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08.11.2011

Das war die Working Equitation WM in Lyon

Die Working Equitation WM in Lyon war aus österreichischer Sicht ein großer Erfolg. Nur knapp schrammte Michaela Ruschitzka-Vogel an der Bronzemedaille vorbei und holte als beste jemals bei einer WM platzierten Frau den hervorragenden vierten Platz. In ihrem WM-Tagebuch schildert Equipe Chefin Sandra Migl die aufregenden Momente einer spannenden Weltmeisterschaft.

Michaela Ruschitzka Vogl und Favory Maestoso © Birte Ostwald
Für ihre Leistung bei der Working Equitation WM in Lyon wurde Michaela Ruschitzka Vogl als beste Reiterin der Weltmeisterschaft und als beste jemals bei einer Weltmeisterschaft platzierte Frau geehrt.
© Birte Ostwald

Tag 1

Nach zweistündiger Verspätung endlich Abflug aus Wien Richtung Lyon, Tagwache um 4:45 Uhr
Ankunft in Lyon: Pferd und Reiterin in guter Verfassung.

Nach einer Ruhepause erkunden Favory Maestoso („Tosi“) und Michaela den Reitplatz, begleitet von Pflegerin Melanie, Ehemann Andreas und Equipe Chefin Sandra. Tosi zeigt sich trotz des langen Transportes in guter körperlicher Verfassung, ist entspannt und gelassen. Alle Nationen treffen nach und nach, müde aber glücklich, ein. Die Stimmung ist toll und es läuft der „Schmäh“ in der Boxengasse!

Gegen 22 Uhr sind alle 8 Nationen wohlbehalten eingetroffen, alle Pferde beziehen das neue zu Hause für die nächsten Tage. Brasilien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal und Schweden haben Mannschaften oder Einzelreiter geschickt um den heißbegehrten Titel zu erobern.

Tag 2

8:00 Vet Check aller Pferde, Österreich ist gleich zu Beginn am Start. Tosi läuft locker den Check und kommt ohne Probleme weiter!

14:00 Lockere Dressurstunde für Tosi, Generalprobe auf dem Austragungsviereck, „Feinjustierung“ der einzelnen Lektionen. Soundcheck für die Musik, wir fallen gleich zu Beginn durch die eindrucksvolle und imposante Musik auf. Die Musik aus dem Hollywood Blockbuster „Gladiator“ zieht Alle in den Bann, 6 Minuten entfliehen die Zuseher in eine andere Welt. Ein kurzer Blick auf die Richter die beim Soundcheck anwesend sind, auch sie scheinen zufrieden ins alte Rom zu entschwinden - alles funktioniert Bestens – ist das ein gutes oder schlechtes Omen???

16:00 Teamleader Meeting und Auslosung der Startreihenfolge – JETZT wird´s spannend….

Das Losglück trifft Österreich: Startplatz Nr. 12 für Michaela in der Dressur, eingebettet in der Mitte des Starterfeldes stehen die Chancen schon einmal sehr gut! Ich werde langsam misstrauisch dass alle Zeichen FÜR uns stehen und ahne Schlimmes….

Tag 3

Die Teilnehmer dürfen mit Ihren Pferden nochmals auf das mittlerweile fertige Viereck. 5 Minuten pro Reiter, ein letzter Abgleich mit der Musik, Schrittarbeit und ein paar Einzellektionen für Tosi und Michaela – alles noch immer perfekt. Mein Bauch wird langsam flau, wenn die Generalprobe so toll läuft, dann ist ja meistens…. Ich versuche diesen Gedanken zu verdrängen…

Die 5 Richter aus Schweden, England, Deutschland, Italien und Portugal nehmen Platz. ES GEHT LOS!!! Lospech für Weltmeister Pedro Torres, er muss als Erstes an den Start…
Nach einer Minute fällt plötzlich die Musik aus, die am Vortag noch wunderbar funktioniert hat. Die Halle erstarrt, Pedro reitet sein Programm weiter und funkelt bösen Blickes zum Tonmeister. Hektisches Treiben bei der Musikanlage: KEIN TON.

Die Halle ist mittlerweile sehr gut besucht, die Zuschauer drängen sich um das Viereck – die Stimmung ist gut, für die Pferde auf Grund des Riesentrubels allerdings sehr schwierig da am Nebenplatz den ganzen Tag Shownummern laufen, deren Musik zu uns herüber hallt. Beide Tonmeister drehen immer lauter und wir sitzen mittendrin...

