit stattlichen 74 Prozent.
Vom halb verhungerten Ponyjährling zur preisgekrönten Dressur-Diva. Mit dieser unglaublichen Transformationen hätte vor wenigen Jahren wohl keiner gerechnet. © World Horse Welfare
Inzwischen ist aus Spike ein richtiger kleiner Dressurkracher geworden.
© World Horse Welfare
“Spike macht einfach nur Spaß, er hat ein freundliches Wesen, ein wundervolles Temperament und einen fantastischen Charakter“, erzählt Patricia Pomp gegenüber Horse&Hound stolz. „Er hat unglaubliche Bewegungen, besitzt viel Präsenz und hat uns schon sehr bald sein natürliches Talent für die Dressur gezeigt.“

Qualitäten wie diese haben Spike sogar Vergleiche mit einer echten Ikone des internationalen Dressursports eingebracht. “Inzwischen wird er immer wieder als Mini-Valegro bezeichnet, weil seine Arbeitseinstellung einfach Ihresgleichen sucht. Er geht an jede Aufgabe mit beeindruckender Souveränität heran.“

Und ganz wie Charlotte Dujardins Olympiasieger hat auch Spike die Siegerstraße bereits kennengelernt. „Zur Zeit entwickelt er sich zu einer richtigen kleinen Dressur-Diva. Erst kürzlich hat er sein erstes Dressurturnier mit einer fantastischen Wertung von über 71 Prozent gewonnen.“

Doch Schärpen und Platzierungen sind für Patricia Pomp nur der Zuckerguss. „Spike ist in jedem Fall ein Superstar und selbst wenn er keine Turniere gewinnen würde – er wäre dann immer noch unser ganz persönlicher und wahrhaftiger Superstar. Ich möchte World Horse Welfare von Herzen danken, dass sie uns dieses großartige Pferd überlassen haben.“

Quelle

ps
 
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