Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
20.12.2010

Der Lipizzaner

Neben der Mozartkugel ist der Lipizzaner wohl das bekannteste Symbol für Österreich.

Die älteste Kulturpferderasse der Welt ist aber auch eine der zahlenmäßig kleinsten – und bis heute ist ihr Fortbestand immer wieder in Frage gestellt.

Lipizzaner Kapriole © René van Bakel - Spanische Hofreitschule Wien
Der Lipizzaner ist wie kaum ein anderes Pferd begabt für die Schulen über der Erde.
© René van Bakel - Spanische Hofreitschule Wien
Er ist ein Erbstück der Monarchie und gleichzeitig identitätsstiftendes Symbol der Republik Österreich, und seine Geschichte in den vergangenen 100 Jahren ist eine Geschichte voller Widersprüche: Vom „Pferd, das keiner wollte“ der 1920er-Jahre zum „Botschafter Österreichs“ der Nachkriegszeit war es ein weiter Weg mit zahlreichen Schwierigkeiten. Auch wenn der Stellenwert der barocken Schimmel in der gesamten österreichischen Bevölkerung inzwischen unumstritten ist, bleibt ihre Erhaltung und Zucht nach wie vor ein ständiger Zankapfel, und obgleich der Lipizzaner zu den bekanntesten Pferderassen der Welt zählt, ist seine Population weltweit eine der kleinsten.

Lipizzaner und Österreich

Der Lipizzaner, das Pferd der Staatsempfänge, erfüllt seit mehr als 60 Jahren seine bürgerlichen Pflichten: Tatsache ist, diese Pferde waren eine wichtige Stütze in der zaghaften Außenpolitik Österreichs während der sensiblen Jahren von 1945 bis nach dem Staatsvertrag. Welche/r Politikerin ist nicht mit ihnen in Berührung gekommen: Ronald Reagan, Queen Elisabeth I, Jackie Kennedy und viele mehr. Pferde als Botschafter der Verständigung nach Jahren des Krieges und der Feindseligkeiten – ein geschickter politischer Schachzug österreichischer Außenpolitik.Lipizzaner liehen der jungen Republik der 1950ern und 60ern ihr Gesicht, sie verkörperten den etwas veralteten und historienreichen Kleinstaat Österreich nach außen, sie waren ein Bild des „netten“ neuen Österreichs – weiße Boten des Friedens.

„… Wenn die Schimmerln gar niemand will, dann nehm’ ich sie halt…“ – ein Satz, der Österreich in Erinnerung geblieben ist, gesprochen vom Landwirtschaftsminister Josef Stöckler. Mit dieser Formulierung kommen die Lipizzaner im Jahr 1920 in die Obhut des Landwirtschaftsministeriums, und die Kriegsflüchtlinge werden von Laxenburg bei Wien ins steirische Gestüt Piber überstellt. Die Gestütszucht war und ist das existentielle Standbein des Lipizzaners in Europa und besonders in Österreich.Verstreut über den ganzen Erdball existieren ungefähr 4000 Pferde, davon werden nur etwa 1000 Tiere für die Zucht ein gesetzt. Die einzelnen Staatsgestüte Europas beherbergen mit rund 650 Pferden mehr als die Hälfte des weltweiten Zuchttierbestandes, der als Genreserve den Fortbestand dieser fast 500 Jahre alten Pferderasse sichert. In Österreich gibt es derzeit gerade einmal 72 Zuchtstuten (2009) im Gestüt Piber. Eine organisierte private Zucht existiert erst seit den 1980er- Jahren – das Bundesgestüt Piber hatte bis dato keine Pferde an inländische Private verkauft – so heißt es. Mit den ersten Erhaltungszuchtmaßnahmen Mitte der 1990er-Jahre listete die ÖNGENE 1997 66 private Lipizzaner auf, die am Erhaltungszuchtprogramm teilnahmen, im Jahr 2008 waren nur mehr 25 Lipizzaner mit dabei. Insgesamt ist die Darstellung der privaten Lipizzanerzucht in Österreich schwierig, da deren Organisation dreigeteilt ist – in den Österreichischen Lipizzanerzuchtverband, die Lipizzanerunion und den steirischen Landespferdezuchtverband.