Ich renne zwischen Austragungsviereck und Abreiteplatz hin und her, noch 5 Reiter, noch 4 noch 3… Die letzten Schrittpirouetten, Haltparaden und Traversalen, noch die ein oder andere kleine Korrektur….. nach einem kurzen Blick von Michaela merke ich dass es Zeit wird den Mund zu halten. Sie ist schon voll konzentriert, Tosi ist relaxed und gut drauf. Ich renne wieder zurück um die Konkurrenz zu beobachten…

Alle Pferde haben Schwierigkeiten sich an die Messeatmosphäre und den Lärm zu gewöhnen. Elisabeth und Victoria Max Theurer treffen pünktlich ein um uns fantechnisch zu unterstützen. Nach einer kurzen Einschulung in die Dressur der Working Equitation stehen wir neben dem Viereck, Michaela und „Tosi“ stehen schon in der Vet-Box zur Gebiss- und Sporenkontrolle und warten auf ihren Aufruf.

Da kommt er schon: „Next Rider from Austria Michaela Ruschitzka Vogel and Favory Maestoso“ – mein Puls beschleunigt von 120 auf 150.
Handzeichen der Reiterin für den Einsatz der Musik, plötzlich: STILLE! Mein Herz bleibt fast stehen, ich renne zur Sprecherkabine während der Musikmeister mit der CD Hülle kämpft. Michaela dreht sich um und wartet auf die Musik. ENDLICH GEHT’S LOS!!!!

„Gladiator“ zieht alle in den Bann, keiner bewegt sich. Nein das stimmt nicht, sehr zur Belustigung des italienischen Equipe Chefs springe ich jeden Galoppwechsel mit, stehe bei jeder Haltparade still und versuche nebenbei noch halbwegs ordentliche Kommentare abzugeben um unsere beiden Dressur Asse aus der Nebenhalle auf dem Laufenden zu halten.

Nach 6 Minuten 40 Sekunden ist die Prüfung – fast fehlerfrei – beendet. Als erstes Pferd unter all den Teilnehmern bleibt Tosi gelassen und ruhig, zuckt kein einziges Mal und behält klaren Kopf.
Ich renne wieder zurück in die Sprecherkabine um beim Ausrechnen der Noten über die Schulter zu schauen – DAS MÖGEN SIE DORT BESONDERS GERN...

Rita, Hirn der Meldestelle, wirft mir einen dementsprechenden Blick zu den ich jedoch mit einem Lächeln zu einem Schulterzucken umwandeln kann…

Ich werde fast verrückt – 67 % und 2. Platz!!!!

Derzeit liegt nur Weltmeister Pedro Torres vor uns, in Windeseile dränge ich mich durch hunderte Leute um meiner Reiterin die Wertnote zu überbringen – die jedoch auf Grund der tollen Leistung – immer noch relativ niedrig ist, aber egal. Wir zittern bis zum Ende der Prüfung weiter, bis endlich klar steht dass nur mehr ein Reiter es geschafft hat uns zu schlagen! Somit ist klar: BRONZEMEDAILLE in der Dressur für Österreich!!!!

Die anschließende Siegerehrung, die im Zuge des Einmarsches der Nationen ausgetragen wird, ist ein Traum, ICH BIN SOOOO STOLZ!!!!

Abendveranstaltung: Show der „LE CADRE NOIR DE SAUMUR“ in der Haupthalle – WOW, das war echt toll!

Tag 4

Trail

11:30 Parcoursbegehung zu Fuß, 15 Hindernisse auf relativ kleinem Raum. Es wird schnell klar, dass die Pferde hier Höchstleistung vollbringen und die engen Wendungen fast am Stand galoppiert müssen.
Plötzlich wird ein kleiner Käfig mit 6 putzigen Gänsen in die Arena gebracht, die in die Mitte des Pferches gesetzt werden. Die Reiter werden still und wechseln Blicke….
Laut Reglement ist dies erlaubt, ich schaue zu Michaela, sie antwortet: „Das ist dem Tosi wurscht“!
Da geht eine heftige Diskussion los, ob der blau gestrichene Boden der Brücke erlaubt ist, oder nicht….

NEIN, ist nicht erlaubt…

Alle Teamchefs zum Veranstalter, Abstimmung ob Brücke hinausräumen oder nicht….

