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24.11.2014

Deutsches Damen-Trio siegt beim Dressurweltcup in Stuttgart

Die deutschen Dressurreiterinnen hatten die Weltcupetappe auf heimischen Boden fest im Griff. Sowohl im Grand Prix als auch in der Kür waren alle drei Podestplätze den Gastgeberinnen vorbehalten. Erste Weltcuppunkte gab's für Renate Voglsang und Fabriano, die sich zweimal unter den Top-Ten platzierten.

Fabienne Lütkemeier und D"Agostino FRH siegten in Stuttgart mit neuer persönlicher Bestmarke. Mit gesamt 44 Punkten auf dem Konto führt die 25-jährige Studentin derzeit die Zwischenwertung des Dressur-Weltcups an. © Karl-Heinz Frieler/FEI
Fabienne Lütkemeier und D"Agostino FRH siegten in Stuttgart mit neuer persönlicher Bestmarke. Mit gesamt 44 Punkten auf dem Konto führt die 25-jährige Studentin derzeit die Zwischenwertung des Dressur-Weltcups an.
© Karl-Heinz Frieler/FEI
Mit 80,600 Prozent sicherte sich Mannschafts-Weltmeisterin Fabinne Lütkemeier auf ihrem 14 Jahre alten Hannoveraner Wallach D’Agostino FRH am Samstagabend die dritte Weltcupentscheidung der laufenden Saison. Es war dies nicht nur der erste Weltcupsieg für die 25-jährige Studentin aus Paderborn sondern gleichzeitig auch eine neue persönliche Bestwertung in der Kür. „D‘Agostino war wirklich super. Ich habe mich riesig gefreut heute. Es ist immer wieder toll, diese beeindruckende Atmosphäre hier in Stuttgart zu erleben.“, fiel Lütkemeiers Resümee entsprechend positiv aus.

Nicht ganz so zufrieden über ihre Noten dürfte ihre Landsfrau Jessica von Bredow-Werndl gewesen sein. Nach einem weniger gut geglückten Grand Prix fanden die Kaposvár-Siegerin und ihr Unee BB in der Kür zu gewohnter Stärke zurück und wurden von drei der fünf Richter mit Noten tlw. deutlich über 80 Prozent bewertet. Anders sah der luxemburgische Richter bei H den Ritt. Er vergab lediglich 76,875 Prozent, was die Gesamtnote doch deutlich nach unten korrigierte und von Bredow-Werndl am Ende sogar den Sieg kostete. Immerhin darf sich die 28-Jährige mit 8.000 Euro Preisgeld für Platz 2 trösten.
 
Jessica von Bredow Werndl und Unee BB © Karl-Heinz Frieler/FEI
Deutlich vebessert gegenüber ihrer Leistung im Grand Prix mussten sich Jessica von Bredow Werndl und Unee BB in der Kür aufgrund einer umstrittenen Richterentscheidung geschlagen geben. „Natürlich habe mich geärgert über die eine Ausreißer-Note.“, gestand die 28-Jährige im Interview.
© Karl-Heinz Frieler/FEI

Umstrittene Entscheidung um Platz 3

Ausgesprochen knapp ging es auch in der Entscheidung um Platz 3 her. Hier hatte schlussendlich Isabell Werth trotz eines Husarenrittes auf ihrem Don Johnson, der geprägt war von etlichen Schnitzern und deutlichen Kommunikationsstörungen, die Nase vorne (79,500 %) – sehr zum Missfallen vieler Zuseher, die den harmonischen Ritt von Dorothee Schmeider (GER) auf ihrer Fidermark-Tochter Forward Looking (79,475 % ) vor jenem der Doppel-Olmypiasiegerin gesehen hätten. Das sah auch Isabell Werth so, die im anschließenden Interview zugab: „Ich bin nicht so zufrieden. Jonny war sehr schwierig heute und hat in der Abreitehalle schon gebuckelt. Von daher bin ich heute mit dieser Benotung mit einem blauen Auge davon gekommen“.
Für Renate Voglsang und Fabriano gab"s in Stuttgart die ersten Weltcuppunkte der Saison. © Tomas Holcbecher
Für Renate Voglsang und Fabriano gab"s in Stuttgart die ersten Weltcuppunkte der Saison.
© Tomas Holcbecher

Gelungene Kür von Renate Voglsang und Fabriano

Mit einer guten Leistung verabschiedeten sich Renate Voglsang und Fabriano am Samstag aus Stuttgart. Während das Duo am Freitag im Grand Prix (70,72 %) noch etwas unter seinen Möglichkeiten blieb, bestätigten die beiden rot-weiß-roten WM-Starter in der Kür ihre derzeit gute Form. Mit 75,4 Prozent beendete das Paar seinen ersten Weltcupstart dieser Saison einen Hauch außerhalb der Platzierungen auf Rang 9, für den es 8 Weltcuppunkte gab. „Nun geht Hengsti schon das dritte Turnier in Folge auf konstant hohem Niveau. Er lässt sich super reiten und genießt seinen Auftritt.“, freute sich Voglsang über ihren Fabriano. Etwas Luft nach oben sieht die gebürtige Münchnerin allerdings noch: „Ein paar Punkte da und dort wären noch drin gewesen, da muss ich noch exakter werden.“

Werth und Bella Rose holen German Dressage Masters-Titel

Beim ebenfalls im Stuttgart ausgetragenen German Dressage Masters holte Isabell Werth zum bereits elften Mal in ihrer Karriere den gleichnamigen Titel. Unter dem Sattel hatte Werth diesmal ihre neue große Liebe Bella Rose. Die langbeinige Bellissimo M-Tochter stellte bei ihrem fünften Turnier in diesem Jahr auch prompt wieder einen (persönlichen) Rekord auf: Erstmals gab’s für die bewegungsstarke Fuchsstute 81,941 Prozent in einem Spécial. Bis auf einen kleinen Fehler im starken Trab gelang eine sichere Prüfung, in der das Paar vor allem in der Piaffe-Passage-Tour punktete. Isabell Werth, die bereits während der Prüfung strahlte, streute ihrer Bella erneut Rosen: „Bella Rose will immer alles richtig machen. Es ist ein Geschenk, ein solches Pferd reiten zu dürfen.“ Nun geht es für die diezehnjährige Westfalen-Stute in die Winterpause. „Ob sie zum Ende der Hallensaison noch ein Turnier bestreitet oder wir erst zur grünen Saison wieder starten, weiß ich noch nicht. Unser Ziel des nächsten Jahres ist in jedem Fall die Europameisterschaft in Aachen“, so Isabell Werth über ihre Zukunftspläne.

Platz zwei belegte Kristina Sprehe, deren Desperados allerdings mit der rund ums Viereck angebrachten Sponosrenwerbung haderte. Zweimal machte er kehrt und schoss quer über den Platz. Damit war an diesem Tag nicht mehr als 76,608 Prozent für das Duo drin. Dritte wurde Jenny Lang auf ihrem 14-jährigen Holsteiner Wallach Loverboy (74,216).

Alle Ergebnisse aus Stuttgart gibt es hier.