Der Kampf um das Ursprungszuchtbuch

Das Jahr 1999 war ein bewegtes Jahr in Sachen Lipizzaner. Nach mehrjährigen Verhandlungen mit Vertretern aus Italien und Slowenien konnte man am 8. Februar 1999 einen Erfolg verbuchen: Österreich wurde das Ursprungszuchtbuch für den Lipizzaner zugesprochen.

„Das Bundesgestüt Piber, A – 8580 Köflach (Österreich), ist in Übereinstimmung mit der Entscheidung 92/353/EWG als Zuchtorganisation, die das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Lipizzaner führt, anerkannt.“ (Beilage zur Zahl 26.135/30- IIC13/98)

Neben Geld, Ehre und einem Quäntchen Macht bringt der Besitz des Ursprungszuchtbuches auch Verantwortung und spezielle Aufgaben mit sich.

Von der Politik zum Programm

Die Lipizzanerfrage war in Österreich immer auch eine politische. Wie eng die Zucht dieser edlen weißen Pferde an die Parteipolitik gebunden ist, lässt sich in zahlreichen Artikeln österreichischer Tageszeitungen der vergangenen 24 Monaten nachlesen. Es war hier von Verlegung, Auflösung und Reduzierung die Rede – wie aber sehen die Beweg- und Hintergründe der österreichischen Lipizzanerzucht tatsächlich aus? Die Antwort findet man im Spanischen Hofreitschulengesetz:

„[...] Von besonderer Bedeutung ist die Sicherung der genetischen Basis.“

Damit ist klar: Österreich als Inhaber des Ursprungszuchtbuches für den Lipizzaner und als Eigentümer des Gestüts Piber und der Spanischen Hofreitschule in Wien hat sich gesetzlich für den Erhalt lebender österreichischer Geschichte, der Lipizzaner und der damit verbundenen Kulturgüter ideeller und sachlicher Natur verpflichtet. Der Staat hat sich sozusagen selbst ein Erhaltungszuchtprogramm verordnet.

Generhaltung

Ein Wort hat seit der Herpesepidemie 1983 wie kein anderes den Lipizzaner durch die Medien begleitet: Inzucht. Eines vorweg: Inzucht kann bei Reinzucht und in einem Gestüt nicht verhindert werden, man kann ihren Zuwachs nur minimieren. Gleichzeitig ist Inzucht aber für den Verlust genetischer Variabilität verantwortlich, und das Hauptanliegen jedes Erhaltungszuchtprogramms ist es, den Inzuchtzuwachs zu steuern und in gemäßigte Bahnen zu lenken. Folgende Parameter sind für eine Erhaltungszucht, wie sie in Piber betrieben wird, maßgeblich: die Größe der Stutenherde, das Geschlechterverhältnis, das Generationsintervall (Alter der zur Zucht eingesetzten Deckhengste) und die genealogische Struktur (Stutenfamilien und Hengststämme).

Mit der Anzahl der Zuchttiere steht und fällt ein Erhaltungszuchtprogramm – denn der Genpool des Lipizzaners ist nur durch eine ausreichend große Stutenbasis zu sichern. Jede Verkleinerung der Stutenherde impliziert ein Ansteigen des Inzuchtzuwachses und damit auch die Gefahr des Verlustes wertvoller genetischer Information. Der durchschnittliche Inzuchtkoeffizient in Piber ist von neun Prozent im Jahr 1960 auf 12,4 Prozent im Jahr 2006 gestiegen.

