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23.05.2012

Deutsches Bundeskabinett sagt "Nein" zum Schenkelbrand

Das deutsche Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch eine Gesetzesnovelle beschlossen, die ein Verbot des Schenkelbrandes als Kennzeichnungsmethode für Pferde vorsieht. Die Hoffnungen der deutschen Pferdezüchter ruhen nun auf Agrarauschuss, Bundestag und Bundesrat, die den Entwurf vor seinem In-Kraft-Setzung absegnen müssen.

Spätestens im kommenden Herbst soll das Endgültige Aus für den Schenkelbrand in Deutschland erfolgen. © FotoLL - Fotolia.com
Spätestens im kommenden Herbst soll das Endgültige Aus für den Schenkelbrand in Deutschland erfolgen.
© FotoLL - Fotolia.com
„Das ist sehr schade, aber damit war leider zu rechnen“, erklärt Theodor Leuchten (Ratingen), Vorsitzender des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Wir setzen jetzt auf den Agrarausschuss, denn darin sind entsprechende Fachleute und wir gehen davon aus, dass diese sich nicht von der emotional geführten Diskussion leiten lassen, sondern durch fachlich fundierte Argumente anders entscheiden“, so Leuchten. Kritik an der geplanten Gesetzesnovelle gibt es auch vom Deutschen Bauernverband, hierdurch werde ein "tierzüchterisches Kulturgut zerstört, welches für die deutsche Pferdezucht bisher ein Aushängeschild war", heißt es dort.

In den vergangenen Monaten hatten Vertreter der deutschen Zuchtverbände alles daran gesetzt, möglichst vielen Bundestags- und Agrarausschuss-Mitgliedern die sachlichen Gründe, die für die für die Eins-zu-eins-Umsetzung der EU-Verordnung und somit für den Erhalt des Schenkelbrandes sprechen, zu vermitteln. Derzeit ist nach EU-Recht eine alternative Kennzeichnung von Pferden erlaubt, Pferde können demnach wahlweise mittels Transponder oder Schenkelbrand - in Kombination mit einer DNA-Typisierung - gekennzeichnet werden. In Deutschland hingegen ist das Chippen bereits Pflicht, der Brand war bislang zusätzlich erlaubt. Noch im vergangenen Februar hatten Schenkelbrandbefürworter aus Schleswig-Holstein dazu ein neues Gutachten vorgelegt, das den Schenkelbrand der Transponder-Implantation als überlegen bewertete. Scheinbar ohne großen Eindruck zu hinterlassen.

Die heute beschlossene Gesetzesnovelle soll voraussichtlich im Herbst in Kraft treten.

Quelle

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