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21.02.2012

Die Faschingsmeldung

Oder: Wie eine gefakte Meldung mehr Interresse hervorrief als jede unserer seriösen Nachrichten.

RI_201203 © Shutterstock
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Im Februarheft war eine Falschmeldung versteckt. Und weil es sich nicht gehört, dass man seine geschätzten Leserinnen und Leser anlügt, haben wir auch deutlich darauf hingewiesen – weiß auf magenta, also nicht gerade dezent –, dass eine Falschmeldung im Heft versteckt ist. Wer sie findet, kann sich melden und etwas gewinnen, stand da außerdem. Gemeldet haben sich: eine empörte Leserin, die wissen wollte, woher wir diese Informationen haben. Gewinnen wollte sie nichts, sondern sich beschweren; eine von der ergebnislosen Recherche frustrierte Kollegin der online-Ausgabe eines Gratismagazins, die sich nach unseren Quellen erkundigte (die Frage ist, ob sie uns zitiert hätte, wenn die Meldung gestimmt hätte. Wir werden es nie erfahren. Was wir aber bereits erfahren durften, ist, dass die Kollegin es damit nicht so genau nimmt); außerdem rief die wirklich absurde Meldung (obwohl: so absurd auch wieder nicht) eine engagierte Diskussion auf der Plattform Pferdekutscher.de ins Leben (http://tinyurl.com/79fymgm). Immerhin, einer der zehn Diskutanten roch den Braten und vermutete eine Zeitungsente.

Eine Leserin glaubte gar, die Meldung von den durchgefärbten Königs-Reitstiefeln wäre schiere Phantasie. Nein, die gibt es wirklich, man kann sie sogar kaufen. Und ein halbes Dutzend LeserInnen erkannte, dass die Nachricht von den Sicherheitsgurten im Fiaker völliger Unsinn ist.

Fazit unseres Faschingsscherzes: Uns glaubt man (fast) alles. Das freut uns. Weniger freut uns, dass unsere gefakte Meldung mehr Interesse hervorrief als jede seriöse Nachricht. Was uns zu denken gibt. Vielleicht sollten wir mehr erfinden – und weniger recherchieren…
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