Da der Pferdebestand in Gestüten zahlenmäßig immer begrenzt war, etablierte sich schon früh (im 18. Jahrhundert) das System der Linienzucht. Die Führung und Erhaltung von Stutenfamilien und Hengststämmen ist ein einfaches und effektives Mittel zur Kontrolle der genetischen Varianz in einer Population. Als Stutenfamilie werden laut Konvention mindestens drei Stuten aus mindestens zwei Generationen, die auf eine gemeinsame Mutterlinie zurückgehen, definiert. Mit diesem System wird eine genetische Strukturierung der Population geschaffen. Das heißt, innerhalb einer Familie sind die Tiere enger miteinander verwandt, zwischen den Familien aber wiederum weniger als der Durchschnitt. Hengststämme werden gleichermaßen aufgebaut, indem innerhalb eines Stammes zwei oder mehr Seitenäste über besonders qualitätsvolle Hengste herausgebildet werden. Eine Praxis, die sich Dr. Heinrich Lehrner zunutze gemacht hatte, der damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung und Verbreiterung der genealogischen Basis geleistet hat. Wie wichtig die Kontrolle der Hengststämme ist, zeigt auch der Fall des Hengstes Pluto Presciana. Nach langjährigem Einsatz als Schulpferd der Fachschule Lambach – Stadl-Paura wurde der bereits betagte Hengst in letzter Minute von Dr. Max Dobretsberger nach Piber geholt, um diesen Zweig des Plutostammes weiterzuführen.

Gleichzeitig bringt diese Einteilung nach Familien auch züchterische Vorteile, denn bei sorgfältiger Zuchtauswahl und Anpaarung werden die einzelnen Familien aufgrund ihrer genetischen Einheitlichkeit immer vererbungssicherer.

Die Pflichten von Piber

Die Definition der grundlegenden Zuchtziele

„Zuchtziel ist die Erhaltung des reinrassigen Lipizzaners gemäß den traditionellen Zuchtregeln im Typ des barocken Prunkpferdes. Lipizzaner werden typischerweise als Parade- und Dressurpferde, für die ,Klassische Hohe Schule‘, für den Fahrsport und den Freizeitsport gezüchtet.“ […]

Das Bundesgestüt Piber ist Träger dieser Verantwortung und sollte dementsprechende Vorbildwirkung haben. Folgende Aufgaben sind gesetzlich verankert:

  • Die Aufgaben sind im Bundesgesetz, mit dem die Spanische Hofreitschule und das Bundesgestüt Piber rechtlich verselbstständigt werden (Spanische Hofreitschule-Gesetz), geregelt.
  • Im Speziellen umfasst der Wirkungsbereich des Bundesgestütes die Gebiete Pferdezucht und Pferdehaltung sowie das Gestüts-, Reit- und Fahrwesen.


Dazu gehören insbesondere:

  • I.3.4. Aufbau und Führung eines internationalen Zentralregisters für reinrassige Lipizzanerpferde.
  • I.3.6. Führung des historischen Archivs der Lipizzanerzucht sowie des historischen Archivs der österreichischen Landespferdezucht, letzteres auch aus dem Bestand der ehemaligen Bundesanstalt für Pferdezucht Stadl-Paura“ […]


Auch das Zuchtprogramm von Piber ist staatlich geregelt:

 „[…] Der Erhaltung, Förderung und langfristigen Sicherung der Rasse als europäisches Kulturgut ist durch das Bundesgestüt besondere Aufmerksamkeit zu widmen. […] Von besonderer Bedeutung ist die Sicherung der genetischen Basis. Dazu ist auch die Aufnahme geeigneter Lipizzanerzuchtstuten von unter Pkt. II.3. genannten Staatsgestüten in das Zuchtprogramm des Bundesgestütes möglich. Ein Schwerpunkt der Sicherung der genetischen Basis im Bundesgestüt ist die Erhaltung der klassischen Stutenfamilien und der sechs klassischen Hengststämme. […] “

Raritäten in Piber

In Piber hat man es sich laut Gesetz zur Aufgabe gemacht, alle 17 klassischen Lipizzaner- Stutenfamilien zu züchten und zu erhalten. Historisch bedingt waren bis 1984 nur 13 klassische Familien vertreten, davon nahmen die Familien Europa, Bradamanta, Djebrin und Capriola fast den Großteil der Herde ein. Daneben gibt es in Piber auch drei Familien kroatischer Provenienz, eine, die nur mehr in Piber (Miss Wood) und zwei, die neben Piber auch im italienischen Lipizzanergestüt Monterotondo (Eljen, Hamad-Flora) geführt werden. Zwei weitere klassische Familien, Fistula und Mercurio, sind in der gesamten internationalen Lipizzanerzucht nur schwach vertreten, und Piber beherbergt neben Monterotondo und Lipica fast die Hälfte dieser Raritäten. Angesichts der kleinen Gestütspopulationen und der schwierigen Situation einzelner Familien ist eine internationale Kommunikation und Zusammenarbeit der Gestüte in Hinblick auf die Generhaltung von grundlegender Notwendigkeit.