Ein schneller Blick zu meiner Reiterin, auch das ist Tosi egal. Ich bete zum Herrgott dass sie Recht hat und stimme FÜR die Brücke! In der Hoffnung, dass ich nicht gerade unserem eventuellen Disqualifikationsgrund zugestimmt habe, gehe ich wieder zurück zur Parcoursbesichtigung.

Die Reihenfolge nach der Dressur wird gestürzt, Österreich ist also drittletzter Starter….
Nun bleibt etwas Zeit, in Ruhe auf der Tribüne Platz zu nehmen um die anderen Reiter zu begutachten.
Schnell wird klar: der Boden der blauen Brücke ist ein echter „Hingucker“, die Gänse und das Bistro neben dem Veranstaltungsplatz erledigen den Rest. Lautes Tellergeklappere und Gläserklirren übertönen den ohnehin schon schwer auszuhaltenden Lärmpegel. Die Pferde haben größte Probleme sich zu konzentrieren und die Leistung zu erbringen, die man von ihnen gewohnt ist. Selbst die erfahrenen Pferde der portugiesischen Reiter spannen und sind nicht bei der Sache….

Dann ist es endlich soweit: Wir sind am Start!!!!
Zu diesem Zeitpunkt liegen die zwei Portugiesen und ein deutscher Reiter auf den Plätzen 1 bis 3….

Hindernis Nummer 1: Das TOR!!! Zwei überdimensional große LKW Reifen sind die Halterungen für das Tor, Tosi kommt im Galopp auf das Tor zu UND: starrt auf die Reifen! Mir bleibt fast das Herz stehen, Elisabeth und Victoria Max Theurer sind ebenfalls wieder hier um die Daumen zu halten, mir rutscht nur ein leises: „Oh Gott, bitte nicht….“ raus, während ich einer der Damen fast die Hand quetsche….
Nach kurzer „Rücksprache“ mit Michaela entscheidet Tosi, doch das Tor zu absolvieren. Es ist jedoch schnell zu erkennen, dass die Konzentration bei ihm unter dieser Situation gelitten hat.
Hindernis Nummer 2: Ausgerechnet der Slalom, bei dem alle fliegenden Wechsel durchgesprungen und ordentlich sein müssen, da es sonst schlechte Noten gibt. Ich weiss nicht genau wie, aber alle Wechsel funktionieren. Selbstverständlich springe ich auch diese in Perfektion in der Outzone mit.
Alle weiteren Hindernisse laufen wie am Schnürchen, Tosi fängt sich wieder und beginnt sich zu entspannen…
Da kommt als nächstes die BRÜCKE: Tosis Augen werden größer, meine auch!!!

Wie in Zeitlupe hebt er das Vorderbein und während er überlegt ob er draufsteigen soll oder nicht, entscheidet er sich für: DRAUFSTEIGEN!

UAHHHH meine Nerven sind fast am Ende, dass zuschauen so aufregend sein muss…

Es folgt der Pferch mit den Gänsen: Bisher wusste ich nicht, dass Pferde schielen können - seit Lyon ist es mir klar: ES GEHT!!!! Während das eine Auge auf die Gänse schielt, schaut das andere nach vorne um nicht den Pferch zu rammen.
Gott sei Dank sehen die Richter dieses Hindernis nur von hinten, denn ohne mit den Wimpern zu zucken galoppiert Tosi auf einer 6 Meter Volte um die Gänse.
Ich bete wieder einmal zum Herrgott, dass die lieben Viecherln sitzen bleiben und nicht anfangen mit den Flügeln zu schlagen oder zu meckern…

Als letztes Hindernis kommt noch mal das Tor von der anderen Seite, ich verspreche dem lieben Gott so ziemlich Alles, Hauptsache Tosi geht hin.
Ich muss jetzt vermutlich bis Weihnachten brav sein, denn das Tor klappt ohne Probleme und der Trail ist endlich zu Ende!

Wieder renne ich in die Sprecherkabine, Rita hat sich mittlerweile daran gewöhnt dass andauernd Alle kommen um ihr über die Schulter zu schauen und reagiert gar nicht mehr.
JUHUUUUUUUUUUUUU  4. Platz im Trail und somit immer noch 3. Platz in der Gesamtwertung!!!!
Ich renne zu Michaela, falle ihr um den Hals und sie sagt: „Was ehrlich, bist Du sicher“? Na klar bin ich sicher, oder nicht? Also renn ich noch mal zurück...

