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18.07.2016

Deutschland, Großbritannien, Niederlande: Die Top-Nationen haben ihre Dressurteams für Rio benannt

Bei den Briten steht die Dressurequipe für Rio schon etwas länger fest, am vergangenen Wochenende haben nun auch die Erzrivalen aus Deutschland und den Niederlanden nachgezogen. Vor allem die Holländer warten mit zwei Überraschungen im Team auf.

Charlotte Dujardin und Valegro: Führen sie ihr Team zum zweiten Team-Gold en suite? © Tomas Holcbecher
Charlotte Dujardin und Valegro: Führen sie ihr Team zum zweiten Team-Gold en suite?
© Tomas Holcbecher
Wobei, ganz so unerwartet kommen die Benennungen des niederländischen Team Trainers Johan Rockx dann doch wieder nicht. Denn dass Edward Gals Nummer eins Glock’s Undercover wohl nicht mehr rechtzeitig für den Saisonhöhepunkt in Rio in Form kommen würde, hatte sich bereits in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Wie berichtet, scheint das Nervenkostüm des schwarzen Ferro-Sohnes bei den Europameisterschaften in Aachen nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein, sodass ein Start bei den Olympischen Spielen für den Rappen nicht in Frage kommt. Stattdessen setzt Gal auf Glock’s Voice, einen 14-jährigen KWPN-Hengst von De Niro, mit dem er am vergangenen Wochenende den Grand Prix der niederländischen Meisterschaften mit 79,5 Prozent gewonnen hatte. Wegen einer Blessur startete das Duo danach nicht mehr in der Kür – ein Rio-Start ist allerdings nicht gefährdet.

Begleitet wird Gal auf seiner Reise nach Brasilien vom frischgebackenen neuen holländischen Meister-Duo: Diederik van Silfhout und Arlando. Die beiden hatten bereits bei den Weltreiterspielen in Caen 2014 und bei der EM in Aachen 2015 zur Equipe der Niederländer gehört. Und das Duo scheint so gut wie nie zu sein. Bei den nationalen Meisterschaften in Ermelo verzeichnete die Kombination mit 84,825 Prozent eine neue persönliche Bestmarke in der Kür. Ebenfalls fix gesetzt für Rio ist Weltcupsieger Hans Peter Minderhoud und seine Nummer eins, Glock’s Johnson, mit dem er bei der EM in Aachen neben Team-Gold Einzelbronze geholt hatte.

Komplettiert wird die niederländische Equipe von den Rückkehrern Adelinde Cornelissen und Parzival. Die langjährigen Leistungsträger Oranjes hatten unter Bondscoach Wim Ernes ihren Startplatz verloren. Nachdem Cornelissens Nachwuchspferd Aqiedo noch nicht an die Leistungen seines hoch dekorierten Stallkollegen herankommt, soll der mittlerweile 19 Jahre alte Parzival noch einmal bei Olympischen Spielen für sein Land punkten. Als Reserve wurde Madeleine Witte-Vrees mit Cennin, einem erst neunjährigen Sohn des Vivaldi, benannt.

Deutschland als Favoriten

Deutschland schickt mit Kristina Bröring-Sprehe und Desperados FRH, Isabell Werth und Weihegold OLD, Dorothee Schneider und Showtime FRH sowie Sönke Rothenberger mit Cosmo das vermutlich stärkste Quartett im Kampf um olympisches Team-Gold nach Rio. (Hubertus Schmidt und Imperio fahren als Reserve mit). Alle vier gesetzten Kombinationen liegen dicht beieinander und sind in der Lage im Grand Prix und Spécial knapp unterhalb und tlw. sogar über der 80-Prozent-Marke zu punkten. Beim CHIO in Aachen entschied das deutsche Viererteam den Nationenpreis mit spielerischer Leichtigkeit für sich – und das, obwohl sich fast alle Paare noch den einen oder anderen Patzer leisteten. In dieser Form wird den Deutschen Team-Gold diesmal nur sehr schwer abzujagen sein.

Briten schicken Team-Hester nach Rio

Nichtsdestotrotz werden auch die Briten versuchen, ihre historische Goldmedaille von London 2012 zu verteidigen. Angeführt wird das Team von den Dominatoren der vergangenen Jahre, Charlotte Dujardin und Valegro. Das Duo war seit der letzten EM aus der Turnierszene verschwunden. Den einzigen und letzten Test vor Rio bestritten die amtierenden Olympiasieger, Welt- und Europameister Anfang Juli in Hartpury (GBR), wo sie sich trotz der langen Turnierpause mit zwei fulminanten – wenn auch nicht ganz fehlerfreien – Ritten zurückmeldeten. Für die neue Kür des Duos vergaben die Richter erneut über 90 Prozent. Wenn das keine Kampfansage ist! Unterstützung bei der Mission Titelverteidigung erhält Dujardin durch ihren Trainer und Mentor Carl Hester, der in Rio seinen WM- und EM-Partner Nip Tuck an den Start bringt. Ebenfalls mit dabei sind Fiona Bigwood mit Atterupgaards Orthilia und Spencer Wilton mit Supernova. Sowohl Bigwood als auch Wilton sind wie Dujardin Schüler von Hester, der damit für das britische Team eine besonders wichtige Doppelfunktion als Reiter und Trainer einnimmt. Ob die Briten mit diesem Aufgebot noch einmal Mannschaftsgold holen können, die favorisierten Deutschen die Teamkrone zurückerobern oder vielleicht sogar die Niederländer, wie bei der EM im Vorjahr, wieder die lachenden Dritten sein werden, wird sich am 12. August entscheiden.

ps
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