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10.12.2014

Deutschlands Reitvereine verlieren weiter Mitglieder

2013 haben Deutschlands Reitvereine 1,67 Prozent ihrer Mitglieder verloren, das sind in konkreten Zahlen 11.823. Damit rutschte der Verband erstmals unter die 700.000er-Grenze.

Immer weniger Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind heute Mitglied in einem der deutschen Reitvereine. Die FN sieht den drastischen Rückgang in diesem Bereich vor allem in den veränderten Schulstrukturen begründet. © Gorilla - fotolia.com
Immer weniger Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind heute Mitglied in einem der deutschen Reitvereine. Die FN sieht den drastischen Rückgang in diesem Bereich vor allem in den veränderten Schulstrukturen u.a. mit mehr Ganztagsunterricht begründet.
© Gorilla - fotolia.com
Besonders drastisch fällt der Rückgang bei den Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre aus. Allein rund 7.500 verlorene Mitglieder stammen aus dieser Altersklasse. Dies sind knapp zwei Drittel. Jungen und Männer sind vom Rückgang stärker betroffen als Mädchen und Frauen. Besonders augenfällig ist dies bei den über 26-jährigen Männern. Knapp 5.000 haben die Vereine verlassen, wohingegen bei den über 26-jährigen Frauen sogar ein Zuwachs von rund 1.500 Mitgliedern erzielt wurde – der einzige „Lichtblick“ in der gesamten Statistik.

FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach sagte: „Natürlich hätten wir uns positive Zahlen gewünscht, aber die jetzt vorliegende Statistik für 2013 überrascht uns nicht. Es war abzusehen, dass wir wiederum Mitglieder verloren haben. Ich fürchte, wir müssen uns auch in den kommenden Jahren noch auf sinkende Zahlen einstellen, bis sich die Abwärtsentwicklung konsolidiert hat. Dieses Problem haben derzeit die meisten großen Sportverbände. Umso wichtiger ist es, dass wir als FN mit unseren Landesverbänden und den Vereinen an der Basis größtmögliche Anstrengungen unternehmen, den Reitsport vielen Menschen zu öffnen und attraktive Angebote rund ums Pferd zu schaffen.“

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung steht mit ihrer Mitgliederentwicklung in einer Reihe mit zahlreichen großen Sportverbänden. Viele leiden darunter, dass immer weniger Kinder und Jugendliche in den Nachmittagsstunden Zeit für Sport haben. Der Deutsche Leichtathletik-Verband verlor 2,13 Prozent (18.189 Mitglieder), der Deutsche Handball-Bund 2,07 Prozent (16.625), der Deutsche Tennis Bund 1,84 (27.080), der Deutsche Tischtennis-Bund 1,7 (10.167) und der Deutsche Schwimmverband 0,87 (4.970).

Weniger Rückgang in Österreich

Auch der Österreichische Pferdesportverband verzeichnet seit Jahren rückläufige Mitgliederzahlen, allerdings in einer deutlich geringeren Größenordnung, als sein deutsches Pendant. 2012 wies die Statistik des OEPS 47.988 Mitglieder aus, 2013 waren es 409 weniger, das entspricht  einem Rückgang von 0,85 Prozent.  

"Diese Entwicklung ist nicht auf die Pferdesportvereine beschränkt, sondern auch in anderen Sportarten zu finden", so OEPS Breitensportkoordinator Friedrich Schuster, der den demographischen Wandel in der Gesellschaft als Hauptursache für den mittlerweile schon chronisch gewordenen Mitgliederschwund im Vereinssport sieht. Doch Schuster ist überzeugt, dass bereits kleine Änderungen eine Kurskorrektur hervorrufen könnten. "Oft sind es nur Banalitäten, die den Umschwung herbeiführen - Zuhören und Eingehen auf die Wünsche der Kunden ist daher oberstes Gebot."
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