Gerade hier engagierte sich die LIF (Lipizzan International Federation), der Dachverband der internationaler Lipizzanerzucht, dem mittlerweile auch alle elf Staatsgestüte angehören. Nach dem Fall des eisernen Vorhanges wurde allmählich eine züchterische Zusammenarbeit der Lipizzanergestüte möglich. Die 1986 gegründete LIF fungierte als treibende Kraft und als Vermittler zwischen den neuen Partnern, heiße Eisen wie der Fall Lipik wurden ebenso behandelt wie die Frage der Abstammungsdokumentation und die der Zuchtbuchanerkennung. Doch die wilden und produktiven Jahre der LIF scheinen vorüber, heute geht es wesentlich ruhiger und leiser zu, eine Entwicklung, die auch auf den Führungswechsel in dieser Organisation zurückzuführen ist.

Die jüngste Geschichte

Was hat sich in den vergangenen Jahren in der österreichischen Lipizzanerzucht getan – und wie sind die Taten zu bewerten?

Unter Dr. Jaromir Oulehla wurde das sogenannte Heterozygotie- Anpaarungsprogramm eingeführt, um den Inzuchtgrad zu reduzieren. Eine weitere Maßnahme gegen die Inzuchtsteigerung in der Ära Oulehla war der Import einer Handvoll rumänischer Lipizzanerstuten aus dem Gestüt Fagaras. Dieselben wurden ein paar Jahre später von Dr. Werner Pohl wieder ausgemustert. Unter Dr. Pohl wurde in das Gestüt investiert, aus den Gestüten Topol’c?ianky, Monterotondo und Lipica wurden einige Stuten angekauft – die klassischen Stutenfamilien wurden damals erweitert. In dieser Zeit wurde das Gestüt renoviert, neue Geschirre und Trainingswagen wurden angeschafft, und erstmals wurden Wallache als Gebrauchspferde ausgebildet. In derselben Periode fanden auch drei Andalusier – ein Deckhengst und zwei zweijährige Stuten – aus dem Gestüt Veiga ihren Weg nach Piber. Ebenso geräuschlos wie die ersten Planungen eines Einkreuzungszuchtprogramms sind diese Pferde wieder von der Bildfläche verschwunden, kurze Zeit später auch Direktor Pohl. Darauf folgte eine Zeit der finanziellen Sanierung – Gestütspferde und Junglipizzaner wurden zu Billigstpreisen abverkauft, bald darauf hat man langsam begonnen, Marketingkonzepte zu entwickeln. Seit der Ära Pohl ist der Haupttenor das Geld, die Zuchtarbeit ist etwas in den Hintergrund getreten. Punkt 1.3.4 „Aufbau eines internationalen Lipizzanerregisters“ und Punkt 1.3.6. „Führung des historischen Archivs der Lipizzanerzucht sowie des historischen Archivs der österreichischen Landespferdezucht“ des „Spanische Hofreitschule-Gesetzes“ konnten bislang nicht realisiert werden.

Wie ging man in jüngster Zeit mit der zentralen Forderung des Zuchtprogramms in Piber, „der Sicherung der genetischen Basis“ um? In erster Linie medial. Schlagzeilen wie: Aufregung um Lipizzaner: Gerüchte um schrittweise Schließung des Gestüts Piber (Der Standard, 26. 11. 2008); Rote Zahlen mit weißen Pferden (Der Standard, 13. 5. 2009); Lipizzaner sollen Heimat verlieren (Kleine Zeitung, 10. 1. 2010); Lipizzaner als Zankapfel im Vorwahlkampf (Kleine Zeitung, 11. 1. 2010) machten deutlich, dass Tagespolitik nicht auf die Notwendigkeit der Generhaltung und damit auf die Sicherung dieses einzigartigen österreichischen Kulturguts Rücksicht nimmt.