Rita lächelt mich an und deutet mir schon den 4er, ich renne wieder zurück!!!

Nach Beendigung des Trails und Zusammentreffen der Equipe Chefs und Richter ist mit auch klar, warum wir trotz kleiner „Hingucker“ so tolle Noten bekommen haben. Tosi hat nur geschaut, alle Hindernisse jedoch in Perfektion ausgeführt. Die anderen Pferde haben geschaut, sich zum Teil geschreckt und noch die fliegenden Wechsel verhaut. Mit stolz geschwelgter Brust verlasse ich das Meeting in Richtung Pferdeboxen und überlege mir „I am from Austria“ irgendwohin tätowieren zu lassen…..

18:00 Generalversammlung der WAWE, nocheinmal höchste Konzentration.

Wir haben die große Ehre, beim Weltcup Finale der Dressurreiter live dabei zu sein und der Einladung von Frau Max-Theurer folgen zu dürfen!
Vici liegt nach dem ersten Tag auf Platz 3, zeigt eine tolle Kür mit einem ausdrucksstarken „Augustin“ muss sich jedoch am Ende dem deutschen Damentrio Salzgeber/Werth/Theodorescu geschlagen geben, die trotz fehlerhafter Ritte Traumnoten um die 80% bekommen haben.

Nicht sicher, etwas verpasst zu haben und feststellend, dass sich in der Dressur nichts geändert hat – trotten wir Richtung Stall um unserem Helden „Tosi“ gute Nacht zu sagen….
Die groß angekündigten Reiter Partys fallen für Alle aus, da sowohl, Reiter, Pferde, Betreuer und Fans nur eines wollen: INS BETT!!!!

Tag 5

SPEED TRAIL und ENTSCHEIDUNG

Heute geht es um die Wurst!!!!

Michaela liegt noch immer auf Platz 3, dicht gefolgt von drei Herren aus Portugal, Brasilien und Deutschland die natürlich alle gerne die Bronzemedaille hätten.
Jedoch auch die Reiter auf den Plätzen 4 bis 10 haben noch die Möglichkeit uns zu schlagen.
Die Spannung ist kaum zu ertragen, der Speed Trail zur Besichtigung freigegeben.
Wieder warten Tor (diesmal mit Seil), Gänse, Brücke usw. auf die Teilnehmer…

Michaela ist wieder 3letzte Starterin, ich stelle beim vorbeirennen an einem Spiegel fest dass die Auswahl meines grünen Sweaters zu meiner Gesichtsfarbe passt… Naja, auch egal….

Einige Reiter scheiden beim Speed Trail aus und werden disqualifiziert weil sie in der Hektik falsche Hindernisse anreiten oder Fehler machen….

Dann kommen unsere 3 Verfolger dran:

Rolf Janzen aus Deutschland, legt einen schnellen und perfekten Speed Trail vor, allerdings nur bis zum vorletzten Hindernis. Er vergisst das Tor anzureiten und wird disqualifiziert. Mit Rolf gut befreundet überlege ich kurz ob ich nun für ihn traurig sein, oder mich freuen soll einen Verfolger abgeschüttelt zu haben.

Jetzt würdet ihr sicher gerne wissen, was ich mir gedacht habe: NIX DA


Fabio Lombardo aus Brasilien mit seinem schnellen, kleinen wendigen Pferd legt eine Superzeeit ohne Fehler hin die nur durch ein Wunder zu halten wäre.
Ich sehe unsere Medaille dahinschwimmen und versuche daran zu denken, dass auch ein 4ter 5ter oder 6ter Platz toll sind und man nicht größenwahnsinnig werden darf…..

Bruno Pica de Conceicao – unser dritter Verfolger – ist am Start, auch er zeigt einen perfekten und schnellen Trail bis zum letzten Hindernis: Ich überlege einstweilen was ich unserem Herrgott noch anbieten könnte, komme jedoch gar nicht soweit da plötzlich ein Teil des letztes Hindernisses vom Pferd umgestossen wird und vom Reiter wieder aufgehoben werden müsste. Bruno, weiß vor lauter Aufregung nicht was er zu tun hat und überlegt wie er das Hindernis nun richtig beenden muss. Da macht der Teamchef der Portugiesen einen folgenschweren Fehler: Er ruft dem Reiter von draußen, DEUTLICH hörbar die Anweisungen zu. Auch das führt zur Disqualifikation.

