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04.11.2014

Deutscher Hengst gewinnt Melbourne Cup in Rekordzeit, zwei Pferde tot

Eines der prestigeträchtigsten Rennen der Welt, der mit 4,3 Millionen Euro dotierte Melbourne Cup, ging am Dienstag zum ersten Mal in seiner Geschichte an ein Pferd aus Deutschland. Überschattet wurde der große Triumph von zwei Todesfällen.

Eines der bedeutendsten Pferderennen der Welt, der mit 4,3 Millionen Euro dotierte Melbourne Cup in Australien, wurde am Dienstag vom Tod zweier Pferde überschattet. © Tom Bayer - Fotolia.com (Symbolfoto)
Eines der bedeutendsten Pferderennen der Welt, der mit 4,3 Millionen Euro dotierte Melbourne Cup in Australien, wurde am Dienstag vom Tod zweier Pferde überschattet.
© Tom Bayer - Fotolia.com (Symbolfoto)
Kurze Zeit nach dem Zieleinlauf kollabierte Admire Rakti. Der Favorit aus Japan, der das Rennen unerwartet an letzter Stelle beendet hatte nachdem er nur unter Protest in die Startbox zu bewegen war, kollabierte auf dem Weg in den Stall und verstarb noch an Ort und Stelle. „Mir war sofort bewusst, dass er Probleme hat, als er ab der Hälfte des Rennens auf einmal nicht mehr richtig zog. Deshalb habe ich das Tempo rausgenommen, das Wohl des Pferdes steht an erster Stelle”, sagte Jockey Zac Purton nach dem Rennen.

Bereits im Vorfeld hatten Rennexperten gemutmaßt, der bis dahin hoch erfolgreiche Hengst könne auf der zwei Meilen langen Strecke aufgrund des hohen Gewichts (58,5 kg) Probleme bekommen. Seit 1975 ist es keinem mit 58,5 kg oder höher belastetem Pferd mehr gelungen das Rennen zu gewinnen.

Wodurch der plötzliche Zusammenbruch tatsächlich ausgelöst worden war, ist derzeit noch nicht geklärt, Rennarzt Dr. Brian Stewart vermutet jedoch einen Aortaabriss. Gewissheit soll nun eine an der Universitätsklinik in Melbourne durchgeführte Autopsie bringen.

Araldo stirbt nach Beinbruch

Ein unglückliches Ende nahm das Rennen auch für den siebtplatzierten Araldo. Irritiert durch eine Flagge im Zuseherbereich schlug der Hengst aus und zog sich dabei einen Bruch des rechten hinteren Röhrbeins zu. Erste Hoffnungen auf eine mögliche Heilung wurden von einem wenig später durchgeführten Röntgen zerstreut und Araldo aufgrund der Komplexität des Bruchs eingeschläfert.

Rekordsieg für Protectionist

Einen überragenden Sieg feierte indes der deutsche Galopperhengst Protectionist. Der vierjährige Dunkelbraune sprintete unter Jockey Ryan Moore von fünftletzter Stelle auf der Mitte der Zielgerade an allen Konkurrenten vorbei und sicherte sich den Sieg mit drei Längen Vorsprung, der seinen Besitzern rund 2,3 Millionen Euro einbrachte. "Das ist ein unvergesslicher Tag, den man nur einmal erlebt", sagte Züchter und Mitbesitzer Christoph Berglar im Interview. "Ich bin zum ersten Mal in Melbourne, und Protectionist hat es geschafft, den Melbourne Cup zu gewinnen. Ich kann es noch nicht glauben, bin völlig überwältigt."

Mit seinem Sieg stellte Protectionist gleichzeitig einen neuen Rekord auf. In der 154-jährigen Geschichte des Melbourne Cups hat kein Pferd das Rennen schneller beendet als der Hengst aus Deutschland.
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