Genpools und Zuchtrichtungen

Beim Lipizzaner gibt es historisch bedingt drei verschiedene Genpools:

  • Einen klassischen, ausschließlich auf das ehemalige Hofgestüt Lipizza zurückgehenden Genpool, heute vertreten durch die Gestüte Piber, Lipica, Topol?ianky und Monterotondo;
  • einen ungarischen, aus Lipizzanerpferden des ehm. k.u.k. Militärgestüts Mezehögyes hervorgegangenen, heute vertreten in den Gestüten Szilvásvárad, Fagaras und Beclean;
  • einen „jugoslawischen“, basierend auf den kroatischen Privatgestüten Eltz und Jankovi?, vertreten durch die Gestüte ?akovo, Lipik, Vu?ijak und Karadjor?evo.

 
Die Pferde dieser drei Gruppen unterscheiden sich nicht nur genetisch, sondern repräsentieren auch jeweils einen spezifischen Typ: Der klassische Reittyp wird optimal vom Schulpferd der „Spanischen“ in Wien verkörpert, der großwüchsige ungarische Fahrpferdetyp ist seit Jahren erfolgreich im internationalen Fahrsport vertreten, und der „jugoslawische“ Allrounder, ein mittelgroßer Karrossier mit sehr guter Gangveranlagung, besticht vor allem durch seinen Rassetyp. Alle Bestrebungen, diese verschiedenen Zuchtrichtungen des Lipizzaners durch bewusste Selektion auf einen Einheitslipizzaner einzuschränken, sind einerseits aus erhaltungszüchterischen Gründen negativ zu bewerten, andererseits ginge damit ein wesentlicher Teil der liebenswürdigen Vielseitigkeit, der diese Rasse kennzeichnet, verloren.

Ausblick

Wirtschaftskrise hin oder her – die Lipizzaner haben schwerere Zeiten gesehen. Mit großem persönlichen Einsatz und Engagement haben sich quer durch die Geschichte Gestütsmeister, Pferdepfleger, Bereiter und Politiker für den Fortbestand dieser Rasse eingesetzt.

Gerade heute ist es notwendig, in Erinnerung zu rufen, dass der Lipizzaner weit mehr ist als ein lebendes Kulturdenkmal. Er ist eines der hervorragendsten Reitpferde im klassischen Sinne, ausgestattet mit überragender Intelligenz und unvergleichlichem Charakter, mit einer auch anderen Warmblutrassen wieder zu wünschenden Langlebigkeit – Lipizzaner, die mit 24 Jahren noch reitbar sind, sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Darüber hinaus ist der Lipizzaner ein exzellentes Fahrpferd, das seine eiserne Konstitution und Ausdauer seit Jahrzehnten erfolgreich im internationalen Turniersport unter Beweis stellt. Bei all diesen positiven Eigenschaften stellt sich die Frage, warum der Lipizzaner gerade in Österreich weder vom Boom der Barockreiterei noch vom Fahrsport profitieren konnte. Es wird Zeit, die Qualitäten dieses Juwels der österreichischen Pferdezucht nicht nur zu schätzen, sondern auch im vermehrten Maße zu nutzen.

Lust auf mehr?

Dieser Artikel ist in der Ausgabe 6/2010 erschienen. Pferderevue AbonnentInnen können ihn zusammen mit über 40.000 weiteren in unserem Online-Archiv kostenlos nachlesen. Einfach unter Service/Online-Archiv einloggen und in allen Heften aus 25 Jahren Pferderevue zum Nulltarif blättern!

Testzugang bestellen
Sie sind weder AbonnentIn noch Verbandsmitglied, möchten aber trotzdem einen Blick in unser Online-Archiv werfen? Bestellen Sie jetzt kostenlos einen Testzugang!
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
Servus TV AD