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03.02.2015

Dänischer Reitsportverband zeigt Andreas Helgstrand die Gelbe Karte

Mit einer Verwarnung beschließt der Dänische Reitsportverband die Blaue-Zunge-Affäre rund um Andreas Helgstrand. Der Vize-Weltmeister von 2006 und Sohn des Verbandspräsidenten war anlässlich einer Gestütspräsentation durch "unsachgemäßem Gebrauch von Gebiss und Zügeln" negativ aufgefallen.

Der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand wurde für seinen "unsachgemäßen Gebrauch von Gebiss und Zügeln" bei seinem Pferd Akeem Foldager vom Dansk Ride Forbund verwarnt. © Tomas Holcbecher
Der dänische Dressurreiter Andreas Helgstrand wurde für seinen "unsachgemäßen Gebrauch von Gebiss und Zügeln" bei seinem Pferd Akeem Foldager vom Dansk Ride Forbund verwarnt.
© Tomas Holcbecher
Dieser unsachgemäße Gebrauch resultierte in einer dunkelblau verfärbten Zunge bei Helgstrands Top-Pferd Akeem Foldager, was in der Folge vor allem in sozialen Netzwerken einen Sturm der Entrüstung auslöste. Der Druck der Öffentlichkeit wurde schließlich derart groß, dass sich der dänische Verband gezwungen sah zu reagieren. Eine tierärztliche Untersuchung wurde angeordnet. Diese kam zu dem Ergebnis, dass der Wallach neben zystenartigen Veränderungen des Gewebes an den Flanken auch deutliche Abwehrreaktionen beim Abtasten der rechten Maulseite zeigte. Beides seien zusammen mit der blau verfärbten Zunge auf den Fotos „klare Anzeichen für einen inkorrekten Einsatz der Ausrüstung oder der Hilfen“, so das Ergebnis des Gutachtens. In einer Pressemitteilung ließ der Verband verlautbaren, man habe Helgstrand klar gemacht, dass ein derartiger Gebisseinsatz völlig inakzeptabel sei und nicht in Einklang mit den ethischen Grundsätzen stehe.

Als Konsequenz wurde Akeem Foldager eine Pause verordnet, sein Reiter verlor wenig später seinen Platz im Championatskader und damit die Möglichkeit auf einen Start bei den Weltreiterspielen in der Normandie.

Auch das dänische Gericht befasste sich mit dem Fall, kam im November jedoch zu dem Schluss, dass man Helgstrand keinerlei tierquälerisches Verhalten nachweisen könne. Der Reiter wurde freigesprochen.

Nun gibt es auch ein finales Urteil des Rechtsausschusses der Dänischen Reiterlichen Vereinigung in dieser Sache. Andreas Helgstrand wurde für seinen "unsachgemäßen Gebrauch von Gebiss und Zügeln" verwarnt. Sollte Helgstrand innerhalb der nächsten zwei Jahre erneut in ähnlicher Weise auffallen, werde dies als verschärfter Umstand behandelt. Einem  Start bei Championaten für das dänische Team steht damit allerdings vorerst nichts mehr im Weg.

Quelle

Aufnahmen von epona.TV anlässlich der Gestütspräsentation im Gestüt Helgstrand

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