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17.12.2012

Das Pferd, unser Spiegel

Pferde geben uns Menschen ein ehrliches und unverfälschtes Feedback. Wer sich darauf einlässt, kann im Umgang mit ihnen viel über sich selbst erfahren.

Es hat schon Tradition, dass wir uns im ersten Heft des neuen Jahres mit dem Pferd in einer ganz besonderen Rolle befassen: in der Rolle des unterstützenden Co-Therapeuten, des sensiblen Spiegels der seelischen Verfassung seines Gegenübers (Jännerausgabe ab Seite 28).

Pferde haben nicht nur ein besonderes Gespür für die Schwingungen ihrer Kommunikationspartner, sie geben auch unverfälschtes und ehrliches Feedback. Zwar sind die Pferde, die in einem therapeutischen Zusammenhang oder in speziellen Trainings eingesetzt werden, nach bestimmten Kriterien ausgesucht und auch speziell geschult, aber prinzipiell eignen diese Eigenschaften jedem Pferd. Das heißt zugleich, dass jede Interaktion mit diesen besonderen Wesen uns mehr über uns selbst verraten kann, als uns meist bewusst ist. Und häufig auch mehr, als uns lieb ist. Ist es nicht so, dass wir uns manchmal fragen, was denn heute in unseren vierbeinigen Partner gefahren ist, dass so gar nichts klappen will? Und dabei übersehen, dass wir diejenigen sind, die neben der Spur laufen? Oder dass wir uns ertappt fühlen, wenn wir merken, dass unser Pferd so reagiert, wie es unserer inneren Gestimmtheit entspricht, aber nicht unserem äußeren Gehabe? Pferde sind unbestechlich, wir können ihnen nichts vormachen. Pferde sind aber auch fürsorglich, sie sind soziale Wesen, darauf ausgerichtet, Schwächere zu schützen und zu umsorgen. Das ist unsere große Chance. Denn anders als manche Menschen werden sie unsere Schwäche nicht ausnutzen, indem sie uns unsere Defizite vorhalten oder uns bewerten (sie werden nur nicht das tun, was wir von ihnen wollen).

Wenn wir uns also auf diese authentische Kommunikation einlassen wollen und können, kann jede Reitstunde, jeder Ausritt, jeder gemeinsame Spaziergang, jedes Putzen und jedes In-den-Hänger-Verladen zu einer Lektion in Selbsterkenntnis und Selbst-Bewusstsein werden. Und je mehr wir uns darauf einlassen, desto weiter werden wir unsere vermeintlichen Schwächen hinter uns lassen und eine Stärke finden, die Glaubwürdigkeit heißt.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben erholsame und friedvolle Feiertage, für das kommende Jahr 2013 alles erdenklich Gute, Gesundheit für Mensch und Pferd - und viele glückliche Stunden im Sattel, auf dem Wagen oder ganz einfach an der Seite Ihres Partners Pferd!
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