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10.01.2018

Das war Wein und Pferd in Klosterneuburg

Am 8. Jänner fand in Klosterneuburg eine innovative Veranstaltung des Referates Kultur und Pferd des Niederösterreichischen Pferdesportverband statt, die unter dem Titel „Wein und Pferd – eine außergewöhnliche Kulturveranstaltung“ den Brückenschlag zwischen der Winzerei und der Pferdewelt wagte.

Der Einsatz von Arbeitspferden hat im Weingarten zahlreiche Vorteile. © Photo Feats - fotolia.com
Der Einsatz von Arbeitspferden hat im Weingarten zahlreiche Vorteile.
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Ein Brückenschlag dieser beiden Themen war angesichts der langjährigen Kooperation zwischen dem NOEPS-Kulturreferat und dem Österreichischen Weinbauverband längst fällig - und er fiel auf reichlich fruchtbaren Boden. Die Veranstaltung lockte weit mehr Interessierte nach Klosterneuburg als erwartet.

Um den Pferdeaspekt der Veranstaltung besonders hervorzuheben, erwartete die Gäste vor der Weinbauschule der Höheren Bundeslehranstalt und des Bundesamtes für Wein- und Obstbau die Klosterneuburger Fiakerführerin Daniela Fuchs mit einem imposanten Friesengespann. Nach dem Foto-Termin mit den Ehrengästen ging es dann in den geräumigen Festsaal der Schule, wo Initiator Otto Kurt Knoll (Bundeskulturreferent des Österr. Pferdesportverbandes und Kulturreferent des NÖ Pferdesportverbandes) die Gäste begrüßte und mit viel Witz erklärte, warum für die Veranstaltung ausgerechnet der 8.1. gewählt wurde: „Es ist nämlich nicht so, dass wir einfach einen Termin zwischen 7. und 9. gesucht haben.“ Traditionell ist der 8. Jänner der Festtag des heiligen Severin von Noricum, Schutzheiliger Österreichs und Patron des Weinbaus und der Rosse.
Otto Kurt Knoll (Bundeskulturreferent Ö Pferdesportverband), Tamara Aschauer (in Reit- und Fahrtracht), Reinhard Eder (Direktor HBLAuBA Klosterneuburg) freuen sich über die gelungene Veranstaltung "Wein und Pferd". © NOEPS
Otto Kurt Knoll (Bundeskulturreferent Ö Pferdesportverband), Tamara Aschauer (in Reit- und Fahrtracht), Reinhard Eder (Direktor HBLAuBA Klosterneuburg) freuen sich über die gelungene Veranstaltung "Wein und Pferd".
© NOEPS
Die altösterreichische Pferderasse Noriker verdankt dem Königreich Noricum, dem ersten Staat auf österreichischem Boden, ihren Namen. Die Person des Severin ist ein guter Anknüpfungspunkt für neue Wege des Miteinanders zwischen der Welt der Pferde und der des Weinbaus. Ein anschließender Kurzfilm über auf der ganzen Welt eingesetzte Pferde im Weinbau stimmte auf das Thema ein.

Unter den zahlreichen Gästen befanden sich unter anderem: Ulrich Schulenburg (Präsident Wiener Rennverein), Gerold Dautzenberg (Vizepräsident des Österr. Pferdesportverbandes und Präsident NÖ Pferdesportverband), Dietrich Sifkovits (Generalsekretär des Österreichischen Pferdesportverbandes), Kabsu Kim (Universitätsprofessor an der Cheju Halla University/Südkorea und Leiter des Studienganges für Pferdewissenschaften), Max Dobretsberger (Gestütsleiter Spanische Hofreitschule – Lipizzanergestüt Piber).
NOEPS-Präsident Gerold Dautzenberg und NOEPS-Kulturreferent Otto Kurt Knoll erheben die Gläser auf Kultur und Pferd. © NOEPS
NOEPS-Präsident Gerold Dautzenberg und NOEPS-Kulturreferent Otto Kurt Knoll erheben die Gläser auf Kultur und Pferd.
© NOEPS
Der Direktor der HBLAuBA Klosterneuburg Reinhard Eder, gab in seinen Begrüßungsworten zwar zu, dass der Trend im Weinbau und die Forschung verstärkt Richtung Automatisierung und Robotik gehe, erklärte aber im selben Atemzug, dass es gerade darum wichtig wäre, sich der Wurzeln des Weinbaus bewusst zu sein und die zahlreichen Vorteile des Einsatzes von Pferden im Weingarten nicht zu vergessen. Johann Stadlmann, seines Zeichens Vizepräsident des NÖ Weinbauverbandes, betonte die gute Zusammenarbeit der Verbände, bevor er die Runde mit Kindheitserinnerungen bereicherte: „Als junger Bub half ich meinem Großvater im Weingarten. Er war am Pflug und ich führte vorne das Pferd – ein mächtiger Pinzgauer. Wenn er den Kopf angehoben hat, hing ich in der Luft.“

Anschließend wurden vier erfolgreiche Winzer mit mehr oder weniger intensivem Zugang zum Pferd zu einer kurzen Podiumsdiskussion gebeten. Helmut Bernthaler (Bgld), Johannes Friedberger (NÖ), Albert Gesellmann (Bgld) und Gerhard Lobner (W) tauschten sich untereinander und auch mit dem Publikum über die Perspektiven des Pferds im Weinbau aus.

Das Ende des Abends wurde bereichert mit Brotspezialitäten der Bäckerei Geier und einer Verkostung der Weine der Weingüter Bernthaler + Bernthaler, Friedberger, sowie der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau. Es war besonders erfreulich, dass die Jugend  Interesse am Thema Wein und Pferd zeigte.  

Felix Berger - Pferdesportverband Niederösterreich
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