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18.10.2017

Dänischer Verband führt standardisierte Methode zur Überprüfung des Nasenriemens ein

Zu enge Nasenriemen sind im Reitsport weiterhin gang und gäbe. In Dänemark soll damit zumindest auf Turnieren ab 2018 Schluss sein. Ab diesem Zeitpunk wird ein standardisiertes Messgerät zur Überprüfung zum Einsatz kommen.

Zu eng: Mit der neuen Messschablone des dänischen Reitsportverbandes würde diese Verschnallung klar als zu eng identifiziert. © www.slawik.com
Zu eng: Mit der neuen Messschablone des dänischen Reitsportverbandes würde diese Verschnallung klar als zu eng identifiziert. Das standardisierte Gerät, das auf dem knöchernen Teil des Nasenrückens aufzulegen ist, misst in der Höhe 1,5 cm - das entspricht etwa der Breite eines Fingers.
© www.slawik.com
Ab 1. Jänner 2018 muss auf Turnieren in Dänemark eine eineinhalb Zentimeter hohe Messschablone zwischen Nasenriemen und Nasenrücken des Pferdes Platz haben. Das teilte der dänische Reitsportverband in einer Pressemitteilung am Dienstag mit. Diese Regelung gilt nicht nur für alle Disziplinen, sondern auch für alle Klassen. Bis zu diesem Stichtag sollen Technische Delegierte stichprobenartig den Sitz des Nasenriemens auf Turnieren überprüfen und verschiedene Messmethoden testen, damit Offizielle und Reiter Gelegenheit bekommen, sich an das neue Procedere zu gewöhnen.

Mit Jahreswechsel soll die Messschablone immer dann zum Einsatz kommen, wenn der Verdacht besteht, dass ein Nasenriemen zu stramm gezogen wurde. Sollte in diesem Zusammenhang festgestellt werden, dass ein Nasenriemen zu eng sitzt, wird der Reiter aufgefordert, ihn den Regeln entsprechend zu lockern. Weigert sich der Reiter oder wird er immer wieder mit einem engen Nasenriemen auffällig, drohen Sanktionen.
Lage und Messwinkel von Nasenriemen unterschiedlicher Zäumungen © Danske Ride Forbund
Lage und Messwinkel von Nasenriemen unterschiedlicher Zäumungen
© Danske Ride Forbund
Die dänische Reitsportvereinigung wagt mit der Einführung einer einheitlichen Messschablone zur Überprüfung der Weite des Nasenriemens als vorläufig erste Nation einen Vorstoß, den Wissenschaftler und Pferdefreunde seit Jahren fordern. Der Grund: Die gemeinhin bekannte und anerkannte Regel, dass zwei Finger zwischen Riemen und Nasenrücken des Pferdes Platz haben sollen, wird in einem Großteil der Fälle nicht eingehalten. Die Folge sind stramm zugeschnürte Pferdemäuler mit teilweise fatalen Folgen für die Tiere.

Eine vom dänischen Reitsportverband in Auftrag gegebene Studie zeigte einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Enge des Nasenriemens und Verletzungen in der Maulhöhle des Pferdes. Je enger das Pferdemaul zugeschnürt war, desto häufiger und mehr Läsionen fand man darin, wobei Dressurpferde am öftesten betroffen waren. Auch das Niveau, auf dem geritten wurde, machte einen Unterschied – allerdings anders, als man vielleicht vermuten würde. Tatsächlich fanden die Forscher bei Pferden höherer Klassen deutlich mehr Verletzungen im Maul als bei jenen, die in niedrigeren Klassen vorgestellt wurden.  

Quelle

ps
 
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