Ich weiß nicht mehr was ich denken oder sagen soll, denn Michaela steht schon neben mir, bereit anzugreifen.
Meine Gesichtsfarbe wechselt von grün nach weiß….

„Next Rider from Austria…..“

Tosi zuckt mit keiner Wimper, erledigt alle Aufgaben mit Bravour, Michaela merkt sich den Parcours perfekt. Lediglich die Bodenstange fällt und kostet 5 Sekunden extra…..
Der Blick auf die Uhr bestätigt jedoch meine Befürchtungen, wir können die Zeit des Brasilianers nicht halten. Nun geht das Zittern weiter, WELCHEN Gesamtplatz Michaela erritten hat……

BITTE 4ter, BITTE 4ter, BITTEEEEEEEEEEEEEEE4ter…….

In der Meldestelle ist kein Platz mehr, weil alle Teamchefs zu Rita rennen um das Endergebnis zu erfahren. Mit einem charmanten Lächeln steht sie von ihrem Platz auf, schiebt uns alle hinaus und schließt die Türe

Spannende Minuten vor der Meldestelle, bis der Zettel mit den Ergebnissen ausgehängt wird. WIR SIND VIERTEEEEEEEEEEEEEER JUHUUUUUUUUUU, ich bin ca. 5 Leuten auf die Zehen gestiegen weil ich vor lauter Freude herumgesprungen bin, es hat jedoch keiner gemerkt da der Adrenalinspiegel bei Allen extrem hoch ist…..

Tag 6

Rinderarbeit

Nachdem Einzelreiter an der Rinderarbeit nicht teilnehmen dürfen, da diese nur für Teams zum Gesamtergebnis gezählt wird können wir diesen Tag genießen und die Rinderarbeit in aller Ruhe von der Tribüne aus ansehen.

Wie immer ist es sehr spannend und amüsant, denn manche Teams treiben regelrecht die Herde durch die Halle, während andere die Kuh in 15 Sekunden fangen können…..

Die anschließende Gesamtsiegerehrung ist natürlich das Highlight der Veranstaltung:
Mit österreichischer Standarte, unseren roten Team Jacken und unserem erfolgreichen Pferd/Reiterpaar marschieren wir auf den Platz.

Michaela Ruschitzka Vogel und Favory Maestoso werden als 4te im Gesamtergebnis, beste Reiterin und beste jemals bei einer WM platzierte Frau geehrt!

Die anderen Nationen gratulieren ihr zu diesem tollen Ergebnis, selbst die Richter freuen sich dass es einer Frau gelungen ist vorne mitzumischen!

Tosi wird noch am Abend verladen und fährt Richtung Wien ab, unser Flieger geht erst am nächsten Tag.

Tag 7

Abflug Lyon um 9:55 alles läuft nach Plan, Ankunft in Wien um 11:35, während des Fluges wird natürlich – sehr zum Leidwesen der anderen Passagiere – die WM von vorne nach hinten nocheinmal aufgerollt.

Zumindest wissen nun die Reihen vor und hinter uns, WAS Working Equitation ist...

Wir können es kaum erwarten Tosi willkommen daheim zu heissen und ich freu mich riesig endlich wieder einmal MEIN Pferd zu sehen. Nach 6 Tagen indoor Messe fällt mir auf, wie schön es wieder ist Bäume, Blätter und die Natur zu sehen…
Tosi steht schon auf den wunderschönen Koppeln des Gestütes Marienhof, seinem Zuhause.

Verträumt schaut er in die Ferne, ebenfalls glücklich wieder etwas anderes als die Turnierboxen zu sehen.
Seine Koppelfreunde nehmen nur kurz wahr, dass er wieder da ist bzw. überhaupt weg war.
Ich bin sicher, er würde gerne erzählen was für ein Held er war. Seine Freunde scheint das jedoch nicht wirklich zu interessieren, denn das Gras schmeckt heute wieder so köstlich.
Tosi seufzt, dreht sich um, visiert das nächste Gatschloch an und beschließt einfach wieder Pferd zu sein, denn wahre Helden brauchen keinen Ruhm – zumindest in der Pferdewelt...

DANKE MICHAELA und TOSI – Ihr seid meine Helden!!!!

Eure Equipe Chefin
Sandra
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